Seite 2: Zurück zu den Wurzeln: Super Mario Party

Obwohl „Super Mario Party“ schon im Oktober und damit noch vor dem beliebten Prügelspiel erscheinen wird, gab es in der Deutschland-Zentrale von Nintendo in Frankfurt noch keine spielbare Demo. Vielmehr zeigte man in einer rund halbstündigen Präsentation weitere Spielinhalte und vor allem eine Auswahl an Mini-Spielen, von denen es im Hauptspiel über 80 Stück geben wird. 

Anders als im Trailer wurde jedoch in Zweier-Teams gespielt und das auf einer nicht linearen Karte, auf der sich alle Spieler frei auf der Welt bewegen können, wobei das Spielfeld natürlich weiterhin in einzelne Felder unterteilt ist. Jedes Teammitglied würfelt eigenständig entweder mit dem regulären Würfel, oder aber mit dem Charakter-eigenen, der eine andere Augenzahl bereithält, dem Spieler aber auch wertvolle Münzen geben und nehmen kann. Im Falle von Bowser kann nämlich auch ein „-3 Münzen“ oder die Zahl „0“ gewürfelt werden. Am Ende werden die Augenzahlen beider Spielerwürfel zusammenaddiert, wonach sich die beiden Teammitglieder über die Karte bewegen dürfen. 

Sie müssen jedoch eigene Wege einschlagen. Interessant: Wird auf dem Weg ein gegnerischer Spieler übersprungen, dann werden diesem Münzen geklaut, landet man direkt auf ihm, dann winkt eine viel größere Anzahl an Münzen. 

Zahlreiche Mini-Spiele erhöhen den Spaßfaktor

Wie im Hauptspiel gibt es Ereignisfelder, die dem Spieler zusätzliche Münzen geben oder ein eigenes Minispiel spielen lassen. Ziel ist es natürlich direkt auf Toad zu treffen, um ihm einen Stern abzukaufen, denn welches Team am Ende mehr Sterne gesammelt hat, gewinnt das Spiel. Am Ende einer jeden Runde wird ein Mini-Spiel gespielt, von denen es mehr als 80 Stück in „Super Mario Party“ geben wird. Sie wird man zu Übungszwecken und für das Aufstellen neuer Rekorde auch einzeln spielen können.

Während der Präsentation zeigte Nintendo eine kleine, aber feine Auswahl, die durchaus einen Spaß-Faktor hatte und die anwesenden Journalisten und Spieler immer wieder zum Lachen brachte. In einem Minispiel musste mit einer Greifzange wie bei einem Spielautomat, bei dem sich Kuscheltiere aufsammeln lassen, das Gesicht von Mario nachbauen lassen: Augen, Mund, Nase und Bart mussten möglichst genau an die originale Stelle gelegt werden. Der eine Spieler kümmert sich dabei um die X-Achse, während das zweite Teammitglied für die Z-Achse verantwortlich ist. Das Team, das am Ende dem Original am nächsten ist, gewinnt. In einem anderen Minispiel musste auf einem kleinen Bike kräftig in die Pedale getreten werden – natürlich im richtigen Rhythmus und trotzdem in schneller Geschwindigkeit über die integrierte Bewegungssteuerung der Joy-Con-Controller der Nintendo Switch. 

In „Tall Order“ hatte jedes Team zwei eigene Behälter voll mit Eis, das aufeinandergestapelt werden muss, während die Wolke, auf der sich beiden Charaktere befinden, stetig steigt und sich dabei nach links und rechts bewegt. Das Team, das am Ende den höheren Eis-Turm gebaut hat, hat gewonnen. Ebenfalls sehr spaßig ist „Slaparazzi“. Hier knipst die Nintendo-Schildkröte von verschiedenen Orten aus ein Gruppenbild aller Charaktere. Derjenige, der die meiste Fläche des geschossenen Fotos einnimmt, hat gewonnen. Natürlich darf man sich dabei mit Fäusten verteidigen und so Platz für sich verschaffen. 

In „Sizzling Stakes“ muss ein Steak in der Pfanne durch Drehen und Wenden gegrillt werden – auch hier natürlich über die Bewegungssteuerung der Joy-Con. Liegt das Fleisch zu lange auf einer Seite, dann verbrennt es. Netter Nebeneffekt: Je nach Belieben muss ein Steak „well done“, „medium rare“ oder „rare“ gebraten werden, was vorher über die Einstellungen festgelegt werden kann. Nintendo beweist hier abermals Liebe zum Detail. 

Viele verschiedene Spielmodi

„Super Mario Party“ wird sich aber nicht vor dem heimischen Fernseher oder über den integrierten Bildschirm der Konsole spielen lassen, sondern auch über zwei Konsolen im Tablet-Modus. Dann muss man abwechselnd die passenden Bananenstücke, welche auf den beiden Bildschirmen der Nintendo Switch angezeigt werden, finden und die beiden Konsolen entsprechend ausrichten. Liegt man richtig oder das Zeitfenster ist abgelaufen, ist der nächste Spieler an der Reihe. 

In einem anderen Spielmodus kämpfen zwei oder vier Spieler mit kleinen Panzern gegeneinander. Jedes Team startet auf einer Konsole, wobei der Durchgang vorher durch Anlegen der beiden Konsolen festgesetzt wurde. Nur über ihn, können die Spieler in das feindliche Gebiet vorrücken. Wer nach drei Minuten die meisten Abschüsse geschafft hat, hat das Mini-Spiel gewonnen. Nachteil des Dual-Tablet-Modus oder wie ihn Nintendo später auch immer nennen wird: Das Spiel muss in beiden Konsolen stecken, sprich es müssen zwei Kopien von „Super Mario Party“ gekauft werden. Natürlich wird man auch einen Onlinemodus über das im September kostenpflichtig werdende Nintendo Switch Online anbieten. Nähere Details hierzu wollte Nintendo zum aktuellen Zeitpunkt auch auf Nachfrage hin jedoch nicht verraten. 

„Super Mario Party“ erscheint am 5. Oktober 2018 – natürlich exklusiv für die Nintendo Switch.