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AMD-RYZEN-5-Serie ab heute im Handel

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amd-ryzenAb heute möchte AMD mit den RYZEN-Prozessoren auch in der Mitteklasse mitspielen. Wie bereits vor Wochen angekündigt, sind die ersten vier Modelle aus der RYZEN-5-Serie ab heute auch im Handel verfügbar, wurden teilweise aber auch schon vorher an einige Endkunden ausgeliefert.

Zunächst einmal aber ein paar Worte zum fehlenden Test: Leider haben wir es aus zeitlichen Gründen nicht geschafft, einen Artikel mit eigenen Tests zu erstellen. Dies werden wir in den kommenden Tagen nachholen. Einen Schnellschuss mit nur einigen wenigen Benchmarks und fehlenden Vergleichen wollten wir nicht machen. Daher haben wir uns dazu entschieden, den Test zu verschieben.

Vier bis sechs Kerne – acht bis 12 Threads

Alle Modelle der RYZEN-5-Serie verfügen natürlich über einen offenen Multiplikator – AMD hat sich bereits im Vorfeld dazu bekannt. Weiterhin werden alle Modelle über XFR (Extended Frequency Range) verfügen, wenngleich hier noch nicht bekannt ist, ob ein zusätzliches Plus von 100 oder 50 MHz und auf wie viele Kerne XFR angelegt wird.

Konkret angekündigt werden die Modelle RYZEN 5 1600X, 1600, 1500X und 1400. Während die beiden erstgenannten sechs Kerne und zwölf Threads verwenden, sind es bei den beiden letzten nur vier Kerne und acht Threads. Der Basis-Takt reicht von 3,2 bis 3,6 GHz, der Boost-Takt von 3,4 bis 4,0 GHz. Taktraten für das zusätzliche Plus durch XFR nennt AMD nicht. Der Einstieg beginnt mit dem RYZEN 5 1400 für 189 Euro und macht beim RYZEN 5 1600X für 279 Euro halt. Der erste Achtkerner RYZEN 7 1700 kostet 359 Euro.

Die RYZEN-Modelle in der Übersicht
Modell Kerne / Threads Basis- / Boost-Takt XFR-Takt L3-Cache TDP Preis
RYZEN 7 1800X 8 / 16 3,6 / 4,0 GHz 4,1 GHz 16 MB 95 W 559 Euro
RYZEN 7 1700X 8 / 16 3,4 / 3,8 GHz 3,9 GHz 16 MB 95 W 439 Euro
RYZEN 7 1700 8 / 16 3,0 / 3,7 GHz 3,75 GHz 16 MB 65 W 359 Euro
RYZEN 5 1600X 6 / 12 3,6 / 4,0 GHz 4,1 GHz 16 MB 95 W 279 Euro
RYZEN 5 1600 6 / 12 3,2 / 3,6 GHz 3,7 GHz 16 MB 65 W 249 Euro
RYZEN 5 1500X 4 / 8 3,5 / 3,7 GHz 3,9 GHz 16 MB 65 W 209 Euro
RYZEN 5 1400 4 / 8 3,2 / 3,4 GHz 3,45 GHz 8 MB 65 W 189 Euro

Hinsichtlich der TDP spricht AMD nur beim RYZEN 5 1600X von 95 W und sortiert die übrigen drei mit 65 W ein. Einen größeren Unterschied gibt es aber beim L3-Cache. Dies liegt an der Cluster-Konfiguration, wie sie AMD gewählt hat, um auf die sechs bzw. vier Kerne zu kommen. Bisher bestehen alle RYZEN-Prozessoren aus einem Zeppelin-Die, also aus einem Cluster mit zwei CPU Complexen (CCX). Damit lassen sich 2x 4 CPU-Kerne realisieren, wie man dies in der RYZEN-7-Serie auch getan hat.

Für die Sechskern-Modelle schaltet AMD nun einen Kern pro CCX ab und kommt damit auf sechs Kerne (2x 3 CPU-Kerne). Der L3-Cache bleibt aber mit 16 MB unverändert. Bei den Vierkernern der RYZEN-5-Serie gibt es nun aber einen Unterschied. Auch der RYZEN 5 1500X besteht aus zwei Cluster zu 2x 2 CPU-Kernen und verwendet die vollen 16 MB L3-Cache. Der RYZEN 5 1400 hingegen schaltet die Hälfte des L3-Caches ab und kommt daher auf nur 8 MB. AMD verwendet laut eigener Aussage aber weiterhin 2x 2 CPU-Kerne, also zwei Cluster und nicht wie eventuell zu erwarten wäre nur einen CPU Complex.

Dies hat nun zur Folge, dass wir weiterhin eine Interkommunikation zwischen zwei CPU Cluster sehen, was eine gewisse Limitierung der Architektur darstellt. Ob dann die RYZEN-3-Serie bei den Modellen mit vier Kernen auf nur ein Cluster setzt, werden wir im zweiten Halbjahr sehen.

In der RYZEN-5-Serie werden drei von vier Modellen mit einem Kühler ausgeliefert. Beim RYZEN 5 1400 liegt der Wraith Stealth bei. Beim RYZEN 5 1600 und 1500X der Wraith Spire.

Benchmarks von AMD

Auch wenn wir (noch) keine eigenen Benchmarks bieten, wollen wir dennoch für eine gewisse Einschätzung sorgen. Dazu haben wir die Benchmarkwerte von AMD genommen. Wir werden uns schnellstmöglich bemühen, eigene Werte nachzuliefern.