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Ampere wandert ins Notebook: NVIDIA enthüllt neue GeForce-RTX-GPUs

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nvidiaBereits im Vorfeld der CES und auch vor der heutigen Keynote von NVIDIA war klar: Es wird einen neuen Schwung GPUs für Notebooks geben und die Ampere-Architektur wird in das mobile Segment überführt. Bisher durften die Hersteller aber nur von "der nächsten GeForce-Generation" oder ähnlichem sprechen.

Im Rahmen eines "Game on" getauften Events hat NVIDIA die GeForce-RTX-30-Serie für Notebooks nun offiziell vorgestellt. Alle Details zur Ampere-Architektur und den damit verbundenen Funktionen findet ihr im Launch-Artikel zu den Desktop-Modellen. NVIDIA hat die Anzahl an Recheneinheiten pro Ampere Streaming Multiprocessor (SM) im Vergleich zu Turing verdoppelt. Weiterhin pro SM vorhanden sind nur noch vier Tensor Cores, deren Anzahl pro SM nun also halbiert wurde, die aber in der dritten Generation mindestens doppelt so leistungsfähig sein sollen. Es bleibt bei einem RT Core pro SM, aber auch hier gibt es für die nun zweite Generation einige Verbesserungen.

All diese Maßnahmen sollen dazu führen, dass die neuen GPUs wesentlich leistungsstärker als ihre Vorgänger sind. Entsprechende Benchmarks bzw. Spielszenen zeigte NVIDIA während der Präsentation.

Schauen wir uns die technischen Daten der GPUs in der Übersicht an:

Gegenüberstellung der GPUs
Modell Shadereinheiten Boost-TaktSpeicherTGP
GeForce RTX 3080 Max-Q 6.144
1.245 - 1.710 MHz8 / 16 GB GDDR680 - 150+ W
GeForce RTX 3070 Max-Q 5.120 1.290 - 1.620 MHz8 GB GDDR680 - 125 W
GeForce RTX 3060 Max-Q 3.840 1.283 - 1.703 MHz6 GB GDDR660 - 115 W

*Bei den Shadereinheiten führen wir die FP32-Recheneinheiten auf. Die INT32-Recheneinheiten entsprechen in der Anzahl der Hälfte der FP32-Recheneinheiten.

Die mobile GeForce RTX 3080 arbeitet mit 6.144 Shadereinheiten, die Desktop-Version kommt auf 8.704. Je nach Power-Budget (80 bis 150+ W) arbeitet die GPU mit 1.245 bis 1.710 MHz. Auf dem Desktop werden zudem 10 GB an Grafikspeicher geboten. Bei der mobilen Variante sind es je nach Modell 8 oder 16 GB.

Für die GeForce RTX 3070 im Notebook verwendet NVIDIA eine Ampere-GPU mit 5.120 Shadereinheiten. Hier kommt die Desktop-Version auf 5.888. Der Speicherausbau ist mit 8 GB identisch. Je nach Power-Budget gibt es auch hier eine Spanne für den Takt von diesmal 1.290 bis 1.620 MHz. Vorerst kleiner mobiler Ableger ist die GeForce RTX 3060, die hier aber über mehr Shadereinheiten als das Desktop-Modell verfügt. 3.584 sind es dort und im Notebook 3.840. Dafür ist der Speicherausbau im Notebook mit 6 GB nur halb so groß. Je nach TGP des Herstellers arbeitet die GPU mit einem Takt von 1.283 bis 1.703 MHz.

Für den Einsatz in Notebooks hat NVIDIA auch einige der verwendeten Technologien verbessert. Dynamic Boost teilt das Power-Budget dem Prozessor, der GPU oder dem GPU-Speicher zu – je nachdem wo die Leistung aktuell gefordert wird. Der Wisper Mode 2.0 soll einen möglichst leisen Betrieb sicherstellen. Außerdem unterstützt NVIDIA im Zusammenspiel mit Intel Resizeable BAR, also das effizientere Management des Grafikspeichers.

Notebooks mit einer mobilen Variante der GeForce RTX 3060 sollen ab 1.099 Euro starten. Solche mit einer GeForce RTX 3070 kosten mindestens 1.499 Euro und wer eine GeForce RTX 3080 in seinem Notebook verwenden möchte, der muss ab 2.199 Euro auf den Tisch legen. Die Preise sind natürlich auch abhängig von der restlichen Ausstattung.

GeForce-RTX-30-Series-Laptops sind ab dem 26. Januar von verschiedenen Herstellern erhältlich. Entsprechende Ankündigungen sind bereits in den Notebook-News der letzten Stunden und Tagen zu finden.

Nicht nur neue Hardware kündigte NVIDIA an, sondern auch einige weitere Spiele, die von der neuen Hardware Gebrauch machen sollen. So werden Call of Duty: Warzone und Outriders das DLSS unterstützen und sollen damit mehr FPS erreichen können. Außerdem gab es einige Neuankündigungen für Spiele, die Raytracing-Effekte und DLSS unterstützen. Darunter sind Five Nights at Freddys: Security Breach