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Intel investiert 1 Milliarde um Produktionskapazität des 14-nm-Prozesses zu erhöhen

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intel-cpuBeim Blick auf die Verfügbarkeit von aktuellen Intel-Prozessoren zeigte sich in der Vergangenheit immer wieder, dass der Chipriese anscheinend nicht genügend CPUs herstellen kann. Die Regale der Händler waren immer wieder leer und auch Meldungen über zu geringe Produktionskapazitäten des aktuell genutzten 14-nm-Prozesses gingen durch die Presse. Zuletzt kam sogar die Meldung auf, dass Intel einen Teil seiner Chipsätze aus dem 14-nm-Prozess von TSMC fertigen lassen möchte, um weitere Produktionskapazitäten für Prozessoren zur Verfügung zu haben.

Wie Intel nun meldet, möchte man die Produktionskapazität deutlich erhöhen. Hierzu plant man die Investition von 1 Milliarde US-Dollar. Die Investition soll in Halbleiterwerken weltweit eingesetzt werden. Hauptsächlich werde das Geld jedoch für die Produktion von Prozessoren der Core-i- und Xeon-Baureihe aus dem 14-nm-Prozess genutzt. Es sollen weitere Maschinen gekauft werden, sodass pro Tag mehr Wafer belichtet werden können. Zudem möchte man an der Ausbeute schrauben, sodass mehr nutzbare Chips pro Wafer gewonnen werden können.

Um weitere Produktionskapazitäten frei zu machen, soll zudem ein neuer Chipsatz mit der Bezeichnung H310C geplant sein. Dieser wird die identischen Funktionen wie der bereits bekannte H310 bieten, jedoch nicht im 14-, sondern im 22-nm-Prozess entstehen. Ob nach einem erfolgreichen Test noch weitere Modelle wieder auf eine höhere Strukturbreite umgestellt werden, lässt das Unternehmen aktuell offen.  

In Zukunft erhofft sich Intel durch diese Maßnahmen eine Entspannung der Produktion. Zusätzlich soll dies auch mit dem Start von Ice Lake im kommenden Jahr möglich sein. Die Prozessoren werden im 10-nm-Verfahren produziert, womit gleichzeitig beim 14-nm-Prozess neue Kapazitäten frei werden. Jedoch muss auch diese Strukturbreite erstmal entsprechend anlaufen.

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Kommentare (78)

#69
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Kapitänleutnant
Beiträge: 1777
@croni-x: wenn wären die ja nichtmal dem shrink geschuldet sondern eher dem redesign. darum auch der zusatz von wegen hoffentlich ohne ipc-einbußen. der shrink selbst bewirkt bei weitem nicht das, was die meisten hier zu erwarten scheinen. selbst von sandy auf ivy ist ein nicht unerheblicher teil der mehrleistung von gerade einmal ~5% modifikationen wie einem schärferen turbo geschuldet und nicht dem shrink und auch das taktpotential ist etwa gleich geblieben. der "sprung" von sandy auf ivy war nicht größer als von zen auf zen+. das kann man von einem shirnk mit kleinen verbesserungen erwarten. alles darüber hinaus müssen architekturverbesserungen mit sich bringen. darum ist das ganze theater hier von wegen "intel geht unter" völliger unfug. ein kleines detail bei dem intel nen nachteil hat, und auch dann nur wenn der 7nm-prozess von anfang an gut wird und mit dem bereits voll ausgereiften 14nm-prozess mithalten kann.
#70
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Beiträge: 192
Ich möchte mal darauf hinweisen, dass ihr euch über den Ryzen und seine Fertigung wirklich informiert!
Alles was du so erzählst Luebke ist ja schön und gut für Intel, hat aber mit AMD und Ryzen sehr sehr wenig bis gar nichts zu tun!

Ryzen 1 wurde im lizensierten 14nm LPP Verfahren von Samsung bei Glofo produziert, also ein Prozess der ausschließlich für Handy SoCs entwickelt wurde und niemals auf Takt getrimmt wurde oder war.
Der weiterentwickelte Glofo 12 LP Prozess war dann auf Takt getrimmt, aber die Produktion lief mit den alten Masken, weil man keine großen Kosten verursachen wollte, also Packdichte und Transistoren, wurden beim Wechsel von 14nm LPP auf 12nm LP nich angerührt, d.h. der Prozess wurde nichtmal ansatzweise ausgereizt.
Jetzt beim 7nm Wechsel bei TSMC, wird der ganze Prozess auf einen 7nm HP (high performance) Prozess portiert (anderer Prozess als der 7nm für Apple SoCs) und Ryzen als CPU Design wird das erstemal mit einem high performce Prozess masgeschneidert für solch eine CPU produziert, also ohne irgendwelche Kompromisse.
Insoweit sind Boost Taktraten bis 5 GHZ oder mehr, durchaus mehr als realistisch!
#71
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Beiträge: 348
Zitat
also Packdichte und Transistoren, wurden beim Wechsel von 14nm LPP auf 12nm LP nich angerührt

