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Arcturus und Ponte Vecchio: Neue Verweise auf HPC-Karten von AMD und Intel

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gpu-die-shotIn den vergangenen Tagen gab es mehrfache Verweise auf zukünftige HPC- bzw. GPU-Beschleuniger von AMD und Intel. Zunächst einmal gibt es neue Verweise auf die Arcturus-GPU von AMD, die wohl auf der Radeon Instinct MI100 zum Einsatz kommen wird.

Der letzte Leak entstammte aus einem BIOS der entsprechenden Karte. Hier war die Rede von 7.936 und 7.680 Shadereinheiten bei einem Takt zwischen 1.600 und 1.800 MHz sowie einer Bestückung von 32 GB an HBM2. Die neuen Details sprechen von 120 Compute Units, also 7.680 Shadereinheiten. Da es sich um ein Testboard handelt, liegt der Takt bei nur 878 MHz und die weiteren Komponenten sollen mit 750 MHz arbeiten. Der HBM2-Speicher kommt auf einen Takt von 1.200 MHz. Bei einem 4.096 Bit breiten Speicherinterface läge die Speicherbandbreite damit bei 1.228,8 GB/s.

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Die niedrigen Taktraten sind für ein Testboard nicht weiter ungewöhnlich. Die finalen Taktraten dürften im Bereich des doppelten Taktes liegen, damit eine entsprechende Rechenleistung erreicht wird.

Die Arcturus-GPU bzw. die Radeon Instinct MI100 wird eine reine HPC-Karte sein. Vermutlich hat AMD die verwendete Vega-Architektur derart angepasst, dass alle Komponenten der Graphics Pipeline entfernt wurden. Somit wird die Karte nicht in der Lage sein, klassische Rendering-Operationen auszuführen.

Für FP64- und FP32-Berechnungen bietet die Vega-Architektur bereits eine recht hohe Leistung und Effizienz. Durch den doppelten Ausbau der Architektur erhöht sich die Rechenleistung in diesem Bereich theoretisch um den Faktor 2. Zudem wird die Radeon Instinct MI100 vermutlich auch BFloat16 und INT16 sowie INT8 durch akkumulieren anderer Funktionseinheiten unterstützen.

Intel Ponte Vecchio taucht auf

Im Portal der Eurasische Wirtschaftsunion sind Einträge zu Intels "Ponte Vecchio"-GPU-Beschleuniger zu finden gewesen (#1, #2 und #3). Diese sind inzwischen aber schon wieder verschwunden. Die Rede war hier von einem Reference Validation Platform (RVP) für Ponte Vecchio. Bei einem RVP handelt es sich um funktionsfähige Hardware, die Entwickler bei Intel selbst und bei Partnern dazu verwenden können, um die Software für Intels GPGPU entwickeln zu können. Leider werden auch hier keine technischen Details verraten.

Ponte Vecchio wird 2021 der erst in 7 nm bei Intel gefertigte Chip sein. Intel verwendet hier neben der Xe-HPC-Architektur HBM-Speicher sowie die Packaging-Technologien EMIB und Foveros. Sechs GPUs werden in einem Node gemeinsam betrieben, per CXL-Interconnect miteinander verbunden sein und mit den Xeon-Prozessoren auf Basis von Sapphire Rapids zusammenarbeiten.