> > > > Drei X399-Platinen von ASRock und Gigabyte gesichtet

Drei X399-Platinen von ASRock und Gigabyte gesichtet

Veröffentlicht am: von

computex

Neben den X299-Mainboards blickt man voller Begeisterung auch auf die X399-Platinen für AMDs ThreadRipper-Prozessoren (Ryzen 9). So konnten wir ein erstes Modell von Gigabyte und zwei Bretter von ASRock entdecken, die wir uns näher angeschaut haben. Der Vorteil auch hier: Alle drei Modelle wurden im ATX-Format entworfen, sodass viele Gehäuse diese aufnehmen können.

Das X399 Gaming 7 von Gigabyte gehört der Aorus-Serie an und bringt nicht nur acht (in den Zwischenräumen beleuchtete) DDR4-DIMM-Slots mit, sondern hat auch fünf PCIe-3.0-x16-Steckplätze auf mechanischer Basis mit im Gepäck. Somit lassen sich bis zu vier Grafikkarten installieren. Des Weiteren sind drei M.2-M-Key-Schnittstellen sichtbar, von denen eine passiv auf Temperatur gehalten wird. Für die Storage-Erweiterung sorgen acht SATA-6GBit/s-Ports.

Den nötigen Strominput liefern neben dem obligatorischen 24-Pin-Connector jeweils ein 8-Pin- und 4-Pin-Stromanschluss. Zu sehen ist auch ein USB-3.1-Gen2-Header, der vermutlich vom ASMedia ASM3142 kontrolliert wird.

ASRock X399 Taichi und X399 Professional Gaming

Auch für AMDs HEDT-Plattform bietet ASRock ein Taichi- und Professional-Gaming-Modell an, wobei die Ausstattungsmerkmale sehr ähnlich ausfallen. Auf beiden Platinen lassen sich ebenfalls bis zu acht DDR4-Module installieren, sodass eine Arbeitsspeicher-Kapazität bis 128 GB möglich sind.

Zum Einsatz kommen außerdem vier mechanische PCIe-3.0-x16-Anschlüsse und ein PCIe-3.0-x1-Slot für Erweiterungskarten sowie acht SATA-6GBit/s-Buchsen, ein U.2-Port und drei M.2-Schnittstellen mit der M-Key-Kodierung für Storage-Devices. ASRock allerdings verzichtet auf eine M.2-Kühlung.

Sowohl beim X399 Taichi als auch beim X399 Professional Gaming wurde mit einer Diagnostic-LED und jeweils einem Power- und Reset-Button auch etwas Komfort berücksichtigt.

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 3.67

Tags

Kommentare (20)

#11
customavatars/avatar46160_1.gif
Registriert seit: 29.08.2006
Bad Bentheim
Fregattenkapitän
Beiträge: 2938
Zitat Dominik;25589254
Ja, ASRock scheint einer der wenigen Hersteller zu sein die sich mal trauen einen günstigen 10GbE Chip wie den Aquantia auf die High-End Boards zu löten! Applaus dafür, denn wenn ich schon High-End kaufe und entsprechend viel Geld ausgebe, dann kann ich auch endlich mal 10GbE erwarten!

Auf den X299 und X399 Platinen landet der AQR107 drauf:
ftp://europe.asrock.com/setup/Config/A-A/Fatal1ty%20X399/Fatal1ty%20X399-00.01/Setup.txt

Beim AM4-Modell des Professional Gaming X370 hat ASRock noch (imho dummerweise) zum AQR108 gegriffen, das dürfte quasi der gleiche Chip, nur eben auf 5GbE beschränkt, sein!


Bei den anderen Hersteller liest und hört man recht wenig bzgl 10GbE, was ich sehr schade finde. Die Asus Variante ne extra Karte beizulegen finde ich etwas schräg.


