Den Kryos gibt's ja sogar mit Silberboden, der ist kaum besser als die Kupfervariante. Das zeigt IMHO ganz gut wie nah man da schon am Optimum arbeitet.
Das ist nur ein Sterlingsilberboden (92,5% Ag, 7,5% Cu) und das leitet Wärme sogar ein Quäntchen schlechter als Elektrolytkupfer, wie es bei fast allen allen Kühlern als Bodenplatte eingesetzt wird. Diese "Silberboden"-Kühler sind eigentlich nur was für die Vitrine, oder für Leute die sich einbilden, dass sich mutmaßliche Mikroben bei Silberionen im Wasser stärker in die Hose machen als bei Kupferionen

(was zwar theoretisch in minimalem Umfang der Fall ist, aber mangels weiterer notwendiger Lebensbedingungen für diesbezüglich empfindliche Mikroben irrelevant ist). Reellen Nutzen hat das also nicht - ist sogar eher kontraproduktiv, weil es der Korrosion im Kreislauf Vorschub leistet. Nur wenn der Boden aus Feinsilber wäre, könnte man damit in Punkto Performance normale Kupferböden in minimalem Maße übertrumpfen, aber das ist fertigungstechnisch nicht drin, weil Feinsilber zu weich ist.
Was das Optimum der Kühler betrifft, muss man immer dazu sagen, dass man da für die gegebenen Randbedingungen einen Punkt erreicht hat, der mit herkömmlichen Designs und vertretbarem Aufwand kaum noch sauber messbare Verbesserungen zulässt. Dass es prinzipiell noch besser geht steht zwar außer Frage, aber es lohnt sich kaum in der Richtung weiter zu optimieren. Wenn man da was Signifikantes erreichen wollte, führt voraussichtlich kein Weg über Druckkreisläufe und Verdrängerpumpen. Angesichts der thermodynamisch gesehen passiven Rückkühlmöglichkeiten auf der anderen Seite, hat auch damit das Streben nach weiter minimierte Delta-Ts an den Kühlern wenig Sinn, weil in der Regel mit ein oder zwei Kelvin geringerem Delta-T am Kühler keine Blumentöpfe zu gewinnen sind, wenn es z.B. um OC geht...
Von daher kann ich der Aussage nur zustimmen: Kauf nach Optik und Geldbeutel! Es lohnt nicht sich da mehr Gedanken zu machen - auch wenn man OC-Ambitionen hat.