[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Aber 5k Netto sind bei IG Metall nicht so schwer, zur Not sitze ich das aus mit Tariferhöhungen. Normalerweise jedoch schreibt man beim Gehaltsvergleich Brutto, weil Netto eben von Stkl. und Freibeträgen abhängt.

Wenn du AT bist, wieso partizipierst du von Tariferhöhungen?

Ich arbeite selber in einem IGM-Betrieb und so wie du das hier hinstellst ist es garantiert nicht in jedem Betrieb. Es mag die Betriebe geben, die eine Leistungszulage von 30% über dem Tarif zahlen oder andere Sonderzahlungen vereinbart haben, aber das ist nicht die Masse und bei den anderen ist wohl bei 80-90k Ende im Tarif und das sind mit Stkl. 1 max. 4,2k.
 
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Interessante Kommentare...

auf ard kann man wieder sehn wie arbeiter in D verarscht werden. bei mercedes im werk arbeiten für 8,18.

Ich kenne Stammarbeiter bei Daimler - denen geht es finanziell ausgezeichnet. Was da so mancher Bandarbeiter "abstaubt", davon kann man als Jungingenieur nur träumen. Die Schuld würde ich nicht bei Daimler suchen, sondern eher bei der entsprechenden Leiharbeitsfirma. Die Leute da verdienen sich daran eine goldene Nase. Das Gefälle ist natürlich schon krass.

Du solltest erwähnen, das es sich da um Leihpersonal handelt, das Stammpersonal verdient deutlich mehr. Zumindest war das so, als ich bei Daimler am Band gestanden habe ;)

Ist immer noch so.

Ist doch gerade das schlimme - Es wäre einzig und allein richtig, das Leiharbeiter einen höheren Stundenlohn erhalten!

Tatsächlich ist es so, dass ein Leiharbeiter oder externe Mitarbeiter das entsprechende Unternehmen deutlich MEHR kosten als interne Mitarbeiter. Trotzdem erfreut sich der Sektor enormer Beliebtheit.

Klar aber solange sich untere Rot-Grün-Gelb-Schwarz- Rosarot getupften Parteien gegen einen gesetzl. Mindestlohn sperren, wird das nichts.
Einfacher wäre es doch die Zeitarbeitsfirmen grundsätzlich in der Form wie sie jetzt da stehen, zu verbieten. Es ist reine Ausbeuterei und man hat idR. keine Chance in einer Firma seine Duftmarke zu hinterlassen, da man schlicht nicht lange genug da ist.
Dann wären Unternehmen gezwungen, wieder direkt einzustellen und damit würden auch diese Leute, die jetzt ausgebeutet werden, mehr verdienen.

Wenn ich die story vom Mindestlohn nur höre: Letztendlich führt das nur zu dem Lohndumping, das vermieden werden soll. Wenn der Mindestlohn so niedrig ist, dass man gleich einen Vollzeit-400€-Job draus zimmern kann. Das Problem daran ist, dass dieser Mindestlohn von Gewerkschaften ausgehandelt wird, und die schielen auf die Konzerne, wo die meisten Mitglieder sitzen. Der Rest der Arbeitnehmer geht denen am Allerwertesten vorbei. Ich bin bei Recherchen auf einen ausgehandelten Mindestlohn von ~2,5€/h gestoßen (mal sehen ob ich die Quelle wieder finde). Das nützt wirklich keinem Arbeitnehmer wirklich. Und wenn man einen Blick in die USA wirft, sieht man wo so ein gesetzlicher Mindestlohn landen wird - in Regionen in denen man zwei-drei Jobs braucht um über die Runden zu kommen.

Leiharbeitsfirmen sind per se aber nichts schlechtes...:

Zeitarbeitsfirmen sind nicht schlecht, aber die Leiharbeiter sollten nach spätestens 1 Jahr vom ausleihenden Betrieb (gibts zuhauf) übernommen werden. Ansonsten ist das nur Abzocke und Personalkosten drücken.

Tatsächlich ist das das neueste Steckenpferd der Gewerkschaften. Die Übernahme von Leiharbeitskräften. Macht Sinn, wird aber unter Umständen komplett umgangen (sehenden Auges!). In der Automobilindustrie gibt es einige Tochterfirmen von Konzernen, deren einziger Zweck die Konzernbindung bei gleichzeitiger Ungültigkeit des Tarifvertrags ist.

