1. Hardwareluxx
  2. >
  3. News
  4. >
  5. Hardware
  6. >
  7. Festplatten und SSDs
  8. >
  9. Backblaze veröffentlicht Statistiken zur Ausfallrate der eingesetzten Festplatten

Backblaze veröffentlicht Statistiken zur Ausfallrate der eingesetzten Festplatten

Veröffentlicht am: von

backblazeBackBlaze bietet bereits seit vielen Jahren Cloud-Backup-Lösungen für seine Kunden an und verbaut entsprechend viele Festplatten in seinen Servern. Das Unternehmen veröffentlicht dabei seine Erfahrungen mit den Festplatten in jedem Quartal und auch im abgelaufenen dritten Quartal sind wieder neue Ausfallraten veröffentlicht worden.

Unterm Strich teilt der Cloud-Anbieter mit, dass die Ausfallrate der Festplatten gesunken sei. Dies sei allerdings auch auf das Alter der verwendeten Laufwerke zurückzuführen, denn nur noch Platten von HGST mit einer Kapazität von 4 TB hätten ein Durchschnittsalter von mehr als vier Jahren. Alle anderen HDDs seien durchschnittlich jünger als vier Jahre.

Insgesamt hat BackBlaze 9.599 Festplatten in den Servern hinzugebaut und gleichzeitig 6.221 Laufwerke außer Betrieb genommen. Somit kamen im dritten Quartal bei BackBlaze 86.529 Festplatte in 14 verschiedenen Modellvarianten zum Einsatz. Die Ausfallrate lag über alle Hersteller hinweg bei 1,84 %, womit der niedrigste Wert aller Zeiten erreicht wurde.

Festplattenkapazität steigt weiter an

Der Cloud-Anbieter teilt auch mit, dass immer mehr Festplatten mit einer Kapazität von 10 TB eingesetzt werden. Konkret greift das Unternehmen dabei auf zwei Modelle von Seagate zurück. Beide Varianten kommen mit einer Helium-Füllung. Da die Festplatten allesamt einwandfrei ihren Dienst verrichten, stellt BackBlaze die Theorie auf, dass die Qualitätssicherung bei Helium-Festplatten höher ausfallen könnte. Konkret kann dies nach so einem kurzen Zeitraum allerdings noch nicht endgültig bewiesen werden. 

Ausfallrate von Consumer- und Enterprise-Modellen vergleichbar

Beim Vergleich zwischen Consumer- und Enterprise-Modellen zeigt sich laut BackBlaze kein großer Unterschied. Während Seagate-Modelle mit einer Kapazität von 8 TB für den Consumer-Bereich eine Ausfallrate von 0,72 % vorweisen, liegt die Fehlerrate bei Enterprise-Modellen bei 1,04 %. Allerdings betont BackBlaze auch gleichzeitig, dass diese Enterprise-Laufwerke auch bis zu 40 % mehr Daten pro Tag schreiben können - jedoch auch mehr Strom verbrauchen. Somit steht der leicht höhere Ausfallrate im Enterprise-Bereich die höhere Datenmenge gegenüber.
 
Laut BackBlaze sollen Consumer-Festplatten trotzdem eine vergleichbare Haltbarkeit wie Enterprise-Modelle aufweisen. Somit sind Käufer bei einer möglichst hohen Datensicherheit nicht gezwungen, immer gleich zur Enterprise-Version zu greifen.  

Mit Blick auf die aktuellen 12-TB-Fesplatten von Seagate oder Western Digital kann das Unternehmen noch keine Zahlen liefern. Dafür sei die Liefersituation noch zu schlecht es konnte nur eine Testversion verbaut werden. Außerdem fehle es hier an entsprechender Einsatzzeit für die Festplatten.

Social Links

Das könnte Sie auch interessieren:

  • Samsung SSD 980 PRO im Test: Mehr EVO als PRO

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/IMG_7578B

    Auch wenn die ersten SSDs mit PCIe4-Interface schon lange erhältlich sind, war vor allem Samsungs Veröffentlichung eines entsprechenden Massenspeichers mit Spannung erwartet. Der Branchenprimus, der durch insgesamt drei Versionen der SSD 970 (PRO, EVO, EVO Plus) immer noch als state of the art... [mehr]

  • Samsung SSD 870 QVO im Test: QLC überzeugt immer noch nicht

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/SAMSUNG_870QVO_02B

    Als vor knapp zwei Jahren mit der Samsung SSD 860 QVO eine der ersten QLC-SSDs den Hardwareluxx-Testparcours meisterte, war das Fazit noch sehr verhalten und wir mussten festhalten: QLC überzeugt noch nicht! Jetzt schickt Samsung die 870 QVO ins Rennen, um vieles besser zu machen und um auch mehr... [mehr]

  • Synology ändert die Richtlinie zur Verwendung von Festplatten

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/SYNOLOGY

    Mit der Markteinführung eigener Festplatten, unter der Artikelbezeichnung HAT5300, hat Synology eine Änderung ihrer Richtlinien zum Betrieb der größeren Enterprise-Produkte bekannt gegeben. Bisher war es bekanntermaßen so, dass Synology – ähnlich wie andere Hersteller – eine... [mehr]

  • Crucial P5 im Test: Crucials bisher schnellste SSD

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/CRUCIAL_P5_01_504E6A975BA442AAA62BDCA85643D28A

    Geht es in unserem Storage-Forum um Empfehlungen für SSDs, fällt meist auch der Name Crucial: Gerade die MX500 für SATA oder die P1 mit QLC-Speicher können sich in ihren Segmenten einer gewissen Beliebtheit erfreuen. Dabei steht bei beiden Laufwerken ein gutes Preisleistungsverhältnis im... [mehr]

  • Western Digital WD Blue 3D NAND im Test: Nur Masse oder auch Klasse?

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/WD_BLUE_3D_NAND_SATA_06_57739472369546149659EF80F8212323

    Geht es um die Wahl eines neuen Hauptspeichers, haben Solid State Drives seit Jahren die Oberhand - zumindest was die Geschwindigkeit angeht. Werden jedoch mehrere Terrabyte Speicherplatz benötigt, ist der Griff zur konventionellen Festplatte immerhin preislich verlockend. Noch werden hohe... [mehr]

  • Western Digital WD_Black SN850 im Test: Back in Black

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/WD_SN850_100

    Zwar konnte uns die WD_Black AN1500 zuletzt noch etwas besänftigen, doch seit der gemeinsamen Ankündigung einer vollwertigen PCIe4-SSD aus dem Hause Western Digital war natürlich vor allem die SN850 das Objekt der Begierde. Nachdem die ebenfalls lang ersehnte Samsung SSD 980 PRO nicht unbedingt... [mehr]