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MSI Trident X: High-End-Gaming auf 10 Litern

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msi trident xDie Trident-Familie von MSI bekommt in Kürze Nachwuchs. Wenige Tage vor dem eigentlichen Marktstart durften wir den MSI Trident X während eines Fabrik-Besuchs im chinesischen Shenzhen schon einmal näher begutachten und den Arbeitern vor Ort bei jedem einzelnen Arbeitsschritt beim Zusammenbau des kompakten Konsolen-PCs über die Schulter schauen.

Der MSI Trident X hat es durchaus in sich, denn das Topmodell wird mit den derzeit schnellsten Komponenten bestückt. Das ist nicht nur Intels neuester Achtkern-Prozessor, sondern auch NVIDIAs taufrisches Turing-Flaggschiff. Das schnellste Modell setzt auf einen Intel Core i9-9900K, der mit 32 GB Arbeitsspeicher und einer hauseigenen GeForce GTX 2080 Ti mit 11 GB GDDR6-Videospeicher kombiniert wird. Es wird jedoch auch günstigere Modelle mit Core i7-9700K und GeForce GTX 2080 geben. 

Größeres aber kompaktes RGB-Gehäuse

Im Vergleich zu den letzten Trident-Geräten ist das Gehäuse des Trident X von rund 4,7 auf nun 10 Liter Volumen angewachsen, mit Abmessungen von 129,7 x 382,7 x 396,4 mm vor allem mit Blick auf die Hardware noch immer äußerst kompakt und nicht viel größer als eine Spielekonsole. Das größere Volumen bringt durchaus einige Vorteile: So kann MSI jetzt ein Standard-Mainboard im Mini-ITX-Format, ein handelsübliches SFX-Netzteil und eine vollwertige ATX-Grafikkarte verbauen, was das System deutlich einfacher für Upgrades macht. 

Zwar setzt man auf ein eigenes Mini-ITX-Board mit Z370-Chipsatz, eine neue Revision mit Z390-Mainboard ist jedoch schon in Planung. Die Grafikkarte entstammt der eigenen Ventus-Linie und kann somit mit leicht höheren Taktraten und einem leistungsstarken und leisen Kühlsystem aufwarten, dessen Lüfter sich im Leerlauf komplett abstellen, was der Lautstärke zugutekommt. Die will MSI nämlich ebenfalls weiter optimiert haben und spricht von einem Schallpegel von maximal 32 bis 40 dB(A). Möglich werden soll dies durch drei separate Kühlkammern für Grafikkarte, Prozessor und Netzteil, die jeweils über eine eigene Frischluft-Zufuhr verfügen und die Abwärme eigenständig aus dem Gehäuse leiten.

Upgrade-freundlich dank Standard-Komponenten

Das Betriebssystem installieren die Taiwanesen auf einer schnellen M.2-SSD mit PCI-Express-Anbindung vor, die je nach Konfiguration bis zu 512 GB Speicherplatz bietet. Für die Spielesammlung ist außerdem eine 1-TB-HDD verbaut, wobei sich dank des zweiten 2,5-Zoll-Montageplatzes eine zweite hinzufügen lässt. Mit Strom versorgt wird das System über ein 650 W starkes und modulares SFX-Netzteil mit 80Plus-Gold-Zertifizierung von FSP. Bei den günstigeren Modellen kann es auch ein 450-W-Modell mit Bronze-Label sein. 

Optisch setzt die Trident X neue Akzente. Das rechte Seitenpanel mit Blick auf das Mainboard und den RGB-beleuchteten CPU-Kühler besitzt ein Sichtfenster aus Echtglas, das sich jedoch gegen eine schlichte Aluminiumversion mit Mesh-Gitter ersetzen lässt – ein zweites Seitenpanel liefert MSI gleich mit. Die Mysic-Light-Beleuchtung sorgt an Front und Seiten für farbliche Abwechslung und lässt sich per Software mit anderen MSI-Komponenten und -Produkten synchronisieren. 

Anschlussseitig stehen auf dem I/O-Panel eine USB-Typ-C-Schnittstelle und zwei Typ-A-Ports, wovon einer allerdings nach dem langsamen 2.0-Standard arbeitet, sowie zwei 3,5-mm-Klinkenbuchsen für den Anschluss eines Headsets bereits. VR Link mit einem HDMI-Port an der Front gibt es beim MSI Trident X nicht mehr. Rückseitig stehen zahlreiche weitere USB-Anschlüsse und Audio-Ports bereit, genauso wie einmal PS/2 und Gigabit-Ethernet. Die Grafikkarte stellt mit HDMI und DisplayPort die üblichen Ausgänge zur Verfügung. Drahtlos kommuniziert das System nach Dual-Band-AC-WiFi und Bluetooth. 

Aufgrund der teuren Komponenten ist der MSI Trident X alles andere als ein Schnäppchen: Die ersten Konfigurationen sollen etwa 2.199 Euro kosten, während die besser ausgestatteten High-End-SKUs gut und gerne 2.699 Euro kosten können. Noch im Laufe dieses Monats sollen die ersten Systeme im Handel verfügbar sein. Erste Testmuster für die Presse hat MSI bereits angekündigt. 

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In den nächsten Monaten wird MSI weiter in seine Desktop-Systeme investieren, denn während der Gesamtmarkt für PCs schrumpft, geht MSI weiterhin von höheren Absatzzahlen aus – vor allem, was das teure Luxus-Segment anbelangt, zu dem auch der neue Trident X zählt. Kein Wunder, dass die Infinite-Reihe mit großem Midi-Tower in den nächsten Monaten ebenfalls wieder in den Fokus rücken wird.