Das Problem ist nicht die Zeitarbeit oder dieses Gewerbe. Letztlich gibt es wichtige Einsatzgebiete für Zeitarbeitskräfte: (1) Saisonale Beschäftigung (2) Vermittlung von zeitlich begrenzt benötigten Spezialisten (z.B. im Krankheitsfall) (3) Vermittlung von Menschen mit wenig Berufserfahrung/Quereinsteigern.

Ein anderer Punkt, der in kaum einer Dokumentation auftaucht sind "externe Mitarbeiter". Leiharbeiter werden über "Arbeitnehmerüberlassung" bei Konzernen und Unternehmen eingestellt. Externe Mitarbeiter arbeiten nur dort, quasi wie auf Montage, sind also keine Firmenangehörige. Das ist sehr beliebt bei Projektteams/Projektarbeit und hat auch für den Arbeitnehmer gewisse Vorteile, ich kenne da auch einige die deutlich mehr als im Tarif verdienen. Wenn aber ganze Abteilungen aus Studenten und/oder externen Mitarbeitern bestehen, dabei nur der Abteilungsleiter "intern" ist - dann läuft was schief. Was läuft schief? Meiner Erfahrung nach sind es die Unternehmens-internen Strukturen, die das schaffen von internen Stellen entweder schwierig/träge bis unmöglich machen. Externe Mitarbeiter tauchen dabei allerdings nur als Kosten auf und "belasten" die Personalabteilung/Verwaltung weniger.

Hat jmd. heute das in der ARD gesehen über die Leiharbeiter bei Mercedes? Journalist stand am Fließband und hat Zylinderköpfe in Folie verpackt, hat 4 Kinder und hat 1.200€ brutto bekommen, neben ihm eine Kraft die direkt bei Mercedes angestellt ist, die bekommt mit Nachtzuschlägen und Gewinnbeteiligung über 3.000€ brutto bei 35 Stunden Woche(für das Einpacken von Zylinderköpfen in Folie).

Nur um das mal festzuhalten ich bin weder neidisch oder sonstwas. Ich frage mich nur wieso die für so eine Arbeit so dermaßen viel geld bekommt.

Kann mir das jmd. erklären?

Jap. Die Leiharbeiter finanzieren sozusagen das Gehalt der Stammarbeitskräfte. Klingt hart, ist aber so.
Langsam hat sich das zwar bei den Gewerkschaftlern herumgesprochen - nur ist das ganze so halbherzig, dass man genau weiß wo der Hase läuft. Als Leiharbeiter könnte ich zum Streiken gehen (wie Interne auch), nur als Gewerkschaftsmitglied natürlich. Dann gibt es auch bessere Chancen auf Übernahme. Nur Blöd wenn man als Leiharbeiter/Azubi bei einer Firma angestellt ist, die eine Ausnahme verhandelt hat. Was macht man als Externer? Anders herum: Was macht die Gewerkschaft für Externe? Ein Bekannter von mir hat einen Gewerkschaftler gefragt: "Wir kämpfen für euch" - "Wie tut ihr das, was sind eure Ziele? - "wir kämpfen halt". Mit anderen Worten: Wenn ich als Externer meine Zeit opfere und zum Streiken gehe, dann tue ich das damit mein Vorgesetzer ein noch höheres Gehalt bekommt. FU!
 
In der Automobilindustrie gibt es einige Tochterfirmen von Konzernen, deren einziger Zweck die Konzernbindung bei gleichzeitiger Ungültigkeit des Tarifvertrags ist.
Das ist ja nichts neues... Daimler macht das seit Jahren schon so...
 
Äääh Kollege,
das Ahnungslos hab ich mal überhört, ich hab nicht aus Spaß die Ausbildung zum Nutzfahrzeugmechaniker gemacht ;)

meinte damit natürlich nicht alle. aber die meisten. ich hab nen kumpel, der is 19, bekommt netto fast das selbe raus wie ich (mit nachtzulagen etc 2400-2500) und hat nicht mal nen hauptschulabschluss.

und wenn ich dieses gelaber höre von "keine 5 min pause wenn das band läuft" krieg ich noch mehr das kotzen. ihr habt mindestens 2x/ schicht pause, reicht das nicht? wenn ich da wieder den KFZ gesellen anzieh: wenn viel los ist in der werkstatt, dann fällt teilweise sogar (die einzige pause) mittag weg. und kurz vor feierabend kommen dann die rentner und wollen nochmal schnell nachgeschaut haben blabla... ähnlich ist es bei mir. zur hochsaison habe ich 15min mittagspause, irgendwann im laufe des tages. manchmal auch nur im auto auf der fahrt zum nächsten kunden.

und band != band. der besagte 19 jährige kumpel arbeitet bei siem*ns. da hat er weder ne bestimmte stückzahl zu erreichen, noch bleibt das "band" stehen.
 
