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HBM2 soll Hälfte des Preises der Radeon VII ausmachen

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amd-radeonviiRund um die am 7. Februar erscheinende Radeon VII entbrannte in den vergangenen Tagen eine Diskussion über den Preis – nicht zum bisher veranschlagten 699 US-Dollar Verkaufspreis, sondern vielmehr um den Preis der Fertigung und hier rückt der High Bandwidth Memory der zweiten Generation in den Fokus.

Bereits in der Vergangenheit gab es eine Diskussion zum Preis des HBM2, denn dieser war über eine lange Zeit nicht in hohen Stückzahlen zu bekommen und erreichte auch nicht die Vorgaben, die unter anderem seitens AMD und NVIDIA gemacht wurden. So läuft der Speicher auf vielen Karten nicht mit den vollen 1.000 MHz, sondern kommt auf 800 bis 950 MHz – beispielsweise auf der Radeon RX Vega 56 und 64.

Bei der Radeon VII sollen aber nun die vollen 1.000 MHz anliegen (ebenso auf einigen Tesla-V100-Varianten) und zusammen mit einem 4.096 Bit breiten Speicherinterface erreicht die Karte satte 1 TB/s an Speicherbandbreite. Verbaut sind vier Chips mit jeweils 4 GB Kapazität, was in 16 GB an Gesamtspeicher der Radeon VII resultiert.

Nun aber zur Preisdiskussion, denn auch wenn es keine offiziellen Preise für HBM in einer Preisliste der Hersteller gibt, so soll ein einzelner HBM2-Chip mit einer Speicherkapazität von 4 GB etwa 80 US-Dollar kosten. Bei vier solcher Chips läge der Preis bei 320 US-Dollar – fast die Hälfte des Preises einer Radeon VII.

Diese Angaben sollten aber mit Vorsicht genossen werden. Zum einen werden diese Preise seit dem Sommer 2018 in dieser Form genannt und waren auch damals schon keine gesicherte Angabe, sondern beruhten auf Industriequellen, die schwer zu überprüfen sind, und zum anderen ist davon auszugehen, dass solche Preise abhängig von der Verfügbarkeit des Speichers selbst sind und es hier große Änderungen innerhalb einiger Monate gibt. Hinzu kommen Reduzierungen des Preises durch den Kauf garantierter Abnahmemengen durch die Hersteller und weitere Vereinbarungen, die Auswirkungen auf den Preis haben.

HBM2 hat sich bei den Endkunden-Grafikkarten noch immer nicht etabliert. AMD ist der einzige Hersteller, der diesen Speicher auf seinen Gaming-Karten verwendet. NVIDIA war von Anfang an zurückhaltender und verwendet bei seinen neuen GeForce-RTX-Modellen ausschließlich GDDR6-Speicher. Einzig der Prosumer-Ableger Titan V verwendet ebenfalls HBM2. Viele Cloud-Beschleuniger verwenden in der Hardware inzwischen aber HBM und der Bedarf nach dem schnellen Speicher wächst.

Wie hoch die Kosten für den HBM2 von AMD nun sind, werden wir wohl niemals erfahren. Auch eine Gesamtrechnung der Einzelkomponenten wird nicht dem entsprechen, was AMD an Kosten für die Fertigung einer kompletten Grafikkarten hat. Auch wenn eine Radeon VII nur eine Prestigeobjekt für AMD ist, wird man sicherlich noch etwas Gewinn damit machen wollen, zumindest aber nicht draufzahlen wollen. 

Neben den 320 US-Dollar für den Speicher, die hier im Raum stehen, sind auch die Kosten für die Fertigung einer 7-nm-GPU in dieser Größenordnung und das Packaging nicht zu verachten. Hinzu kommen die Fertigung des PCBs, des Kühlers und vieles mehr. Da sind 320 US-Dollar für den Speicher alleine kaum vorstellbar.

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