Aquantia hat letztens erst eigene Steckkarten für die beiden Chips präsentiert. Der AQR108 mag intern wohl der gleiche Chip sein (AFAIK ist für 5GbE die gleiche Technik nötig wie für 10GbE und alles andere liegt nur an der Taktfrequenz, mit der die Kabel befeuert werden können), aber der Vorteil einer Drosselung ist, dass man mit einer PCIe-Lane auskommt, theoretisch sogar bei Gen2 (man könnte also absolut alle Boards seit Beginn der PCIe2.0-Ära nachrüsten, also Alles ab S1155 oder sogar AM2+, jedes wird einen PCIe2.0 x1 haben). Auf den X370-Boards hat man auch nicht genug Lanes für 10GbE (müssten ja theoretisch auch nur 2xGen2 sein, aber hier sind Lanes echt knapp. Vielleicht geht auch vom CHip her nur x4) und selbst beim Z270 ist man zu geizig.

Asus hat ja bereits mehrere 10GbE-Karten als Beigabe oder als separates-Produkt im Angebot, gehört aber auch zu denen, die die AQN108-Karte in Lizenz verkaufen werden.
#12
Registriert seit: 14.08.2014

Bootsmann
Beiträge: 627
Zitat Tigerfox;25590094
Auf den X370-Boards hat man auch nicht genug Lanes für 10GbE


10G-Ethernet ginge schon, schließlich gibts die Boards ja auch mit nem PCIe2.0x4-Slot. Und mit dem Slot ist man flexibler, daher kann ich schon nachvollziehen, daß die Hersteller auf 10G onboard verzichten.
#13
customavatars/avatar46160_1.gif
Registriert seit: 29.08.2006
Bad Bentheim
Fregattenkapitän
Beiträge: 2938
Das stimmt schon, albern wirds dann aber, wenn ein Z270 Fatal1ty Professional i7 oder ein Supercarrier 3xLAN habe, 2xIntel und 1x Aquantia 5GbE, und jetzt das X299 das Gleiche mit 10GbE Aquantia. Man kann tatsächlich bei SMB Multichannel dann 3GbE mit drei Verbindungen haben, wenn eben 10/5GbE nicht geht, aber man kann 10/5GbE nicht mit den anderen beiden Ports kombinieren. Da doch lieber die beiden anderen Lanes sparen.

Ich für meinen Teil sähe gerne mehr 5GbE. Es ist genauso einfach auf den Boards zu implementieren wie GbE und reicht auch schon für 99% aller Anwender, wie eben USB3.0 auch. 10GbE und USB3.1 kriegt man ja nur mit PCIe-SSD und riesigen RAIDs gefüttert - wer schiebt zuhause schon öfter Dateimengen hin und her, für die sich das lohnt. NAtürlich hat 10GbE momentan den Vorteil, dass es überhaupt erstmal halbwegs bezahlbare Switches dafür gibt und das wird sich auch nicht ändern - reine 5GbE-Switches wird es nicht geben. Aber wenn die günstigeren 10GbE-Switches auch mal 5GbE schaffen, dann kann man imho einfacher 5GbE auf Mainboards integrieren oder nachrüsten, als 10GbE.
#14
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 13899
Zitat Tigerfox;25590094
der Vorteil einer Drosselung ist, dass man mit einer PCIe-Lane auskommt, theoretisch sogar bei Gen2
Der Nachteil ist aber, dass man zu den allermeisten bestehenden 10GBASE-T Produkten nur eine 1Gb/s Verbindung aufbauen kann, da bisher nur sehr wenige 10GBASE-T Lösungen auch gleichzeitig NBASE-T unterstützen. Daher wäre es mir viel lieber den AQR 107 auf diesen Karten zu sehen, selbst wenn dann die Anbindung ein Flaschenhals ist und man nur so 370MB/s (mehr schafft eine PCIe 2.0 Lanes real nicht) bekommen würde, diese dafür aber eben auch wenn man sich mit reinen 10GBASE-T Gegenstellen wie Switches anbindet, von denen es ja viele gibt. Davon haben ich mehr und dafür würde ich auch Geld ausgeben, als wenn ich dann doch nur 1Gb/s haben und damit nur knapp ein Drittel der Geschwindigkeit, weil leider die Gegenstelle eben kein NBASE-T unterstützt und damit die Verbindung auf 1Gb/s fällt.