Alter! Das ist... ordentlich. Mal so ne Frage als junger Ingenieur: Entspricht diese Gehaltsentwicklung dem Standard, oder bist du doch eher eine Ausnahme und hast dir das alles mit Überstunden etc. hart erarbeiten müssen?
Und kriegst du das als Single? :fresse:
Du hast doch garantiert Familie mit Kindern, zumindest klingen für mich solche Zahlen schon fast astronomisch. ^^;

@topic

Schwankt... Basis sind 1120 € Netto bei einer 20h-Woche (Wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer FH). Atm sind's noch ein paar Euros weniger nach altem TV, der neue gilt ab Juli. Nach Abzug von Miete und KV bleiben noch so 800 € übrig. Auto hab ich nicht. :)
Dazu kommen dann noch mal je nach Monat bis zu 200 Euro durch Nebenjobs (ebenfalls an der FH).

Interessant machst du neben der 20h - Woche ein Master-Studiengang ?
Ich würde gerne einen E-Technik Master dranhängen und etwas dazuverdienen. Darf man fragen was genau deine Aufgaben sind, betreust du z.b. Laborversuche oder Praktika ?
Stell mir das Arbeiten in der Hochschule sehr praktisch vor. Morgens ab ins Labor und zwischendurch mal ne Vorlesung?
 
Dass der gezeigte Bandarbeiter (der Reporter) ungelernter Quereinsteiger ist, verraten wir jetzt lieber nicht. Dass das Gegenbeispiel (der gezeigte Stamm-Mitarbeiter) gelernte Fachkraft mit mehrjähriger Betriebszugehörigkeit ist, spielt natürlich auch keine Rolle. Hauptsache dieser tolle GEZ-finanzierte Sender hat einen schön tendenziösen Beitrag für das BILD-Volk gezeigt.

Gesendet von meinem Nexus 7 mit der Hardwareluxx App
 
Wenn du AT bist, wieso partizipierst du von Tariferhöhungen?

Ich arbeite selber in einem IGM-Betrieb und so wie du das hier hinstellst ist es garantiert nicht in jedem Betrieb. Es mag die Betriebe geben, die eine Leistungszulage von 30% über dem Tarif zahlen oder andere Sonderzahlungen vereinbart haben, aber das ist nicht die Masse und bei den anderen ist wohl bei 80-90k Ende im Tarif und das sind mit Stkl. 1 max. 4,2k.

Leider ist es tatsächlich so, dass es bei verschiedenen IGM-Betrieb in der Tat nicht ganz so abläuft. Das Problem ist aber dass viele gar nicht wissen, was IGM ist und daher sich nicht beschweren.

Bei uns ist der BV klar geregelt, dass AT min 30% über der höchsten Tarifstufe liegt, d.h. das min. AT-Gehalt steigt automatisch mit Tariferhöhungen. Der Rest ist Verhandlung, bei mir ist es so, dass der Chef die Tariferhöhungen direkt auch für die ATler übernimmt, weil er da keinen Stress will. Handhabt wohl nicht jeder so, da habe ich halt Glück.

Aber ich kenne auch jemanden in einem anderen Unternehmen, der als ATler in IGM weniger als Tarif hat. Ich habe ihn schon darauf hingewiesen, aber er traut sich nicht um Betriebsrat zu gehen. Wie soll man da noch helfen?
 
Interessant machst du neben der 20h - Woche ein Master-Studiengang ?
Ich würde gerne einen E-Technik Master dranhängen und etwas dazuverdienen. Darf man fragen was genau deine Aufgaben sind, betreust du z.b. Laborversuche oder Praktika ?
Stell mir das Arbeiten in der Hochschule sehr praktisch vor. Morgens ab ins Labor und zwischendurch mal ne Vorlesung?

