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Intel und Microsoft: Mit Windows ML und Movidius Myriad X zur AI für den PC

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microsoft 2KI, AI, ML – die Integration von künstlichen Intelligenzen schreitet immer weiter voran. Microsoft hat mit Windows ML nun die entsprechende API für das eigene Betriebssystem vorgestellt. Für die Hardware arbeitet man mit dem Chipgiganten Intel zusammen, der mit den Movidius-Myriad-X-Chips die richtige Hardware zur Hand haben will.

Viele Hersteller fahren in diesem Segment zweigleisig. In der Cloud werden große Datensätze und solche die von mehreren Nutzern und Ebenen zusammengeführt und von zentralen Instanzen verarbeitet. Aber auch lokal müssen mehr und mehr Hardware-Ressourcen vorhanden sein, um entsprechende Berechnungen durchzuführen. Mit Windows ML bietet Microsoft nun die entsprechende Software-Schnittstelle an. Grundsätzlich können alle Visual Processing Units (VPU) angebunden werden. Microsoft arbeitet in diesem Bereich mit Intel zusammen. Denkbar ist aber auch die Nutzung der Ressourcen von Prozessor und Grafikkarte. Auf Seiten der Software funktioniert Windows ML mit TensorFlow, Theano, Caffe, Torch und CNTK und damit allen Relevanten Frameworks.

Laut Microsoft wird Windows ML ein Bestandteil des nächsten Windows-10-Updates sein. Durch lokale KI-Hardware können bereits trainierte Modelle verwendet werden – Bandbreite und Latenz spielen dann keine Rolle mehr. Zudem können sensitive Analysen, wie solche privater Daten und Bilder, lokal ausgeführt werden.

Die Movidius Myriad X VPU von Intel wird in 16 nm gefertigt und bietet eine Rechenleistung von 4 TOPS insgesamt und 1 TOPS für das Inferencing. Der SoC verbraucht dabei gerade einmal 1 W. Die Hardware selbst besteht aus 16 programmierbaren 128-Bit VLIW Vector-Prozessoren sowie 16 konfigurierbaren MIPI-Lanes. Letztere können bis zu acht HD-Videostreams gleichzeitig entgegennehmen und damit 700 Millionen Pixel pro Sekunde verarbeiten. In der Movidius Myriad X VPU sind zudem 2,5 MB an Cache vorhanden, der eine Bandbreite von 450 GB/s erreicht.

Intel will in Kürze erste Entwicklerkits der Movidius Myriad X VPU ausgeben. Damit dürfte in den nächsten Hardware-Generationen für Microsoft-Hardware (beispielsweise kommenden Surface-Notebooks) auch mit der Verwendung solcher Zusatzchips zu rechnen sein.