1. Hardwareluxx
  2. >
  3. News
  4. >
  5. Software
  6. >
  7. Anwendungen
  8. >
  9. Google und Apple bieten gemeinsames System für Contact-Tracing-Apps (Update)

Google und Apple bieten gemeinsames System für Contact-Tracing-Apps (Update)

Veröffentlicht am: von

apple-googleZwei große Technogiekonzerne tun sich zusammen: Sowohl Google als auch Apple wollen ein System basierend auf Bluetooth in ihr System (Android und iOS) einbauen, welches die Funktionsweise von Contact-Tracing-Apps begünstigen soll. Die darauf basierenden Apps sollen staatliche Organisationen, Forschungsinstitute und und NGOs in ihrer Arbeit unterstützen.

Ab Mai sollen APIs für die genannten Betriebssysteme zur Verfügung stehen. Es wird aber auch Operating System-Level Technology eingebaut, um die Funktionsweise zu unterstützen. Die APIs sollen eine gewisse Interoperabilität zwischen den verschiedenen Plattformen ermöglichen. Dies soll es den Entwicklern einfacher machen, ihre Apps ohne größere Anpassungen auf Android und iOS anzubieten. Die entsprechenden Contact-Tracing-Apps müssen heruntergeladen und installiert werden, was die Verbreitung sicherlich etwas einschränken wird.

Zudem wollen Apple und Google solche eine Systematik grundsätzlich in ihre Betriebssysteme einbauen – vermutlich auch um erstere und zukünftige Lösungen schneller anzubieten. Vor allem aber wird ein in das System integriertes Contact Tracing verstärkter genutzt, als dies über eine Drittanbieter-App der Fall ist. Dies wird jedoch etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen. Eine erste Lösung für Mai wird etwas einfacher gehalten werden.

"Apple and Google will work to enable a broader Bluetooth-based contact tracing platform by building this functionality into the underlying platforms. This is a more robust solution than an API and would allow more individuals to participate, if they choose to opt in, as well as enable interaction with a broader ecosystem of apps and government health authorities. Privacy, transparency, and consent are of utmost importance in this effort, and we look forward to building this functionality in consultation with interested stakeholders."

Sowohl Apple wie auch Google sprechen von einem Opt-In-System, an dem der Nutzer freiwillig teilnimmt. Zudem spricht Apple von einer hohen Sicherheit der eigenen Daten. Durch die Veröffentlichung der Bluetooth- (PDF) und Kryptografie-Spezifikationen (PDF) für das Contact Tracing wollen Google und Apple die Sicherheit der Daten sicherstellen und belegen.

Der Chaos Computer Club legte mit der aufkommenden Diskussion rund um die Contect-Tracing-Apps zehn Eckpunkte fest, die eingehalten werden sollten. Darin werden auch einige kryptografische Verfahren bzw. Anonymisierungsverfahren festgelegt, die eingehalten werden sollten, damit ein Tracking der Personen durch Dritte nicht möglich ist.

Apples Bluetooth-Schnittstelle startet nächste Woche

Offenbar ist Apple dem eigenen Zeitplan etwas voraus und will die Bluetooth-Schnittstelle für Contact-Tracing-Apps bereits ab der kommenden Woche zur Verfügung stellen. iOS 13.4.5 befindet sich aktuell in der Beta-Phase und dürfte damit in der kommenden Woche erscheinen.

Welche Apps dann auf diese Schnittstelle zurückgreifen, bleibt offen. Apple will im Genehmigungsprozess mit den jeweilig zuständigen Gesundheitsbehörden zusammenarbeiten. In Deutschland dürfte dies das Robert-Koch-Institut zusammen mit dem Heinrich-Hertz-Institut sein. Diese arbeiten an einer Umsetzung auf Basis des PEPP-PT-Konzeptes.

Social Links

Das könnte Sie auch interessieren:

  • Sapphire TriXX​ – viele Funktionen mit guter Übersicht

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/SAPPHIRE-TRIXX

    Advertorial / Anzeige: Mittels diverser unterschiedlicher Software können die technischen Daten und Betriebsparameter einer Grafikkarte überwacht werden. Nahezu jeder Hersteller schnürt dazu sein eigenes Softwarepaket. Hinzu kommen die Funktionen, die über die Treiber zur Verfügung gestellt... [mehr]

  • Totgeglaubte leben länger: Instant-Messaging-Dienst ICQ ist wieder da

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/ICQ

    Lange vor dem großen Siegeszug von Messenger-Diensten wie WhatsApp, Telegram oder Signal gab es bereits in den späten 90er Jahren mit ICQ einen Instant-Messaging-Dienst, der sich großer Beliebtheit erfreute. Mit ICQ konnte man neben Textnachrichten auch Bilder oder andere Dateien an seine... [mehr]

  • Mehr als 32 Kerne im Nachteil: VMWare verändert Lizenzmodell

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/VMWARE

    VMWare hat sein Lizenzmodell umgestellt, bzw. im Detail derart geändert, dass Prozessoren mit mehr als 32 Kernen ab sofort zwei Lizenzen benötigen. Grundsätzlich muss man zunächst einmal auf die unterschiedlichen Lizenzmodelle in diesem Bereich eingehen. Diese sehen entweder eine Lizenz pro... [mehr]

  • NVIDIA FrameView bietet eine volle FPS- und Verbrauchs-Analyse

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/NVIDIA-FRAMEVIEW

    Zusammen mit den ersten beiden Super-Modellen stellte NVIDIA mit FrameView ein neues Tool zur Analyse der FPS vor. Basis von FrameView ist PresentMon. NVIDIA hat die Software nun in die Beta entlassen und damit kann sich jeder die Beta 0.9.4124.26691055 herunterladen und eigene Analysen... [mehr]

  • Marbles RTX: NVIDIA zeigt beeindruckende RTX-Demo

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/MARBLES-RTX

    Zusammen mit der Ampere-Mikroarchitektur präsentierte NVIDIA auf der GPU Technology Conference eine beeindruckende Grafikdemo, welche die Möglichkeiten der Technik unter Beweis stellen soll. Allerdings bezieht man sich dabei eher auf die aktuelle Turing-Architektur als auf Ampere, denn... [mehr]

  • Kritische Sicherheitslücke im VLC media player (Update)

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/VLC

    Der VLC media player ist eine weit verbreitete Mediaplayer-Software. Entsprechend viele Nutzer könnten prinzipiell von einer kritischen Sicherheitslücke betroffen sein, vor der jetzt sowohl NVD als auch CERT-Bund warnen. CERT-Bund befasst sich als Computer Emergency Response Team der... [mehr]