Deshalb sind solche reinen NBASE-T Karten und Ports totaler Schwachsinn! Denn wie Du ja selbst sieht, kann der ASUS XG-U2008, 10-Port (90IG02R0-BO3X00) ab € 244,95 eben kein NBASE-T, auch die recht günstigen Pentium-D und Xeon-D können es nicht. Das Qnap Turbo Station TS-431X-2G als günstigstes NAS mit 10GbE hat SFP+ statt RJ-45, suche mal einen Switch der SFP+ und NBASE-T hat, da gibt es einen für über 1200€, mit SFP+ und 10GBASE-T schon welche ab 511€, mit 8 10GBASE-T Ports aber natürlich ohne NBASE-T Unterstützung. Wären die Preise umgekehrt, wären reine NBASE-T Lösungen ja durchaus sinnvoll.
#15
Registriert seit: 03.06.2003

Matrose
Beiträge: 30
Also ich kann die einzelnen Argumente GEGEN 10GbE nur echt schwer nachvollziehen!

Bei den teuersten Boards packen die Hersteller soviel Schnickschnack drauf den imho keiner braucht. Aber wenn man dann anfängt endlich mal 10GbE zu fordern, wird hier mit kuriosen Argumenten nur so um sich geworfen...
Zu wenig Lanes hat weder die AM4 Platform, noch die Intel Pendants wie Z270. Es werden im PCIe Gen3 Standard ja auch nur 2 Lanes benötigt. Ich würde lieber die unnötigen eins bis zwei weiteren GBit Lan Chips weglassen, denn die braucht man sowieso nicht mehr wenn ein 10GbE onboard ist.

Eine Nachrüstkarte PCIe 4x kann ich selbst in die ältesten Boards stecken, schließlich reicht 4x PCIe Gen2 ja locker dafür aus.
Wer mit teuren High-End Boards wirbt, von dem werde ich auch erwarten, dass er High-End verbaut. Und dank Hersteller wie Acquantia kosten 10GbE auch nicht mehr die Welt! Imho sollen die Nachrüstkarten um die 100 USD kosten, die Mobo-Hersteller zahlen sicherlich deutlich weniger im Einkauf. Hier muss ich ASRock mal ausdrücklich loben, die bauen den 10GbE anscheinend jetzt konsequent auf ihre High-End Boards!
#16
Registriert seit: 14.08.2014

Bootsmann
Beiträge: 627
Zitat Dominik;25591412
Zu wenig Lanes hat weder die AM4 Platform


