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Vega noch 2018 in 7 nm – Navi 2019 ebenfalls in 7 nm

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amd-vega-logoNeben der ersten Vorstellung der Ryzen-2000-Serie hat AMD auch die Pläne für seine Grafiksparte erneuert. Auf Seiten des Desktops wird es zunächst einmal so weitergehen wie bisher. Die Radeon RX Vega 56 und 64 werden auch 2018 die schnellsten GPUs auf dem Hause AMD sein. AMD verweist an dieser Stelle nur auf eine verbesserte Verfügbarkeit der Custom-Modelle, von denen wir uns bereits einige angeschaut haben.

Allerdings wird es 2018 auch Neuigkeiten geben. So plant AMD eine Umstellung der Fertigung. Anstatt wie bisher auf einem Interposer, sollen die Vega-GPU und der HBM2 künftig im gleichen Package untergebracht werden. Intel hat ebenfalls heute seine Core-Prozessoren mit Radeon RX Vega M Grafik vorgestellt, die nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren. CPU, GPU und HBM befinden sich im gleichen Package und damit erreicht Intel eine Bauhöhe von gerade einmal 1,7 mm. Intel verwendet dazu eine Technologie namens Embedded Multi-Die Interconnect Bridge (EMIB). AMD will ebenfalls auf 1,7 mm kommen, wie dies genau gelingen soll, dazu schweigt man sich allerdings aus.

Eine derart gefertigte Vega-GPU ist vor allem für den Einsatz in Notebooks interessant, da hier die Höhe eine besonders wichtige Rolle spielt. Im Sommer 2018 soll Vega Mobile in dieser Form erscheinen. Noch keinerlei Details gibt es zu den technischen Daten. Intel verwendet für die Core-Prozessoren mit Radeon RX Vega M Grafik einen Ausbau mit 24 bzw. 20 CUs (1.536 bzw. 1.280 Shadereinheiten). Das dürfte bei Vega Mobile recht ähnlich aussehen. Allerdings sind auch schon Varianten der Vega-GPU mit 28 CUs (1.792 Shadereinheiten) aufgetaucht, so dass auch dies ein möglicher Einsatz für Vega Mobile darstellt. AMD dürfte sich bei der GPU auch etwas Luft gegenüber Intel lassen.

Vega bereits 2018 in 7 nm

Mit der Radeon-Instinct-Serie wollte AMD im Machine-Learning- und HPC-Bereich neu angreifen. Bisher ist davon am Markt aber noch nicht so richtig viel zu spüren. NVIDIA und anderen Firmen bauen sich ihre Speziallösungen einfach selbst. Dennoch will AMD hier 2018 weiter angreifen.

Auch wenn bis auf Vega Mobile in 2018 recht wenig bei den GPUs für Endkunden geschehen wird, plant AMD gegen Ende des Jahres eine weitere Ausbaustufe hinsichtlich der Fertigung und will die Radeon Instinct MI25 mit Vega-GPU in 7 nm fertigen lassen.

Völlig offen bleibt, wie und wo dies geschehen soll. AMD lässt seine Vega-GPU in 14 nm bei GlobalFoundries fertigen. Ein Shrink auf 12 nm wie bei den Prozessoren ist offenbar nicht geplant. GlobalFoundries wird 2018 auch kaum in der Lage sein bereits 7 nm anzubieten, zumal dies bei den Prozessoren auch erst ab 2019 möglich sein soll.

Es kommen also nur TSMC und Samsung in Frage, die in diesem Jahr mit der Fertigung in 7 nm beginnen wollen. Es ist aber auch nicht ungewöhnlich, dass Fabless-Unternehmen, als Hersteller ohne eigenen Fertigung, immer mal wieder ihren Auftragsfertiger wechseln bzw. mit jedem Design zum gegebenen Zeitpunkt schauen, wo die Fertigung am besten unterzubringen ist.

Es stehen allerdings auch noch viele Details zur Radeon Instinct MI25 mit Vega-GPU in 7 nm aus. So ist unklar, ob es sich um einen einfachen Shrink handelt es durch die kleinere Fertigung auch größere Ausbaustufen möglich sind. Zudem spricht AMD nur von einem Sampling in 2018, so dass mit fertigen Produkten wohl erst 2019 zu rechnen ist.

Update der GPU-Roadmap – Navi 2019 in 7 nm

Ein Update gibt es in der GPU-Roadmap. AMD plant in diesem Jahr die Vega-Architektur in 7 nm fertigen zu lassen. Wie gesagt: Bisher gilt dies nur für die Radeon-Instinct-Serie, von den Desktop-Modellen ist nicht die Rede.

Stattdessen soll 2019 Navi folgen. Auch hier plant AMD mit der Fertigung in 7 nm, so dass Vega in 7 nm eventuell als Testballon verstanden werden kann. Details zu Navi will AMD auch hier nicht verraten. Aus den vergangenen Monaten und Jahren bekannt, ist, dass AMD hier immer wieder von "Scaleability" und "Next-Gen Memory" gesprochen hat. Während unter Next-Gen Memory sicherlich HBM der dritten Generation zu verstehen wäre, könnte die Scaleability darauf hindeuten, dass AMD zukünftige GPUs und Architekturen nicht mehr derart monolithisch auslegt, wie das heute der Fall ist, sondern in dieser Hinsicht flexibler gestalten will. Im kommenden Jahr werden wir aber sicherlich wissen, was AMD mit Navi so alles vor hat.

Für 2020 ist dann natürlich auch schon der Nachfolger für Navi in Planung, der aktuell aber noch keinen Namen hat. AMD plant hier mit einer Fertigung von 7 nm und kleiner.

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