Jepp, mache Master. Übrigens auch E-Tec. ;)

Morgens ab ins Labor und zwischendurch mal ne Vorlesung ist auch richtig. So läuft das, und das ist auch der größte Vorteil - Büro direkt auf'm Campus. Vor allem kann man so seine Hausaufgaben (sowas hat man im Master sehr viel mehr als im Bachelor) auch komplett in die Hochschule auslagern und hat Zuhause halt gar nichts mehr mit Hochschule am Hut. Quasi wie arbeiten. Gehst nach Hause und bist fertig. :d
Nachteil ist halt, dass es letzten Endes auf mehr als eine 40h-Woche hinausläuft.

Ich bin Projektmitarbeiter mit einer befristeten Stelle. D.h. mein Prof (oder eher gesagt, die Firma, wo ich Bachelorpraktikum gemacht hab, daher hab ich auch den Job) hat vom Forschungsministerium Fördermittel an Land gezogen. Und für dieses Projekt wird eine wissenschaftliche Hilfskraft benötigt, die das betreut.
Also ich hab meine Aufgabenstellung und mein Gesamtbudget (aus dem auch mein Gehalt bezahlt wird) und muss dann damit das Projekt verwirklichen. Derzeit bin ich noch alleine, aber in Zukunft werden da (hoffentlich... :d ) noch diverse Diplomanden und HiWis beschäftigt.

Zusätzlich mach ich nochn Tutorium um dazu zu verdienen. Das ist recht gechillt, nach der Arbeit ein Stockwerk tiefer und noch mal 1,5 Stunden lang ein bisschen rumrechnen. Gibt aber gut Kohle. Ich hab leider keine Lehraufträge, die Dinger bringen Schotter dass es knallt. Ich hab was von 60+ Euros für 1,5 Stunden gehört...
 
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meinte damit natürlich nicht alle. aber die meisten. ich hab nen kumpel, der is 19, bekommt netto fast das selbe raus wie ich (mit nachtzulagen etc 2400-2500) und hat nicht mal nen hauptschulabschluss.

und wenn ich dieses gelaber höre von "keine 5 min pause wenn das band läuft" krieg ich noch mehr das kotzen. ihr habt mindestens 2x/ schicht pause, reicht das nicht? wenn ich da wieder den KFZ gesellen anzieh: wenn viel los ist in der werkstatt, dann fällt teilweise sogar (die einzige pause) mittag weg. und kurz vor feierabend kommen dann die rentner und wollen nochmal schnell nachgeschaut haben blabla... ähnlich ist es bei mir. zur hochsaison habe ich 15min mittagspause, irgendwann im laufe des tages. manchmal auch nur im auto auf der fahrt zum nächsten kunden.

und band != band. der besagte 19 jährige kumpel arbeitet bei siem*ns. da hat er weder ne bestimmte stückzahl zu erreichen, noch bleibt das "band" stehen.
Wir hatten auch welche ohne Abschluss im Team, klar aber auch die brauchen arbeit.
Wir hatten am Tag 45min Pause und mal eben zwischen den Pausen aufs Klo gehen, war mit viel warten verbunden. Unser Schichtleiter, der bei Pausen eingesprungen ist, war eine Trantüte so dass wir auf meinem Arbeitsplatz (besetzt mit 4 Leuten, 3 arbeiten am Fahrzeug, der letzte legte Wagenheber und Werkzeug ins Fahrzeug) und gegenseitig vertreten haben.
Da wurde dann statt jedes dritte fahrzeug, jedes zweite gemacht, was natürlich mit entsprechender Hektik verbunden war.
Unsere Stückzahl lag damals bei 220 Fahrzeugen Pro Schicht. Ab und zu lagen wir mal drüber, meist haben wir die Stückzahl erreicht und selten lagen wir durch Störungen im Gehänge drunter. Je häufiger im Jahr die Stückzahlen erreicht wurden, desdo höher fielen die Prämien aus und da haben wir natürlich reingehauen.
Als Geselle in der Werkstatt, konnte ich mir auch wenn die Bude voll war, mal 10 minuten nehmen um was zu essen, wenn ich die Pause nicht machen konnte. Als Bandarbeiter hast du deine vorgegebenen Pausenzeiten mehr nicht.
 