Ryzen hat insgesamt schon recht wenig verfügbare Lanes. Die PCIe3.0-Lanes gehen für Grafik (x16 oder x8-x8) und einen schnellen M2-Slot (x4) drauf. Eine weitere Aufteilung der x8-Lanes auf mehr Slots ist nicht vorgesehen (vom B350 ganz zu schweigen). Bleiben noch die Chipsatz-Optionen, hier hat man nur noch PCIe2.0-Lanes. USB, SATA, 1G-LAN, WLAN und den einen oder anderen PCIe2.0x1-Slot - da bleibt nicht mehr viel übrig. Mehr als einen einzelnen elektrischen PCI2.0x4-Slot hat kein Hersteller verbaut und der teilt sich dann seine Anbindung mit einem zweiten M2-Slot. Da hat der Z270 schon mehr Möglichkeiten zu bieten (wobei da natürlich alles durch den Flaschenhals der Chipsatz-Anbindung an die CPU muß, was auch nicht toll ist). Man vergleiche z.B. mal das Asrock Z270-Taichi mit dem X370-Taichi:
ASRock Z270 Taichi (90-MXB4P0-A0UAYZ) | heise online Preisvergleich / Deutschland
ASRock X370 Taichi (90-MXB500-A0UAYZ) | heise online Preisvergleich / Deutschland
#17
customavatars/avatar46160_1.gif
Registriert seit: 29.08.2006
Bad Bentheim
Fregattenkapitän
Beiträge: 2938
@Dominik: Dann guck dir mal die Intel-Boards von S1156 bis S1150 bzw. die AMD-Boards mit nForce oder mit allen AMD Chips außer 790FX/890FX/990FX an. Da ist nix mit einem x4. Es gibt z.B. ganz ganz wenige Z87/Z97-Boards, die mit Ach und Krach einen x4 bereitstellen können, aber in 99% aller Fälle funktioniert der nur, wenn alle x1 dafür abgeschaltet werden.

@sweetchuck: Bei vielen Boards teilt sich der PCIe2.0x4 die Lanes auch mit 2-3 x1-Slots, tlw. aber auch ohne erkennbaren Grund. SATA sollte eigtl. keiner brauchen, 8xSATA vom X370 ist mehr als genug (trotzdem klatschen mance noch sinnlos einen ASM1061 drauf, 2xSATA an 1xPCIe), USB3.1 eigtl. auch nur selten (2x ist ja auch im Chipsatz, trotzdem nutzen viele Boards das nicht und klatschen einen ASM1142 oder 2142 drauf, tlw. auch zusätzlich). Wenn man es ganz genau nimmt, kann man beim X370 gut sieben Slots nutzen (2xPCIe x16 von der CPU, 1x4 und 3x1 vom Chipsatz).
#18
Registriert seit: 03.06.2003

Matrose
Beiträge: 30
@sweetchuck:
Bitte nicht wieder diese Diskussion: Wenn Du bei nem Z270 von den angeblichen 24 PCIe3 Lanes alles abziehst, was beim X370 schon "serienmäßig" ist, dann bleiben nicht mal 8 volle Lanes übrig. Aber ja, Intel ist halt hier etwas flexibler!

@Tigerfox: Also mein noch immer im Einsatz befindliches ASROck Z77 Pro3 hat nen x4 PCIe Gen2 Slot, und das Ding ist von anno 2012! Nicht, dass ich jetzt diesen Slot unbedingt bräuchte...

Ich bin einfach froh, dass jetzt so mancher Hersteller endlich mal 10GbE auflötet. Ob er dafür jetzt 4x Gen2 oder 2x Gen3 Lanes hernimmt ist mir ehrlich gesagt recht wurscht! :-)
Beim X399 dürfte aber wie bereits von mir gesagt die "Ich-hab-zu-wenig-Lanes"-Diskussion nun endlich aufhören...


Ich bin echt mal gespannt was die X399-Boards und auch die Intel Pendants mit X299 so kosten werden: Wenn ich mal die Professional Gaming Reihe von ASRock vergleiche, dann ist da aktuell kein großer Preisunterschied:
Z270: ~260 Euro
X370: ~270 Euro
X99: ~280 Euro
#19
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 13899
Zitat Dominik;25591653
Bitte nicht wieder diese Diskussion: Wenn Du bei nem Z270 von den angeblichen 24 PCIe3 Lanes alles abziehst, was beim X370 schon "serienmäßig" ist, dann bleiben nicht mal 8 volle Lanes übrig.
So ein Unsinn wird nicht wahrer weil man ihn öfter wiederholt. Für die beiden USB 3.1 Gen2 Ports (wofür braucht man die überhaupt?) braucht man einen ASM 2142, der 2 Lanes belegt. Lassen wir es noch mal 2 für einen SATA 6Gb/s Host Controller sein, obwohl die meisten nur eine brauchen, dann sind noch 20 übrig. Davon werden 6 für SATA Ports genutzt, bleiben also noch 14 und damit weit mehr als 8! AM4 hat zu wenig PCIe Lanes, vor auch weil die Chipsätze wenige und nur PCIe 2.0 Lanes bieten.


