[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

@Geforce3M3
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Und auch das ist eine Erkenntnis, die das Berufsleben prägt.

Und daher möchte ich eben auch mehr verdienen, als jemand der 'nur' sein tägliches Minimum leistet und dann Heim geht.
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Ich wünsche dir viel Erfolg. Du bist mir sowieso sympathisch von deinen Beiträgen her.

Also ich glaube Professoren sind vom Gehalt her auf jeden Fall weit davon entfernt noch zwingend einen Zweitjob zu brauchen. @Geforce3M3 kann da bestimmt mehr sagen, aber meistens Wissens nach (das ich von meiner Frau habe die sich gegen eine Unikarriere nach der Promotion entschieden hat) sind prekäre Anstellungen im Sinne von eine Befristung nach der Anderen weiterhin an der Tagesordnung. Auch muss man sehr flexibel sein, weil man i.d.R. keine dauerhafte Festanstellung an einer Uni hat, sondern "berufen" wird. D.h. du kriegst dann halt wenn eine Uni dich will ein Angebot und da muss man dann auch räumlich flexibel sein, d.h. umziehen oder ständig pendeln.
In meinem Bereich lässt sich allgemein schwer sagen wie viel Geld ein Professor verdient. Das kommt auch auf die Branche an und was man individuell macht. Wer wirklich forscht hat keine Zeit nebenbei noch einer zweiten Arbeit nachzugehen. Ich wüsste nicht wie das zeitlich machbar sein soll.

Was heißt das konkreter? Ein Beispiel sieht wie folgt aus: ein Professor der politisch korrekt dem Mainstream folgt, überall seine Beziehungen ausbaut, politisch interagiert und sich in "gute" Positionen hineinarbeitet, verdient sicherlich sehr gut. Ein anderer Professor der wiederum mehr "sein Ding macht" anstelle politisch aktiv zu werden, wird im Mittel weniger gut verdienen. Wissenschaft ist auch Politik. Hier geht es nicht nur darum wer intelligenter ist und sich der Wahrheit weiter annähert, sondern, um darum verwende ich diesen Begriff ("Politik"), Machtspiele wie in der Politik.

Es stimmt auch dass die meisten früher oder später umziehen müssen und das womöglich mehrmals. Ewig an einer Stelle wird man kaum bleiben können. Ganz seltene Ausnahmen gibt es immer.
 
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Na ja, so wirklich Unterschied ist zwischen Kleinstadt und großer Behörde nicht. Wie auch? Es ist der gleiche TVöD und auch die Tätigkeiten bzw die diesen zugeordneten Entgeltgruppen sind relativ steif/ähnlich...
Du hast meinen Beitrag nicht ganz verstanden, in größeren Behörden gibt es mehr Spezialisierungen. Oder wie kommst du als kommunaler Beamter mal für 2 Jahre in die USA? In größeren Behörden ist das möglich.
Was genau ists denn für eine EG10 Stelle die dieser Mensch ohne Studium unter 30 bekommen hat?
Systemadmin mit Berufserfahrung, ohne Studium wäre auch E11 möglich gewesen.
 
Vorrangig meine ich direkt den Bundesministerien nachgeordnete Behörden wie Bundespolizei, Bundeswehr, Zoll, BND etc
 
Also ich glaube Professoren sind vom Gehalt her auf jeden Fall weit davon entfernt noch zwingend einen Zweitjob zu brauchen.
Ich habe nun meinen Prof. gefragt was er in Harvard verdient hat (er war ein Paar Jahre dort). Zum Thema nicht repräsentative Gehälter: ca. 18.000$ pro Monat.
 
So, also was verdient der Prof? Dann schaun wir mal:


Der Prof. ist normal Landesbeamter, sagen wir Bayern. Ein Lehrstuhlinhaber (Ordinarius) ist W3, ein Fachgebietsleiter (Extraordinarius) ist W2. Nach sagen wir 5 Jahren müsste er Stufe 3 sein, verheiratet, Steuerklasse 3 sinds beim W3 Jahresbrutto 100k, monatlich netto 6.200€.
Als ich noch an der Uni war, hat dieser Rechner mein Gehalt immer auf ca. 30€ genau ausgespukt.
Bei Uni-Profs ist es eher selten, dass die nen Nebenjob haben, bei den FHlern (W2 denk ich) ist es üblicher. Dafür können sich die Uni-Profs über leistungsbezogene Entlohnung bei Industriedritmittelprojekten da soweit ich weiß 10% zum Gehalt dazugeben, was bei vielen Drittmittelprojekten natürlich schon auch noch was ausmachen kann.