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Jepp, mache Master. Übrigens auch E-Tec. ;)

Morgens ab ins Labor und zwischendurch mal ne Vorlesung ist auch richtig. So läuft das, und das ist auch der größte Vorteil - Büro direkt auf'm Campus. Vor allem kann man so seine Hausaufgaben (sowas hat man im Master sehr viel mehr als im Bachelor) auch komplett in die Hochschule auslagern und hat Zuhause halt gar nichts mehr mit Hochschule am Hut. Quasi wie arbeiten. Gehst nach Hause und bist fertig. :d
Nachteil ist halt, dass es letzten Endes auf mehr als eine 40h-Woche hinausläuft.

Ich bin Projektmitarbeiter mit einer befristeten Stelle. D.h. mein Prof (oder eher gesagt, die Firma, wo ich Bachelorpraktikum gemacht hab, daher hab ich auch den Job) hat vom Forschungsministerium Fördermittel an Land gezogen. Und für dieses Projekt wird eine wissenschaftliche Hilfskraft benötigt, die das betreut.
Also ich hab meine Aufgabenstellung und mein Gesamtbudget (aus dem auch mein Gehalt bezahlt wird) und muss dann damit das Projekt verwirklichen. Derzeit bin ich noch alleine, aber in Zukunft werden da (hoffentlich... :d ) noch diverse Diplomanden und HiWis beschäftigt.

Zusätzlich mach ich nochn Tutorium um dazu zu verdienen. Das ist recht gechillt, nach der Arbeit ein Stockwerk tiefer und noch mal 1,5 Stunden lang ein bisschen rumrechnen. Gibt aber gut Kohle. Ich hab leider keine Lehraufträge, die Dinger bringen Schotter dass es knallt. Ich hab was von 60+ Euros für 1,5 Stunden gehört...

Genau dieses "Gehst nach Hause und bist fertig." möchte ich Master auch erreichen mal abgesehen vom Prüfungszeitraum. Dadurch nutzt man die Zeit einfach effektiver als diese zerstreuten Vorlesungen und Laborversuchen Abends dann noch Versuchsvorbereitungen nervt ja im Bachelor ziemlich. Nächstes Semester wird sich ein Platz für die Bachelor-arbeit gesucht, vielleicht bietet der ein andere Prof im Zusammenhang dann ja ein ähnliches Projekt an. Danke für das teilen deiner Erfahrungen. :)
 
Jo, kein Ding. :)

Einfach mal umhören. Kam für mich recht überraschend, das Angebot. Eigentlich wollte ich die Hochschule wechseln. Aber meine Bachelorthesis hatte ich auch schon über einen (anderen) Teilaspekt dieses geförderten Projekts geschrieben und der Prof dachte sich dann halt, dass man optimalerweise denjenigen für die Stelle nimmt, der das Projekt und die Partnerfirma eh schon kennt.

Von den ca 30 Master Studenten bei uns haben inklusive mir mindestens sechs eine Stelle. Und weitere sind als 450-Euro-Jobber an der Hochschule beschäftigt.
 
Kann man sich nachher soviel von einem Master erwarten? Bin immer wieder am überlegen, mir ist es nach einem Bachelor nebenberuflich ehrlich gesagt nicht danach...
 
Dass der gezeigte Bandarbeiter (der Reporter) ungelernter Quereinsteiger ist, verraten wir jetzt lieber nicht. Dass das Gegenbeispiel (der gezeigte Stamm-Mitarbeiter) gelernte Fachkraft mit mehrjähriger Betriebszugehörigkeit ist, spielt natürlich auch keine Rolle. Hauptsache dieser tolle GEZ-finanzierte Sender hat einen schön tendenziösen Beitrag für das BILD-Volk gezeigt.

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Ist halt immer eine Ansichtssache. Der eine meint der Qualifizierte soll und muss mehr verdienen als der "Maurer" am Band, der andere meint eben das die gleiche Arbeit auch die gleiche Entlohnung erfordert.

Ich gebe Dir zu einem gewissen Teil recht, man muss auch mal in Relation sehen was z.B. der "Maurer" draußen verdienen würde, ob er im Winter überhaupt Arbeit hätte. Auf der anderen Seite muss man aber auch echt mal anprangern, dass gerade unsere tollen Autobauer Mrd. über Mrd. Umsätze und Gewinne einfahren sich aber nun mittlerweile selbst aus der Leiharbeit (dank fast gleichen Lohn) in die Werksverträge und Werksverträge mit Leiharbeit stürzen. Bei aller Freundschaft zur Bezahlung nach Wissen, Können und Qualifikation sind Löhne von 1200€ Brutto nicht zu akzeptieren in unserer Autobranche. Da brauchen wir auch nicht mehr böse nach China schauen, erst recht nicht wenn Steuerzahler dann diesen Sklavenlohn per Subvention durch das Amt noch aufstocken müssen. In Krisenzeiten werden alle entlassen, in Hochzeiten werden massiv Sklavenarbeiter benutzt, Sorry, normal ist das nicht mehr.
 
