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Microsoft hat einen bedeutsamen Meilenstein bekannt gegeben: Windows 11 hat die Marke von einer Milliarde aktiven Benutzern überschritten. CEO Satya Nadella teilte diese Nachricht am vergangenen Mittwoch nach US-Börsenschluss während der Veröffentlichung der neusten Quartalszahlen mit.
Demnach zählte das Betriebssystem Ende 2025 weltweit über eine Milliarde Nutzer und verzeichnete ein Wachstum von über 45 % im Jahresvergleich. Die Ankündigung kommt vor dem Hintergrund starker Finanzresultate: Microsoft erzielte im letzten Jahresviertel einen Gesamtumsatz von 81,3 Milliarden US-Dollar mit einem Plus von 17 %, während der Nettogewinn um 60 % auf 38,5 Milliarden US-Dollar kletterte. Trotzdem straften Anleger die Aktie in den vergangenen Stunden ab, das Papier verlor zeitweise zweistellig.
Besonders beeindruckend ist die Geschwindigkeit, mit der Windows 11 diesen Meilenstein erreicht hat. Das System benötigte 1.576 Tage, um eine Milliarde Nutzer zu knacken – das sind etwa vier Jahre und drei Monate. Der Vorgänger Windows 10 benötigte dagegen 1.706 Tage, um dieselbe Marke zu erreichen, was einer Zeitspanne von vier Jahren und acht Monaten entspricht – berechnet vom Launch im Juli 2015 bis zur Bestätigung der Milliarden-Nutzerzahl im März 2020.
Windows 11 hat sich somit schneller verbreitet als sein Vorgänger, obwohl es zu Beginn mit restriktiveren Hardware-Anforderungen konfrontiert war. Windows 10 konnte auf ein kostenloses Upgrade von Windows 7 und Windows 8 setzen, während Windows 11 die Pflicht für TPM 2.0 und neuere Prozessoren einführte. Trotzdem war das Wachstum schneller.
Der beschleunigte Wechsel zu Windows 11 lässt sich vorwiegend auf einen Faktor zurückführen: Das Supportende für Windows 10 im Oktober 2025 war ein entscheidender Treiber für die Migration, wenngleich es noch rund ein Jahr erweiterte Sicherheitsupdates geben wird. Allerdings zeigen aktuelle Marktanalysen, dass Windows 10 noch immer auf etwa 40 bis 45 % der Windows-PCs weltweit läuft, während Windows 11 50 bis 55 % erreicht hat. Schätzungen zufolge sind noch rund eine Milliarde Windows-10-PCs in Betrieb, von denen ein Teil die technischen Anforderungen für ein Upgrade nicht erfüllt.
Auf Ebene der Geschäftsbilanz fiel das Umsatzwachstum im Windows-Segment deutlich moderater aus, als die Nutzergewinne vermuten lassen. Das PC-Segment, zu dem Windows, Surface und Gaming gehören, verzeichnete im zweiten Quartal einen Umsatz von 14,3 Milliarden US-Dollar – ein Rückgang von 3 %. Windows OEM und Devices zeigten ein Plus von immerhin 1 %. Im Kontrast dazu steht die Microsoft-Cloud, die mit 51,5 Milliarden US-Dollar Umsatz erstmals die 50-Milliarden-Marke überschritt und um 26 % wuchs. Azure legte um 39 % zu, während das Segment Productivity and Business Processes um 16 % auf 34,1 Milliarden US-Dollar anwuchs.