Aber von mir aus können sie einen 10GBASE-T NIC auch an nur eine PCIe 2.0 Lane hängen, dann begrenzt die Anbindung zwar, aber mehr als 1Gb/s bekomme ich immer und vor allem kann ich anderes als mit den beschnittenen reinen NBASE-T NICs dann auch mit 10GBASE-T Lösungen ohne NBASE-T Unterstützung mehr Durchsatz als mit Gigabit Ethernet erreichen. Nur einen auf NBASE-T reduzierten Chip wie den ARQ108 statt des ARG107 zu verlöten weil man den zu schlecht anbinden kann, ist also zu kurz gedacht und daher totaler Blödsinn, weil kaum jemand wirklich eine NBASE-T fähige Gegenstelle haben wird, denn die sind wenig verbreitet und teurer als reine 10GBASE-T Lösungen die es schon sehr lange gibt und wo gebrauchte Enterprise-HW günstig zu haben ist.
#20
customavatars/avatar46160_1.gif
Registriert seit: 29.08.2006
Bad Bentheim
Fregattenkapitän
Beiträge: 2938
@Dominik: Da hast du jetzt aber auch ein absolutes Minimalistenboard. Trotzdem hat es nur den x4 und einen x1, sonst gehen nur Lanes für GbE und die PCI-Bridge drauf, es gibt keine zusätzlichen SATA- oder USB-Controller. Das Board hätte sogar noch eine Lane frei, die wohl nicht verwendet wurde, weil sie beim Pro4 einen ASM1061 befeuert.
Schon das Extreme4 hat aber keinen x4 mehr, weil noch ein SATA- und ein USB-Controller drauf sind. Beide brauchen nur eine Lane, zusammen mit GbE und PCIe-Controller sind das aber schon vier. Es wäre jetzt noch möglich, alle x1 für einen x4 abzustellen, wie auf vielen Z87 und Z97-Boards, aber das wollte Asrock hier wohl nicht. Aus irgendeinem Grund scheint es auch unbeliebt zu sein, die Lanes für SATA- und USB-Controller zu sharen, obwohl ich mir sicher bin, dass früher mal gesehen zu haben. Eine andere Lösung waren damals PCIe-Switches von PLX, was hier schon ab Extreme6 Verwendung findet. Der hatte dann meist acht Lanes, war mit ein bis zwei davon am PCH angebunden und an die restlichen sechs wurden Chips und Ports angebunden. Willst du in so einen x4 jetzt 10GbE setzen?
Zudem sind solche x4, wenn sie denn auf älteren Boards noch vorhanden sind, auch die einzig sinnvolle Möglichkeit, USB3.1 (99% der Steckkarten verwenden den ASM1142 und haben entweder einen x2 oder einen x4-Stecker, der nicht in einen x1 geht), SATA6Gb/s (es gibt zwar viele mit PCIe2.0 x1, sinnvoll ist es aber erst ab x2), NVMe-SSD (PCIe2.0x4 schränkt real kaum ein, alternativ muss man einen x8 von der CPU nehmen) oder RAID-Controller sinnvoll zu betreiben.