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vor allem was brauch ich groß für vorkenntnisse durch eine Ausbildung wenn ich nur Teile in Folie verpacke?
 
Kann man sich nachher soviel von einem Master erwarten? Bin immer wieder am überlegen, mir ist es nach einem Bachelor nebenberuflich ehrlich gesagt nicht danach...

Keine Ahnung. Aber die 1,5 Jahre kann ich auch noch in meine Bildung investieren. Und vielleicht muss ja irgendwann mal jemand entscheiden, wer der Abteilungsleiter wird - der Typ mit dem Bachelor oder der clancy mit dem Master. ;)
 
Ich habe trotzdem ein Problem damit Arbeit unterschiedlich zu Werten, aber diese Ansicht ist leider so tief in unserer Gesellschaft verankert und durch die aktuelle Entwicklung auch noch weiter verstärkt das Diskussionen diesbezüglich schon fast sinnlos sind. Man sieht ja auch hier wie immer nach unten geschimpft wird, das die doch zu viel verdienen würden, als ob man dann mehr verdienen würde, oder seine Lohnerhöhung mal von "oben" einzufordern. Und gleich gleich ob so ein solches System aktuell unmöglich umzusetzen wäre, hätte ich kein Problem damit wenn jeder das selbe Gehalt bekäme, sobald er einer Arbeit nachginge, wobei ich auch Bildung schon als eine Form der Arbeit ansehe.
 
@Ino

Ja hast recht wäre echt schön.

Aber atm ist es echt so das man sein ganzes Leben eingeredet bekommt wenn man nix lernt verdient man nix.

So dann macht man X Jahre Gymi und Studium nur um dann irgendwelchen Waldorfschülern zu begegnen die seit man selbst in der 9 war mehr verdient haben als man selbst jetzt.

Imo kann nur der verdienen der Kontakte hat und sehr gute Schulleistungen, , Selbstständig ist und geschickte Hände mit den Steuern hat oder irgendwas illegales macht.
Die Handwerker und alle anderen Abiturienten hat man dick vera*scht.



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Kann man sich nachher soviel von einem Master erwarten? Bin immer wieder am überlegen, mir ist es nach einem Bachelor nebenberuflich ehrlich gesagt nicht danach...

master brauchste nur in großen betrieben. willste auf dem land leben wird dir den master sowieso keiner bezahlen. ich bin hier mit bachelor angestellt und würde als master keinen cent mehr sehen. vielmehr müßte ich 50-60km weiter fahren damit überhaupt jemand nen master sucht. willste unbedingt bei audi und konsorten anfangen ist nen master sicherlich sinnvoll.
 
ich bin selbst master of engineering, liest sich auf der visitenkarte im vergleich zu den kollegen sehr gut, aber bei der jobsuche hats wenig geholfen.

edit: ich denke die firmen suchen zur zeit billige arbeitskräfte mit berufserfahrung
 
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edit: ich denke die firmen suchen zur zeit billige arbeitskräfte mit berufserfahrung
Jetzt rate mal, wieso die jetzt den Fachkräftemangel bejammern ;)
Jemand, der sich über Jahre Qualifiziert hat (egal ob Studium oder Ausbildung/Meisterbrief), geht bestimmt nicht für 8,50€/h in seinem gelernten Beruf arbeiten. Ausgebildete Arbeitnehmer, wissen was sie wert sind. Ich hab auch schonmal einen Personaler bei einem Vorstellungsgespräch ausgelacht, als er meinte der Stundenlohn würde bei 7,29€ liegen.
Ich hab ihm dann nur gesagt, wenn er nochmal 7€ die Stunde drauf legt, können wir uns gerne weiterunterhalten.
 
Den Firmen geht es glaube ich kaum darum das sie effektiv an den Arbeitskosten sparen, die Differenz sackt ja die Vermittlerfirma ein. Geht glaube ich eher Dinge wie Kündigungsschutz zu umgehen, die eine Firma richtig teuer kommt wenn sie gezwungen ist irgendwann Personal abzubauen.
 
