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NVIDIA präsentiert die Quadro GV100 mit 32 GB HBM2

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nvidiaEine der ersten Neuvorstellungen der Keynote der GPU Technology Conference (GTC) ist die Quadro GV100. Diese basiert, wie der Name schon sagt, auf der GV100-GPU mit Volta-Architektur. Diese wurde im vergangenen Jahr auf der GTC 2017 vorgestellt und ist in Form der Tesla V100 und NVIDIA Titan V auch schon verfügbar.

Die Quadro GV100 folgt der Quadro GP100, die wir uns im Workstation-Bereich genauer angeschaut haben. Sie profitiert vor allem durch die Verbesserungen bei der Fertigung des High Bandwidth Memory der zweiten Generation, die inzwischen von Samsung und SK Hynix angeboten wird. Waren zuvor noch Kompromisse notwendig, um eine gewisse Speicherkapazität oder Bandbreite zu erreichen, ist dies nun nicht mehr vonnöten. Dies ermöglicht NVIDIA eine Bestückung mit 32 GB HBM2 auf der Quadro GV100. Auch die Tesla V100 ist ab sofort mit 32 GB HBM2, also der doppelten Speicherkapazität erhältlich. Per NVLink lassen sich auch zwei dieser Karten zusammenschalten. Dies bedeutet aber nicht, dass in allen Anwendungen 64 GB an HBM2 zur Verfügung stehen. Die Heterogeneous System Architecture macht aber einen Zugriff auf den Speicher der anderen Karte möglich, so dass zumindest theoretisch von einer Verdopplung des Speichers gesprochen werden kann.

Hinsichtlich des Ausbaus der GV100-GPU macht NVIDIA während der Keynote einige Angaben, welche die bisherigen Vermutungen bestätigen. Der Vollausbau der GPU kommt auf 5.376 Shadereinheiten sowie 672 Tensor-Cores und 336 Textur-Einheiten. Im Falle der Tesla V100 und Titan V werden aber nur 5.120 Shader-, 320 Textureinheiten und 640 Tensor-Cores verwendet – so auch bei der Quadro GV100.

NVIDIA gibt eine Rechenleistung von 7,4 TFLOPS bei doppelter und 14,8 TFLOPS bei einfacher Genauigkeit an. Die Tensor-Cores steuern 118,5 TFLOPS (INT8) bei. Damit ist davon auszugehen, dass NVIDIA die gleiche Ausbaustufe der GV100-GPU wie bei den bisherigen Beschleunigern verwendet. Die Tesla V100 kommt auf 7,5 bzw. 15 TFLOPS für doppelte und einfache Genauigkeit sowie 120 TFLOPS (INT8) über die Tensor-Cores. Die Taktung dürfte damit ebenfalls vergleichbar sein.

Hinsichtlich der Rechenleistung streicht NVIDIA vor allem die Möglichkeiten des Ray-Tracings in Echtzeit heraus. Auf der Games Developer Conference vor wenigen Tagen präsentierte NVIDIA eine Entwicklerschnittstelle namens RTX, die später auch in ersten Spielen angewendet werden soll. In diesem Bereich wird ein Ray-Tracing aber zunächst nur auf wenige Effekte ausgeführt werden. Beim Rendering im professionellen Umfeld wird auch mit einem vollständigen Rendering mittels Ray Tracing gearbeitet. Eben hier soll die Quadro GV100 ihre Stärken ausspielen.

Die NVIDIA Quadro GV100 ist ab sofort erhältlich. Da eine Quadro GP100 mit 16 GB HBM2 bereits über 8.000 Euro kostet, dürfte eine Quadro GV100 mit 32 GB HBM2 deutlich in den fünfstelligen Bereich hineinreichen. Die PCI-Express-Variante der Tesla V100 mit 16 GB HBM2 kostet über 10.000 Euro. Da dürfte NVIDIA mit der 32-GB-Variante preislich noch eine gute Schippe drauflegen.

1. Update

Inzwischen nennt NVIDIA auch einen Preis für die Quadro GV100. Diese soll 8.699 Euro kosten. Die Quadro GP100 sinkt auf 7.199 Euro.