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macOS Big Sur sieht iOS sehr ähnlich und macht doch vieles anders

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macos-bigsurNicht nur bei der Hardware der Macs strebt Apple einen Paradigmenwechsel an – auch die Software wird optisch grundlegend überarbeitet. Zunächst einmal hat man den Namen der nächsten macOS-Generation enthüllt. Die erste Version von macOS 11 wird den Namenszusatz Big Sur erhalten. Man bleibt der Namensgebung in Form kalifornischer Sehenswürdigkeiten also treu.

Die wohl auffälligste Änderung ist das neue Design. macOS nähert sich hinsichtlich der Optik dem iOS bzw. iPadOS an. Es soll einem bekannt vorkommen, gleichzeitig jedoch neu sein. Kontrollelemente sollen nur dann angezeigt werden, wenn sie auch wirklich benötigt werden. Auffällig sind vor allem die vielen Rundungen an den Fenstern und Icons.

macOS Big Sur wird zudem das von iOS und iPadOS bekannte Kontrollzentrum erhalten. Außerdem wird eine Reihe der Systemapps überarbeitet – teilweise können diese fast 1:1 von der mobilen Plattform übernommen werden. Hier hilft Apple die eigene Catalyst-Schnittstelle, die genau zu diesem Zweck entworfen wurde.

macOS Big Sur wird auf einigen Macs ab dem Modelljahr 2013 laufen. Dies gilt für das MacBook Air und MacBook Pro. Die MacBooks werden ab 2015 unterstützt, beim Mac mini ist es das Modelljahr 2014 – genau wie beim iMac. Wer einen iMac Pro hat, wird ebenfalls aktualisieren können und beim Mac Pro geht Apple zurück bis zum Modell von 2013.

Das kostenlose Update des Desktop-Betriebssystems wird vermutlich ab Herbst ausgeliefert. Apple ist hier anders als beim iPhone und iOS nicht derart eng an eine neue Hardware-Generation gebunden. Eine Beta für Entwickler gibt es ab kommender Woche.

macOS 11 wird in der ersten Version das erste macOS sein, welches die neuen ARM-Macs unterstützen wird. Eine entsprechende Version lief in den Demos des Apple Silicon bereits.

Apple Privacy

Im Rahmen der Betriebssystemupdates ging Apple noch einmal auf die eigenen Vorstellungen hinsichtlich der Privatsphäre der eigenen Nutzer ein. Man arbeite daran, extern zu verarbeitende Daten möglichst zu minimieren, Daten auf dem Gerät zu behalten und sieht die Transparenz der anfallenden Daten als Schlüssel für das Vertrauen der Nutzer. Die Privatsphäre spielt für Apple in allen Bereichen eine Rolle – in der Hard- und Software, aber auch in den Services, die man anbietet.

Sign-In mit Apple wird bereits mit 200 Millionen Accounts verwendet. Neu ist die Funktion, einen bestehenden Account in Sign-In mit Apple zu überführen. Damit will man noch mehr Nutzer dazu bringen, die eigenen Daten nicht breit bei vielen Anbietern zu streuen.

In der Nutzung der Software sollen einzelne Funktionen das Vertrauen aufbauen. iOS 14 bekommt beispielsweise eine Anzeige, wenn das Mikrofon verwendet wird. Ein kleiner orangener Punkt in der Statusleiste informiert über die Verwendung.

HomeKit ist laut eigenen Angaben bereits gut abgesichert, dies macht es externen Anbietern aber nicht immer einfach, die HomeKit-API anzusprechen – trotz aller Versuche von Apple. Daher arbeitet Apple in diesem Bereich nun mit Amazon und Google zusammen. SmartHome-Hardware beider Unternehmen und noch vieler mehr sollen nun schnell und einfach mit HomeKit zusammenarbeiten. Kameras mit HomeKit-Unterstützung bekommen Funktionen wie Aktivitätszonen und Gesichtserkennung. Die Analyse dieser Daten findet ausschließlich auf den Apple-Endgeräten statt. Es werden also keinerlei sensible Daten übertragen.

Der AppleTV übernimmt einige der wichtigen neuen Funktionen der HomeKit-Erweiterung. Über den AppleTV können auch die Kamera-Feeds betrachtet werden. Ein Bild-in-Bild wird eingeblendet, wenn eine Aktivitätszone betreten wird.

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