Den Firmen geht es glaube ich kaum darum das sie effektiv an den Arbeitskosten sparen, die Differenz sackt ja die Vermittlerfirma ein. Geht glaube ich eher Dinge wie Kündigungsschutz zu umgehen, die eine Firma richtig teuer kommt wenn sie gezwungen ist irgendwann Personal abzubauen.

Richtig, und das ist der Grund warum mich die Forderungen der Gewerkschaften so auf die Palme bringen. Das Ganze nutzt der Stammbelegschaft, und fördert gleichzeitig die Tendenz zur Zeitarbeit.
Wenn es so weitergeht wie bisher haben wir bald japanische Verhältnisse. Auf der einen Seite Angestellte, die ihren Arbeitsplatz auf Lebenszeit sicher haben und tief im Unternehmen verwurzelt sind und mit dem quasi verheiratet - und dabei sehr sehr sehr gut verdienen. Und auf der anderen Seite Arbeitskräfte die quasi zwischen den Firmen wechseln wie gerade Arbeit da ist. Die finanzieren die Sicherheit der Stammbelegschaft.

Wenn ich mich in meinem Umfeld umsehe, zeigt sich auch warum Konzerne niemals auf Zeitarbeiter/Dienstleister verzichten werden können. Da kommt man bald schon zu Siemens-Zuständen

7,29€? :fresse: Da bekommt man hier als ungelernte Hilfskraft ja deutlich mehr. :d

Und ich hab mich als Student mit 8,50€/h schon schlecht bezahlt gefühlt...
 
Zuletzt bearbeitet:
So ich klink mich hier auch mal ein ^^ Also ich arbeite in der Gaming-Branche. Übrig nach Steuern bleiben ca. 1450 Euro :-) Nach Abzug des Studienkredits, Wohnung, Auto, Handy, DSL und Benzin bleiben mir jeden Monat ca. 300 Euronen :-( Natürlich fehlt jetzt noch das Essen, Zigis und Kleidung und sparen ist da auch nicht viel möglich. Btw, werde dieses Jahr 33.

K.A. was ich falsch gemacht habe und noch mehr schockiert darüber wie viele Menschen mit sehr niedrigem Lohn auskommen müssen. Frag mich ehrlich wie es jemand aus der Mittelschicht heute noch schaffen soll sich einen Eigentumswohnung / gar ein kleines Haus zu finanzieren...
 
Lässt sich einfach erklären wie man mit 1400€ auskommt, auch mit zwei Personen.
Keine allzu teure Wohnung, kein Auto, daher auch keine Benzinkosten, achja da ich nicht Studiert habe, brauch ich auch keinen Kredit zurückzahlen.
Handyvertrag hab ich auch nicht, ich habe Prepaid mit 200MB Traffic, 200 Freiminuten und SMS für 9,90€/mon.
Wäre ich Single, bzw. hätte meine Frau noch Chancen in ihrem gelernten Beruf angestellt zu werden, hätten wir auch einen PKW aber brauchen tun wir ihn nicht zwingend.
 
K.A. was ich falsch gemacht habe und noch mehr schockiert darüber wie viele Menschen mit sehr niedrigem Lohn auskommen müssen. Frag mich ehrlich wie es jemand aus der Mittelschicht heute noch schaffen soll sich einen Eigentumswohnung / gar ein kleines Haus zu finanzieren...

Haushalten. Ich habe Kollegen die kommen mit >2000€ netto nicht hin. Und die haben weder Familie noch Freundin...die verschwenden einfach.
Bei mir gehen allein 30% meines Nettolohns auf Auto+Folgekosten+Sprit drauf. Allerdings ist das mein Luxus, der nicht 100%ig sein müsste.

Das mit der Eigentumswohnung ist so ne Sache: sobald du die Anzahlung zusammen hast kannst du in der wohnung wohnen und sparst dir gleichzeitig die Miete
 
Das mit der Eigentumswohnung ist so ne Sache: sobald du die Anzahlung zusammen hast kannst du in der wohnung wohnen und sparst dir gleichzeitig die Miete

So einfach kann man es sich aber nicht rechnen...
Die monatliche Belastung (Tilgung/Zinsen/Hausgeld/usw) ist höher als eine Miete

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