Zum zweien Punkt: Blödsinn. Wenn man beim Z170/Z270 alles abzieht, was sowieso drauf muss, bleiben von den 20 bzw. 24 HSIO-Lanes 13 bzw. 17 übrig (6xSATA und 1xGbE, 4xUSB3.0 ist immer vorhanden), beim X370 dann aber auch nur 7 (GbE) und auch nur Gen2 statt Gen3. Klar, beim X370 hat man, mit der CPU zusammen, 2xUSB3.1, 8xSATA und 10xUSB3.0 und kann somit viel eher auf Zusatzchips verzichten - aber die braucht auch imho keiner, was der Z270 bietet ist vollkommen genug.
Man kann hier übrigens auch noch bis zu 4xUSB3.0 dazunehmen, macht aber kaum jemand, weil jeder USB-Port dann eine HSIO-Lane kostet. Da nimmt man lieber einen 2-Port USB3.0-Controller, der dann nur eine PCIe-LAne kostet, oder einen Hub, der kostet garnichts. Imho sind aber 4xUSB3.0, 2x vorne und 2x hinten, vollkommen genug, v.a. wenn dann noch USB3.1 dazukommt. Ich find nur nervig, dass man nun Ports aller drei Standards hat. Bei 4xUSB3.1 bräuchte ich überhaupt kein USB3.0 mehr, 2x von jedem wäre auch ok.

So, bei Intel bleiben also noch 17 PCIe-Lanes übrig, ziehen wir nochmal zwei für den ASM2142 ab, sind wir bei 15. Das reicht, um drei x4-Slots/M.2/U.2 gleichzeitig zu betreiben und dann noch drei x1-Slots oder Zusatzchips. In der Realität ist es leider komplizierter, weil offensichtlich nicht jede HSIO-Lane beliebig so zusammengeschlossen werden kann, so das trotzdem manchmal noch SATA-Ports deaktiviert werden müssen, aber zwei x4-Geräte kann man oft ohne Einbußen fahren.
Und bei AMD? Was hilft mir ein PCIe2.0x4-M.2-Slot, den ich nichtmal mit dem PCIe3.0x4-M.2-Slot der CPU im RAID fahren kann? Sobald dann noch ein ASM2142 angebunden wird, zusätzlich zu den nativen USB3.1-Ports oder, wie auch merkwürdig oft zu sehen, stattdessen, habe ich nurnoch 5x PCIe und muss schon, wenn ich neben dem x4 nicht nur einen x1 haben will, diesen shared machen. Auf ganz vielen X370-Boards, selbst welchen, bei denen es nicht nötig ist, ist der x4 auch wieder shared mit 2-3 x1-Slots.

Klar, bei Threadripper entfällt das, aber die Plattform ist dann ja auch teuer genug. Und hier sind dann imho die PCIe-Lanes des Chipsatzes, genauso wie vorer beim X79 und X99, ein unliebsames Anhängsel, das man für x1-Slots und Zusatzchips, die kein Gen3 können (LAN, USB3.0, SATA6Gb/s) verbraten kann, aber doch bitte für nichts, wo Geschwindigkeit relevant werden könnte.

@Holt: Aber wenn sie den AQC-107 verbauen und nur mit PCIe3.0x1 oder gar PCIe2.0x1 anbinden, dann können sie nicht mit 10GbE werben. Bei Ethernet ist man irgendwie übervorsichtig mit der Anbindung, 10GbE gab es lange nur mit PCIe(2.0)x8, erst neuerdings mit PCIe3.0x4 und nur bei Billiglösungen wie dem Tehuti mit PCIe2.0x4. Bei anderen Produkten ist man da nicht so zimperlich: USB3.0-Controller mit zwei bis vier Ports werden grundsätzlich über PCIe2.0x1 angebunden (anfangs beim P55 ja nur über PCIe1.1x1), was nur für einen Port reicht, SATA-Controller mit zwei Ports haben auch bis auf extrem selten verbaute Ausnahmen nur eine Lane bzw. die mit vier Ports nur zwei, alles nur Gen2 (eine Lane reicht nichtmal für einen Port), für Thunderbolt3 mit seinen 40Gb/s reichen PCIe3.0x4 mit 32Gb/s auch nur vielleicht bei den Nettodatenraten und die Asmedia 2-Port-USB3.1-Controller haben über PCIe2.0x2 auch nur Bandbreite für einen Port, über PCIe3.0x1 (ASM1142) nichtmal und über PCIe3.0x2 (ASM2142/3142) nicht ganz für zwei.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Übersicht: Die X399-Mainboards für AMD Ryzen Threadripper