Den Hardvard Prof. kann man aber nicht ganz vergleichen. Deren Rechnung kenn ich ned, aber von nem Cambridge Prof. hab ich mal die Lohnkostenaufschlüsselung gesehen, das Niveau war etwas über dem deutschen ÖD. Und Harvard wird ggf. individuelle Verträge haben, wenn den den Prof. haben und halten wollen. Und US Gehälter sind in der Regel immer etwas höher, weil da viele Sozialversicherungskomponenten fehlen.
 
Ist es denn realistisch als Prof heute noch verbeamtet zu werden? Aus irgend nem Grund dachte ich, dass das abgeschafft wurde.

Den Harvard Vergleich kann man natürlich vergessen, den hat @Geforce3M3 bestimmt auch eher als Funfact hier reingeschrieben. In den USA ist das Uni System ganz anders organisiert und privat bezahlt. Dementsprechend sind die Gehälter dort natürlich ganz anders und Harvard ist ja auch noch ivy league.
 
Einen Monat auf der Stelle und ich verstehe so langsam warum die ganze Abteilung mir so lange auf den Senkel gegangen ist bis ich irgendwann mal Ja gesagt hab. Ich glaube ich hab irgendwann mal was von "mehr Geld für weniger Arbeit" geschrieben. Pustekuchen. Ich glaube ich spiele schon Feuerwehr obwohl das Projekt noch nicht mal richtig gestartet ist, weil sich ein, zwei Kollegen gerne die Arbeit verkomplizieren weil es ja sonst zu einfach wäre. Als Resultat steigt niemand mehr durch, überall liegen irgendwelche angefangen und weggeworfenen Artefakte, das Projekthandbuch ist ein Schlachtfeld und die agile Organisation wird in zwei Monaten zum zweiten oder dritten Mal reorganisiert.
Es wird definitiv Zeit, dass hier mal etwas Ruhe reinkommt und weniger Semesterprojekt...mir tut's etwas Leid für die Kollegen, die da schon jede Menge Content geschaffen haben, von dem aber durch das Chaos einfach aktuell nichts nutzbar ist, bis man aufgeräumt hat. Hätten sie nicht den verhängnisvollen Satz gesagt: "wir haben das schon immer so gemacht". Aua.
 
@Pommbaer80s Eine Frage hab ich aber noch. Das Haus das du so locker flockig nebenher abzahlst und dann sogar noch 1.000€ wegsparst, wie machst du das mit 3 Netto (vorallem weil du schon in 13 Jahren fertig bist)? Hattet ihr so viel Eigenkapital (also Schenkung Eltern oder so), dass die Rate so niedrig ist oder war der Kaufpreis einfach so günstig? Wenn ich mir aktuell Finanzierungen anschaue, bei den Preisen hier und ich es in 25 Jahren abzahlen wollen würde, müsste ich bei angenommenen 100k Eigenkapital über 2,x K€ nur an Kreditrate reinbuttern. Das will ich mir irgendwie nicht ans Bein binden.

Günstig aus der Familie erworben und wird zinsfrei abbezahlt. Ist natürlich nicht repräsentativ für den Durchschnitt. Die 150k für die Sanierung kamen teils aus eigenen Mitteln und Kredit bei der Bank (der mit 1,5% auf 15 Jahre fest gemacht wurde. Da gehen aktuell nur 500 rein und am Ende nochmal ne Schlussrate)

Muss dazu sagen, dass die Freundin aktuell auch in die Rate zahlt. Machen beim Haus aktuell 1000 im Monat + 500 Bank = 750 für jeden.
Falls die Freundin zur Frau wird und ein Kind kommt, nehme ich die Freibeträge mit und hab nächstes Jahr eh ne Stufe mehr bzw. da kommt noch E14. Ist also auch alleine zu stemmen in der Planung (für alles andere gibt's die Risikoversicherung).
 
@Pommbaer80s Das ist natürlich ne privilegierte Ausgangslage und deswegen nicht repräsentativ. Von der Rate ist das ja optimal, 1500 würde ich auf sofort nehmen, vor allem auf nur 15 Jahre o_O Ein Traum, Glückwunsch.

Falls die Freundin zur Frau wird und ein Kind kommt, nehme ich die Freibeträge mit und hab nächstes Jahr eh ne Stufe mehr
Erstmal abwarten was die Ampel jetzt mit den Steuerklassen vorhat, ist ja leider noch nicht so klar. Aber wenn's da nur um die unterjährigen Steuerklassen geht und bei der Erklärung dann alles gemeinsam veranlagt wird, ändert sich ja hoffentlich nichts.

