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Radeon RX 6000: AMD liefert weitere Benchmarks und will Raytracing- und AI-Werte nachliefern

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radeon-rx-6000In der vergangenen Woche präsentierte AMD die Radeon-RX-6000-Serie in Form dreier Modelle: Die Radeon RX 6800, Radeon RX 6800 XT und Radeon RX 6900 XT. Diese sollen NVIDIAs Ampere-Karten kräftig auf die Füße treten und durch die Bank mindestens genauso schnell sein, wie ihre Gegenstücke. Bereits zum Start lieferte AMD einige Benchmarks, auf die man natürlich nicht vollständig vertrauen sollte, die jedoch eine grobe Richtung vorgeben.

Ein sogenanntes Cherry-Picking, also das Herauspicken von Benchmarks, die der eigenen Hardware entgegenkommen, ist in solchen Fällen nicht unüblich. Zudem war in den Benchmarkvergleichen teilweise eine Funktion namens Smart Access Memory und der Rage Mode aktiv – ein Stock-vs.-Stock-Vergleich sieht anders aus.

Auf einer eigenen Produktseite zur Radeon-RX-6000-Serie hat man nun weitere Benchmarks veröffentlicht. Hier werden zehn Spiele (Battlefield V, Borderlands 3, Call of Duty: Modern Warfare, The Division 2, DOOM Eternal, Forza Horizon 4, Gears 5, Resident Evil 3, Shadow of the Tomb Raider und Wolfenstein: Youngblood) in zwei Auflösungen (3.840 x 2.160 und 2.560 x 1.440 Pixel) in jeweils einer Qualitätseinstellung getestet. 

An Hardware vergleicht AMD die drei neuen Modelle Radeon RX 6800, Radeon RX 6800 XT und Radeon RX 6900 XT mit jeweils 16 GB gegen eine GeForce RTX 2080 Ti mit 11 GB (als vorläufiger Vertreter der GeForce RTX 3070), eine GeForce RTX 3080 Founders Edition mit 10 GB und eine GeForce RTX 3090 mit 24 GB – hier ist nicht bekannt, welches Modell AMD genau eingesetzt hat. Das Testsystem bestand aus einem noch nicht offiziell erhältlichen Ryzen 9 5900X nebst 16 GB an DDR4-3200 MHz auf einer X570-Referenzplattform.

In WQHD liegt AMD in neun von zehn Benchmarks vor der Konkurrenz – also die Radeon RX 6900 XT vor der GeForce RTX 3090, die Radeon RX 6800 XT vor der GeForce RTX 3080 und die Radeon RX 6800 vor der GeForce RTX 3070. Teilweise liegen sogar die eigentlich darunter platzierten Modelle der Radeon-RX-6000-Serie vor den Modellen der GeForce-RTX-3000-Serie.

In 4K sieht das Bild dann meist wie erwartet aus. AMDs Modelle liegen vor den Konkurrenzmodellen – zumindest meistens. Allerdings sei auch für diese Benchmarks angemerkt, dass AMD die Funktion des Smart Access Memory aktiviert hat.

Zum Launch werden wir sicherlich einen Test der Radeon RX 6800 und Radeon RX 6800 XT sowie später dann auch der Radeon RX 6900 XT präsentieren können. Unser Testsystem verwendet einen Core i9-10900K, wo Smart Access Memory dann natürlich nicht aktiv sein wird. Wir werden uns die Leistung der Karten aber sicherlich auch mit einem Ryzen-5000-System anschauen, um die Vorteile der Ryzen-Plattform voll ausnutzen zu können. Neben einem neutralen Vergleich sollen die Möglichkeiten der Ryzen-Nutzer ebenfalls vollständig dargestellt werden.

Bisher keine Raytracing-Benchmarks

Bisher hat sich AMD beim Thema Raytracing noch zurückgehalten. Zwar war bereits von den Ray Acceleratoren die Rede, die um mehrere Faktoren schneller sein sollen als eine reine Softwarelösung, aber zur Raytracing-Leistung in Spielen gibt es noch keine Zahlen. Auch wie die speziellen Raytracing-Beschleuniger funktionieren, ist bislang nicht bekannt.

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Zwischen der Vorstellung und der Markteinführung der ersten beiden Karten am 18. November will AMD laut Frank Azor, Chief Gaming Architect bei AMD, noch entsprechende Werte nachliefern. Dies gilt neben dem Raytracing für das AI-Upscaling mittels FidelityFX, welches als Gegenstück zu DLSS positioniert ist.

Warum AMD bisher auf eine Veröffentlichung von Zahlen verzichtet hat, ist nicht bekannt. Bisher kann also nur spekuliert werden. Von einem unfertigen Treiber für die Unterstützung von DXR ist die Rede, aber auch von einer Raytracing-Leistung, die nicht auf Niveau von NVIDIAs RT Cores liegt. Die RDNA-2-Architektur unterstützt DirectX 12 Ultimate, welches als Raytracing-API auf DXR 1.1 setzt. Die bisher erschienen Spiele verwenden durch die Bank DXR 1.0. Demzufolge sollte AMD mit den neuen Karten in der Lage sein, eine entsprechende Hardwarebeschleunigung anzubieten.