Logo von IMAGES/STORIES/2017/X399-MAINBOARD

Mit der X399-HEDT-Plattform macht AMD zusammen mit den Ryzen-Threadripper-Prozessoren vieles richtig. Aus diesem Grund warten die Hardware-Interessenten mit großer Vorfreude auf den offiziellen Startschuss der HEDT-Plattform. So sind der Ryzen Threadripper 1920X und 1950X bereits in unserer... [mehr]

Gigabyte X299 AORUS Gaming 7 im Test - Oberklasse-Mainboard mit Lichtspektakel

Logo von IMAGES/STORIES/NEWSBILDER/MNIEDERSTEBERG/ARTIKEL_2017/ARTIKEL_GIGABYTE_X299_GAMING7_004_LOGO

Am 19. Juni ist das NDA für den X299-Chipsatz als Basis für die Kaby-Lake- und Skylake-X-Prozessoren gefallen und an diesem Tag haben wir das Gigabyte X299 AORUS Gaming 7 im Detail vorgestellt und den Test in Aussicht gestellt. Inzwischen ist das Mainboard-Sample in unserer Redaktion eingetroffen... [mehr]

ASRock X299 Taichi im Test - Das LGA2066-Board mit dem Zahnrad

Logo von IMAGES/STORIES/NEWSBILDER/MNIEDERSTEBERG/ARTIKEL_2017/ARTIKEL_ASROCK_X299_TAICHI_004_LOGO

Bevor wir mit den Threadripper-Mainboard-Tests beginnen werden, widmen wir uns zuvor noch zwei X299-Platinen für Intels Core-X-Prozessorserie. Zuvor haben wir sowohl das Gigabyte X299 AORUS Gaming 7 als auch das ASUS X299-E Gaming aus der ROG-Serie begutachtet und getestet. Im heutigen Artikel... [mehr]

ASUS ROG Strix X299-E Gaming im Test - ROG-Mainboard für Skylake-X

Logo von IMAGES/STORIES/NEWSBILDER/MNIEDERSTEBERG/ARTIKEL_2017/ARTIKEL_ASUS_STRIX_X299_E_GAMING_004_LOGO

Als erstes X299-Mainboard haben wir das X299 AORUS Gaming 7 von Gigabyte durchleuchtet. Heute hingegen muss das ASUS ROG Strix X299-E Gaming zeigen, was es drauf hat und vor allem, was die LGA2066-Platine alles an Ausstattung zu bieten hat. Die vergangenen Strix-Gaming-Mainboards für die... [mehr]

Overclocker üben Kritik an X299-Mainboards - VRMs zu warm, Versorgung zu...

Logo von IMAGES/STORIES/2017/7900AUFMACHER

Das Thema wurde bereits angeschnitten, nun aber gibt es genauere Erkenntnisse. Offenbar weisen die meisten Mainboards mit X299-Chipsatz einige Schwächen bei der Spannungsversorgung auf. Auch wenn es theoretisch mit vielen Modellen der Skylake-X-Prozessoren möglich ist diese auf 4,5 - 4,6 GHz... [mehr]

Mining: Biostar kündigt Mainboard für 100 Grafikkarten an

Logo von IMAGES/STORIES/2017/BIOSTAR

Krypto-Währungen unterliegen ständigen Kursschwankungen, doch anscheinend sehen die Hardwarehersteller hier trotzdem einen lukrativen Markt. Zumindest zeigt Biostar mit dem TB250-BTC Pro nun ein spezielles Mainboard, um möglichst effizient Krypto-Währungen schürfen zu können. Das spezielle an... [mehr]