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Cryorig macht aus dem bereits 2025 gezeigten Lull kein normales Seriengehäuse. Zur Computex 2026 zeigt man die finale Fassung des Chassis mit seitlich integriertem Passiv-Radiator. Um die Stückzahlen und das Marktinteresse besser einschätzen zu können, wird man das Gehäuse zum Start zunächst nur auf Anfrage anbieten. Dann wird es nicht ganz günstig werden: Etwa 1.000 US-Dollar will der Hersteller dafür aufrufen. Preis und Stückzahl dürften somit nur für ein spezielles Publikum interessant sein.
Dafür bekommt der Käufer ein 465 x 250 x 513 mm großes und rund 5,39 kg schweres Tower-Gehäuse, das seitlich gleich über einen integrierten Wärmetauscher für eine Wasserkühlung verfügt. Damit nutzt der Aufbau die gesamte rechte Gehäuseseite als Kühlfläche. Die Schlauchverbindungen werden über die Innenseite des Deckels angesteckt, um das System mit einem Kühler zu verbinden. Die Radiatorfläche kommt so auf 550 cm², insgesamt 450 ml Kühlflüssigkeit befinden sich im System. Eine Pumpe, die mit 2.700 U/min arbeitet, ist ebenfalls bereits integriert. Bis zu 180 W TDP sollen laut Cryorig damit ohne Radiatorlüfter abgeführt werden können.
Damit wird das System aber noch lange nicht zum gänzlich lüfterlosen PC, da die übrige Abwärme im Gehäuse – vorwiegend von Grafikkarte und Spannungsversorgung – natürlich ebenfalls bedacht werden muss. Die Kühlung ist damit aber fest an das Gehäuse gebunden, was Produktion und Service aufwendiger macht, weswegen Cryorig zunächst diesen Vertriebsweg einschlägt.
Das übrige Computex-Lineup fällt bei Cryorig typisch für den Kühlungsspezialisten aus. Mit der Cryorig Rheo360 und der Rheo240 zeigt der Hersteller weitere AiO-Kühler, die auf der Pumpe mit einem Infinity-Spiegel und Herstellerlogo aufwarten können, während die Cryo-Reihe mit 2,8-Zoll-Display und 720 x 720 Bildpunkten sowie ARGB-Lüftern aufwarten kann. Das große 360-mm-Modell ist für Prozessoren mit einer TDP von 285 W ausgelegt.
Hinzu kommt der Cryorig H4 als Luftkühler mit L-förmiger Heatpipe-Führung. Er nutzt je nach Ausführung vier bis sechs 6-mm-Heatpipes mit Direktkontakt und einen 120 mm großen PWM-Lüfter. Die eher ungewöhnliche Bauform soll mehr Abstand zu RAM und Bauteilen rund um den Sockel schaffen, ohne auf Kühlleistung zu verzichten – so zumindest das Versprechen des Herstellers.
Welches ist das beste Gehäuse für meinen Anwendungsfall?
Unsere Kaufberatung zu den aktuellen Gehäusen hilft dabei, die Übersicht nicht zu verlieren. Dort zeigen wir, welches Modell aktuell die beste Wahl darstellt - egal, ob es um die Größe, den Airflow oder das Preis-Leistungs-Verhältnis geht.