@B.XP Habt ihr denn keinen der für die Ausrichtung von so nem Projektsetup zuständig ist, damit genau sowas nicht passiert? Hört sich ja etwas nach Management Fail an. Oder bist du jetzt derjenige der den Fail jetzt richten soll, ich hab's nicht richtig verstanden.
wir haben das schon immer so gemacht
Das sagt dann so einiges :ROFLMAO:
 
....und die agile Organisation wird in zwei Monaten zum zweiten oder dritten Mal reorganisiert.
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Ist das nicht die Definition von agiler Organisation? Zumindest bei uns wird das auch dahin gehend interpretiert das die Iterationen zwischen den Umorganisationen immer kürzer werden :ROFLMAO:
Es gibt Teams die bei der letzten Umorga zusammengeschmissen wurden, jetzt wieder auseinander gezogenen werden und sich Corona bedingt in der ganzen Zeit nicht einmal vor Ort gesehen haben...
 
Das ist eher die Definition für Firmen, die jetzt nur einen anderen Namen für ihr planloses Vorgehen haben :LOL:
 
Naja, für was Agile halt alles herhalten muss. Das größte Missverständnis ist, dass agile nicht chaos oder unorganisiert bedeutet. Da braucht man umso mehr eine gute Struktur.
 
Ist es denn realistisch als Prof heute noch verbeamtet zu werden? Aus irgend nem Grund dachte ich, dass das abgeschafft wurde.

Den Harvard Vergleich kann man natürlich vergessen, den hat @Geforce3M3 bestimmt auch eher als Funfact hier reingeschrieben. In den USA ist das Uni System ganz anders organisiert und privat bezahlt. Dementsprechend sind die Gehälter dort natürlich ganz anders und Harvard ist ja auch noch ivy league.
Richtig, deshalb habe ich "nicht repräsentativ" geschrieben. Er hat Harvard später freiwillig für eine andere Universität verlassen. Denn in Harvard sind viele auch einfach nur dem Mainstream gefolgt. Man schaute in die top Journale um zu prüfen welche Themen gerade die "hot topics" sind. Darauf hat man Studien für diese Themen entworfen und durchgeführt um ebenfalls in die top Journale zu kommen. Was ist das Ziel? Das Ziel ist den eigenen Namen als Wissenschaftler in high-impact Journalen zu vermarkten statt "ehrliche" Wissenschaft zu betreiben. Man ist also mit den zeitlichen Trends gegangen. Es gab z.B. damals Themen in meinem Wissenschaftsbereich die "alle" gemacht haben. Davor oder danach würde man mit den gleichen Themen in kein top Journal mehr kommen, völlig unabhängig davon wie gut die Studie ist. Es interessiert den Mainstream dann schlichtweg nicht mehr. Und der Mainstream wird mit durch die Reviewer der Journale geleitet, die grünes oder rotes Licht für die Publikation geben.
 
Wurde ich doch tatsächlich ermahnt meinen privaten Internetkonsum auf die Pausenzeiten zu beschränken.

-> Ratet mal, wen ich keine Woche später selbst beim privat Surfen erwischt habe :shot:
 
Wurde ich doch tatsächlich ermahnt meinen privaten Internetkonsum auf die Pausenzeiten zu beschränken.
Willkommen in 1990?
Direkt kontern und Betriebliche aufgaben komplett auf die Arbeitszeit beschraenken.

Whatsapp und co. gehoeren fuer mich in das sogenannte Work-Life-Balance, was die HR Typen immer fleißig in die Stellenanschreiben posten. :d
 
Stichwort:für dich

In manchen Firmen eben nicht, steht sogar meist im Dienstvertrag. Wenn es mir mein Vorgesetzter rät, würde ich es auch eher befolgen, als bei einem Kollegen

Kommt halt immer auf mehrere Faktoren an
 
Ich bewege mich halt im altbacken Maschinenbau, da ist es schon ein Traum wenn man während der Arbeit Musik hören darf. (Gar nicht mal so häufig "geduldet")

Ich mein, ich bewege mich während der Arbeitszeit im Luxx, auf Whatsapp und Kryptobörse. In seltenen fällen habe ich mal eBay kA und Geizhals noch offen, das war es. Dafür Rauche ich nicht und bezieh auch keine Kaffee's. Halte keine schwätzchen auf dem Flur/ in der Kaffeeküche. Meine Arbeit leidet auch in keinster weise...aber ist halt Maschinenbau.

