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Backblaze veröffentlicht Statistiken zur Ausfallrate der eingesetzten Festplatten

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Backblaze veröffentlicht Statistiken zur Ausfallrate der eingesetzten Festplatten
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BackBlaze bietet bereits seit vielen Jahren Cloud-Backup-Lösungen für seine Kunden an und verbaut entsprechend viele Festplatten in seinen Servern. Das Unternehmen veröffentlicht dabei seine Erfahrungen mit den Festplatten in jedem Quartal und auch im abgelaufenen dritten Quartal sind wieder neue Ausfallraten veröffentlicht worden.

Unterm Strich teilt der Cloud-Anbieter mit, dass die Ausfallrate der Festplatten gesunken sei. Dies sei allerdings auch auf das Alter der verwendeten Laufwerke zurückzuführen, denn nur noch Platten von HGST mit einer Kapazität von 4 TB hätten ein Durchschnittsalter von mehr als vier Jahren. Alle anderen HDDs seien durchschnittlich jünger als vier Jahre.

Insgesamt hat BackBlaze 9.599 Festplatten in den Servern hinzugebaut und gleichzeitig 6.221 Laufwerke außer Betrieb genommen. Somit kamen im dritten Quartal bei BackBlaze 86.529 Festplatte in 14 verschiedenen Modellvarianten zum Einsatz. Die Ausfallrate lag über alle Hersteller hinweg bei 1,84 %, womit der niedrigste Wert aller Zeiten erreicht wurde.

Festplattenkapazität steigt weiter an

Der Cloud-Anbieter teilt auch mit, dass immer mehr Festplatten mit einer Kapazität von 10 TB eingesetzt werden. Konkret greift das Unternehmen dabei auf zwei Modelle von Seagate zurück. Beide Varianten kommen mit einer Helium-Füllung. Da die Festplatten allesamt einwandfrei ihren Dienst verrichten, stellt BackBlaze die Theorie auf, dass die Qualitätssicherung bei Helium-Festplatten höher ausfallen könnte. Konkret kann dies nach so einem kurzen Zeitraum allerdings noch nicht endgültig bewiesen werden. 

Ausfallrate von Consumer- und Enterprise-Modellen vergleichbar

Beim Vergleich zwischen Consumer- und Enterprise-Modellen zeigt sich laut BackBlaze kein großer Unterschied. Während Seagate-Modelle mit einer Kapazität von 8 TB für den Consumer-Bereich eine Ausfallrate von 0,72 % vorweisen, liegt die Fehlerrate bei Enterprise-Modellen bei 1,04 %. Allerdings betont BackBlaze auch gleichzeitig, dass diese Enterprise-Laufwerke auch bis zu 40 % mehr Daten pro Tag schreiben können - jedoch auch mehr Strom verbrauchen. Somit steht der leicht höhere Ausfallrate im Enterprise-Bereich die höhere Datenmenge gegenüber.
 
Laut BackBlaze sollen Consumer-Festplatten trotzdem eine vergleichbare Haltbarkeit wie Enterprise-Modelle aufweisen. Somit sind Käufer bei einer möglichst hohen Datensicherheit nicht gezwungen, immer gleich zur Enterprise-Version zu greifen.  

Mit Blick auf die aktuellen 12-TB-Fesplatten von Seagate oder Western Digital kann das Unternehmen noch keine Zahlen liefern. Dafür sei die Liefersituation noch zu schlecht es konnte nur eine Testversion verbaut werden. Außerdem fehle es hier an entsprechender Einsatzzeit für die Festplatten.

Quellen und weitere Links

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