> > > > Xilinx ACAP kommt in 7 nm und mit 50 Milliarden Transistoren

Xilinx ACAP kommt in 7 nm und mit 50 Milliarden Transistoren

Veröffentlicht am: von

xilinxIn Rechenzentren immer wichtiger werden spezielle Beschleuniger, die anders als Prozessoren auf bestimmte Anwendungsbereiche ausgelegt sind und hier neue Leistungsdimensionen ermöglicht haben. Kaum ein Supercomputer kommt noch ohne aus und unter anderem erreicht NVIDIA im Datacenter-Segment die höchsten Wachstumszahlen. Im Netzwerkbereich adressiert Intel dies mit den Stratix-10-FPGAs, Google fertigt seine eigenen Beschleuniger und als General-Purpose-Beschleuniger haben sich GPUs bereits etabliert. Unter anderem sorgt der hohe Bedarf an HBM2 für diese Beschleuniger (bis zu 48 GB) für eine enge Liefersituation am Markt für den schnellen Speicher.

Xilinx hat nun nach eigenen Angaben fast eine Milliarde US-Dollar investiert, um die nächste Generation an Beschleunigern entwickeln zu können. Mit den nun als Adaptive Compute Acceleration Platform (ACAP) bezeichneten Prozessoren, die über einen größeren Funktionsumfang als herkömmliche FPGAs verfügen sollen, will Xilinx für zukünftige Anforderungen im Machine Learning und der Datenanalyse gerüstet sein.

Die unter dem Codenamen Everest entwickelten Prozessoren sollen in 7 nm gefertigt werden. Mit dem Tape Out rechnet der Hersteller noch in diesem Jahr. Um die Komplexität vor Augen zu haben: Der Chip soll über 50 Milliarden Transistoren verfügen – der GV100 von NVIDIA auf der Titan V und Tesla V100 kommt auf 21,1 Milliarden Transistoren. Geht es nach Xilinx, soll diese Generation um den Faktor 20 schneller sein als die aktuelle Generation in Form des Virtex VU9P.

Konkrete Details wie der Chip aussehen wird, gibt es noch nicht. Es handelt sich aber wohl um ein Multi-Chip-Module (MCM) aus mehreren Komponenten. Dazu gehören allgemeine Rechenkerne, aber auch Fixed-Function-Hardware und HBM2. Zählt Xilinx dies alles mit, erklärt dies auch die Hohe Anzahl an Transistoren. Bei den 21,1 Milliarden Transistoren für die GV100-GPU von NVIDIA wird der Speicher beispielsweise nicht mitgezählt.

Das Design soll je nach Anwendungsbereich flexibel sein. Dies betrifft die Rechenleistung, aber auch die Ausstattung mit Speicher. Ist dieser, bzw. dessen Speicherbandbreite weniger wichtig, kann auch DDR4 verwendet werden. Im MCM verwendet Xilinx einen Cache Coherent Interconnect mit einer nicht näher bezifferten Bandbreite.

Mit den finalen Produkten ist erst 2019 zu rechnen. Ab dann soll die Fertigung in 7 nm auch bei den großen Auftragsfertigern soweit sein. AMD plant ebenfalls für Ende des Jahres den Tape Out seiner Zen-2-Prozessoren sowie der Vega-GPU im 7-nm-Prozess.

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 5

Tags

Kommentare (0)

Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Intel kämpft mit schwerer Sicherheitslücke (Update: Intel veröffentlicht...

Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL

Vor, während und zwischen den Feiertagen herrschte ein wildes Treiben in der Linux-Community. Zunächst war nicht ganz klar, was hier genau vor sich geht, inzwischen aber scheinen die Auswirkungen deutlich zu werden: Intel hat nach einer Lücke in der Management Unit eines jeden... [mehr]

Coffee Lake: Intel Core i7-8700K, i5-8600K und i5-8400 im Test

Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL8GEN

Der sechste und letzte (?) CPU-Launch in diesem Jahr kommt von Intel: Mit den unter dem Codenamen Coffee Lake zusammengefassten Core-i7- und i5-Modellen kommen bei Intel erstmals Sechskern-Prozessoren in den Mainstream-Markt. Bedanken darf man sich aber wohl nicht bei Intel, sondern bei der... [mehr]

Coffee Lake: Overclocking-Check

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2016/KABYLAKE

Nach dem ausführlichen Overclocking-Check für Skylake-Prozessoren sowie dem Overclocking-Check für Kaby Lake-Prozessoren ist es nach Veröffentlichung der neuen Generation mit Codenamen Coffee-Lake erneut Zeit für einen Overclocking-Check. Wir werfen einen Blick auf die Übertaktbarkeit... [mehr]

Intel Core i5-8250U und i7-8550U im Test: Mal ein kleiner, mal ein großer...

Logo von IMAGES/STORIES/2017/MEDION_P7649_KABY_LAKE_REFRESH

Im Gleichschritt marschierten Intels Desktop- und Mobil-Prozessoren schon länger nicht mehr. Ein so gravierender Unterschied wie derzeit ist aber völlig neu - und für den Verbraucher einmal mehr irritierend. Denn mit der 8. Core-Generation spendiert Intel beiden Plattformen eine eigene... [mehr]

Gelungener Feinschliff: AMD Ryzen 7 2700X und Ryzen 5 2600X im Test

Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD_RYZEN_7_2700X

Rund ein Jahr nach dem Start der Ryzen-Prozessoren legt AMD nach und bringt die zweite Generation in den Handel. Die soll schneller und effizienter arbeiten und den Druck auf Intel weiter erhöhen. Allerdings lautet die Devise Evolution statt Revolution, statt gravierender Änderungen gibt es vor... [mehr]

AMD Ryzen 5 2400G und Ryzen 3 2200G im Test: Die Lücke ist gestopft

Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD_RYZEN_5_2400G

Während Notebook-Käufer sich bereits seit einigen Wochen von den Vorzügen der Zen-basierten Raven-Ridge-APUs überzeugen können, musste sich das Desktop-Lager noch gedulden. Nun aber heißt es auch hier: Intel erhält neue Konkurrenz. Und die könnte einen noch größeren Einfluss als die... [mehr]