Gut der Herr hat hier Hausrecht, ist ja in gewisser weiße mein Auftraggeber, aber sich dann selbst erwischen lassen...naja, man sollte sich schon an seine eigenen Regeln halten.
 
Ich bewege mich halt im altbacken Maschinenbau, da ist es schon ein Traum wenn man während der Arbeit Musik hören darf. (Gar nicht mal so häufig "geduldet")

Ich mein, ich bewege mich während der Arbeitszeit im Luxx, auf Whatsapp und Kryptobörse. In seltenen fällen habe ich mal eBay kA und Geizhals noch offen, das war es. Dafür Rauche ich nicht und bezieh auch keine Kaffee's. Halte keine schwätzchen auf dem Flur/ in der Kaffeeküche. Meine Arbeit leidet auch in keinster weise...aber ist halt Maschinenbau.

Gut der Herr hat hier Hausrecht, ist ja in gewisser weiße mein Auftraggeber, aber sich dann selbst erwischen lassen...naja, man sollte sich schon an seine eigenen Regeln halten.
Luxx und Whatsapp ist auf der Arbeit für mich normal, ebenso läuft bei mir im Büro immer Musik. Die Arbeit leidet aber nicht weil ich meiner Freundin mal bei WA antworte oder eben jetzt mal meine 2 Minuten habe und im Luxx Scrolle. Und ich bin im ÖD :fresse: Kommt immer auf die Umstände an...
 
Kann schon verstehen, dass das beim Kunden bisschen blöd ausschaut, wenn man da im Netz surft (auch wenn das vermutlich jeder macht, der kann).
 
Kann schon verstehen, dass das beim Kunden bisschen blöd ausschaut, wenn man da im Netz surft (auch wenn das vermutlich jeder macht, der kann).
Naja, ich mache das beim Kunden dann natürlich nicht. Und eine "ich gehe jetzt 30 Minuten weg"-Pause habe ich auch nicht. Dann lieber nach einer pissigen eMail ne halbe Minute im Forum scrollen.
 
In meinem ersten Job war ich auch viel beim Kunden unterwegs, hatte da irgendwie nie Zeit privat zu surfen (allerdings gab es damals ~2005) noch keine Smartphones, vielleicht wäre es dann anders gewesen ;)
Mal privat surfen auf der Arbeit ist inzwischen doch eigentlich ziemlich normal, solange es nicht völlig ausartet? Bei uns ist das sogar offiziell erlaubt, man muss allerdings irgend so ne Erklärung unterschreiben, dass die Aufrufe gelogged werden usw..
 
In meinem ersten Job war ich auch viel beim Kunden unterwegs, hatte da irgendwie nie Zeit privat zu surfen (allerdings gab es damals ~2005) noch keine Smartphones, vielleicht wäre es dann anders gewesen ;)
Mal privat surfen auf der Arbeit ist inzwischen doch eigentlich ziemlich normal, solange es nicht völlig ausartet? Bei uns ist das sogar offiziell erlaubt, man muss allerdings irgend so ne Erklärung unterschreiben, dass die Aufrufe gelogged werden usw..
Bei uns auch. Bei uns wird aber offiziell nix geprüft weil der Geschäftsleitung bekannt ist das die Leute keine feste pause machen.
 
Ja maschinenbau hält zu 90% an veralteten Idealen fest, weiß der Geier wieso. Arbeiten hier mit Modernster Robotertechnology, aber in den Bereichen Steinzeit....naja seis drum. Ich pass in Zukunft einfach besser auf und dann passt das :d

--> Hab ihn heute gerade wieder Erwischt den Schlingel
 
bei meinem aktuellen AG ist das erlaubt solange es die Arbeit nicht beeinträchtigt

ich würde allerdings nie arbeit liegen lassen und das habe ich auch noch nie.

bei meinem AG wo ich vorher war und zum glück nach 4 monaten wieder weg bin war das für mich wohl nicht gestattet. Die kollegen durften. Ich habe mir dann folgenden Satz am telefon anhören müssen:

"Das ist das erste und das letzte Mal das ich dir das Sage, Verstanden?" Der hatte mich aber schon auf dem Kieker

Das ich da nicht mehr lange bleibe war aber schon vorher klar :fresse:
 
Uff, ja bei so ner Tonlage würde ich auch meine Beine in die Hand nehmen und weg so schnell es geht...dieser Umgangston geht ja mal gar nicht.
 
Privat surfen, Webradio hören und/oder privat am Handy was machen, gehört für mich während der Arbeitszeit dazu.
Wird dürfen zum Glück auch privat surfen, dank Betriebsvereinbarung.
 
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