NEWS

ASUS Co-CEO

MacBook Neo ist "ein Schock für die gesamte Branche"

Portrait des Authors


MacBook Neo ist "ein Schock für die gesamte Branche"
29

Werbung

Auch wenn es am neuen MacBook Neo sicherlich einige Kritikpunkte gibt, so hat der Preispunkt von 699 Euro sicherlich viele überrascht. Offenbar geht dies auch der Konkurrenz von Apple so, denn während der Bekanntgabe der aktuellen Quartalszahlen äußerte sich S.Y. Hsu, Co-CEO von ASUS, (via PC Mag) wie folgt:

In der Vergangenheit waren die Preise von Apple immer hoch, daher ist die Veröffentlichung eines sehr preisgünstigen Produkts natürlich ein Schock für die gesamte Branche.

Tatsächlich gab es im gesamten PC-Ökosystem viele Diskussionen darüber, wie man mit diesem Produkt konkurrieren kann.

- S.Y. Hsu, Co-CEO von ASUS

Nicht nur ASUS dürfte es so gehen, denn mit dem MacBook Neo eröffnet sich Apple ein für sie vollkommen neues Marktsegment, das man bisher den klassischen Anbietern für Notebooks überlassen hat.

In der Einschätzung, was Apple mit dem MacBook Neo anzubieten hat, streiten sich jedoch die Geister. Erstmals kommt mit dem A18 Pro kein M-Series-SoC in einem MacBook zum Einsatz. Mit der Verwendung des A18 Pro beschränkt sich Apple allerdings auch auf die 8 GB Arbeitsspeicher, die mit dem MacBook Neo geboten werden. Dafür aber gibt es gute technische Gründe und die bisherigen Tests des Gerätes haben die 8 GB auch bisher nicht als den großen Mangel identifizieren können. In den reinen CPU-Benchmarks zeigt sich der A18 Pro auf Niveau des M1, der auch heute noch für viele Einsatzbereiche im Notebook mehr als ausreichend zu sein scheint.

Dass Apple überhaupt ein MacBook Neo für 699 Euro anbieten kann, hat, wie zuvor besprochen, viele überrascht. Eine SSD mit 256 GB ist sicherlich für viele ausreichend, wer mehr will, bekommt für zusätzliche 100 Euro auch gleich das Magic Keyboard mit Touch ID. Das Vorhandensein eines Aluminium-Gehäuses hebt das MacBook Neo sicherlich von vielen Geräten in diesem Preisbereich ab.

Ansonsten ist an allen Ecken und Enden zu erkennen, dass Apple Einsparpotenzial gesucht hat. Dies fängt bei der günstigen Webcam an, die im Display verbaut ist, geht über das Fehlen von Thunderbolt oder USB4 (dies lässt sich aber ebenfalls mit dem Einsatz des A18 Pro begründen) und auch bei den Eingabeoptionen greift Apple zu älteren Komponenten. So kommt ein Multi-Touch-Trackpad mit echtem Druckpunkt zum Einsatz und die Tastatur lässt die Hintergrundbeleuchtung vermissen.

Einen höheren Preispunkt hätte Apple aber wohl auch nicht wählen können, denn das MacBook Air mit M4-Chip, ist bereits ab 865 Euro zu haben. Ein hochgerüstetes MacBook Neo kommt dem Air schon recht nahe. Das MacBook Air aber hat im Hinblick auf die Ausstattung noch deutlich mehr zu bieten.

Noch offen ist nun die Frage, wie der übrige PC-Markt auf das MacBook Neo reagieren wird. Die Nachfrage nach dem neuen Einsteiger-Gerät von Apple scheint hoch zu sein. Je nach Region, Farbe und Ausstattungsvariante verzögert sich die Auslieferung des MacBook Neo schon auf Anfang April.

Quellen und weitere Links KOMMENTARE (29) VGWort
Back to top