Nicht ganz, die Masken für die Transistoren wurden schon geändert, aber die Position der Transistoren wurde nicht geändert, weil die Metallebene gleich blieb.
Die Transistoren sidn also 12LP statt 14LPP, aber die Verdrahtungen sind weiterhin 14LPP.
#72
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Wien
Kapitän zur See
Beiträge: 3761
AMD hat doch 5 Generationen von RyZen angekündigt, das heißt es steht nicht fest wieviel so noch rausholen können vorallem beim Takt? Außerdem spielen ab 12Kernen irgendwann eher die Abwärme eine Rolle als 4,7 oder 5Ghz, Intel kommt ja auch mit immer mehr Kernen
#73
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Beiträge: 348
Zitat
AMD hat doch 5 Generationen von RyZen angekündigt

5 Generationen von Zen, nicht vorn Ryzen!
#74
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Bootsmann
Beiträge: 646
Zitat DTX xxx;26556305
AMD hat Glück, dass Intel immer wieder kleine Fehler macht und mit der 10nm Fertigung sich einen groben Patzer erlaubt hat. Nur deswegen ist AMD dran, aber ganz sicher nicht auf Augenhöhe. Allerdings ist die aktuelle Leistung hervorragend und müsste ich jetzt kaufen, würde es ein 2600 werden mit OC. Dazu eine GTX 1060. Meine Ansprüche sind so definiert, dass für mich diese Kombination mindestens 5 Jahre reichen wird.
Nichts desto trotz ist Intel ein so schwerer Konzern, an dessen Marktmacht kaum zu rütteln ist. Der gute Ryzen alleine hätte AMD trotzdem nicht in diese Position gebracht, wenn Intel nicht diesen dummen Patzer mit der 10nm Fertigung gemacht hätte. Wäre die 10nm schon 2017 gekommen, hätten wir jetzt schon einen 8700 in 10nm und AMD wäre viel deutlicher hinter Intel.
Doch dieser Patzer mit der 10nm Fertigung und gleichzeitig das üble Management mit der überbelasteten 14nm Fertigung hat AMD in eine Position gebracht, dass AMD erstmals die Möglichkeit bringt, mit der 7nm sich sogar leicht vor Intel zu schieben. Jetzt darf aber nichts passieren bei AMD, denn sonst ist diese Möglichkeit von jetzt auf gleich futsch.
Wenn alles gut läuft, wird AMD 2019 gut zulegen können bei den Marktanteilen und dann gilt es, diese zu halten.


Haswell in 22 nm ist nicht sehr viel langsamer oder ineffizienter als Skylake und wenn die Gerüchte stimmen mit Zen 2, wäre es sogar für Intel eine starke Konkurrenz auch wenn sie in 10 nm angekommen sind. die ipc von zen 2 soll ja um 15% zulegen, bei gleichen Takt.
#75
Registriert seit: 14.03.2017

Stabsgefreiter
Beiträge: 317
Bei Intel bahnt sich wieder was an. Die wollen die Manufactoring Group in drei neue Segmente aufteilen, mit 3 neuen Managern. Da dies gerade in der Zeit der problembehafteten 10nm Fertigung fällt könnte der Übergang zu neuen Schwierigkeiten führen. Intel hat bis jetzt ja nur einen Interims CEO, nachdem der alte zurückgetreten ist.

Intel to Split Manufacturing Group into Three Segments

Intel shakes up manufacturing group amid production delays | OregonLive.com
#76
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Beiträge: 348
Bereitet man sich da schon auf die Abstoßung der Fabs vor?
#77
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Beiträge: 317
@Gamerkind

Das werden die bestimmt nicht machen. Aber sollte die Umstrukturierung bei Intel genau so gut laufen wie die 10nm Fertigung dann können wir uns noch auf einige lustige Diskussionen gefasst machen. Das schlimmste ist ja, wie im Artikel zu lesen, das man noch nicht einmal sagen kann wie die Gruppen zusammenarbeiten werden. Und das alles im 10 nm Desaster.
#78
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Registriert seit: 29.08.2018

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Beiträge: 348
Zitat
Das werden die bestimmt nicht machen.

Ja, noch nicht.

In den nächsten 3-5 Jahren rechne ich aber damit.
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