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ASUS zeigte PCIe-Erweiterungskarte für vier M.2-SSDs

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Neben zahlreichen Mainboards mit X299-Chipsatz sowie eines der ersten Mainboards für AMDs ThreadRipper-Prozessoren, präsentiert ASUS auf der Computex 2017 auch noch eine PCI-Express-Erweiterungskarte, in der bis zu vier M.2-SSDs Platz finden. Damit erhöht ASUS nicht nur die Anzahl der SSDs die insgesamt verbaut werden können, sondern beschleunigt auch noch deren Anbindung, denn üblicherweise sind die M.2-SSDs über vier Lanes angebunden.

Die von ASUS als Hyper M.2 x16 bezeichnete Karte stellt eigentlich nur die 16 PCI-Express-Lanes des verwendeten Steckplatzes zur Verfügung, um diese wiederum zu jeweils vier auf die vier M.2-SSDs aufzuteilen. Mit den neuen Intel Extreme Prozessoren stehen wieder deutlich mehr PCI-Express-Lanes zur Verfügung, so dass solche Erweiterungskarten vermehrt zum Einsatz kommen können.

Das Board selbst sieht also einfach nur vier Steckplätze vor, die M.2-SSDs in den Größen 2242, 2260, 2280 und 22110 aufnehmen. Die entsprechenden Öffnungen für die Schrauben sind auf dem Board ebenfalls vorhanden. Außerdem verbaut ASUS einen Lüfter, der dafür sorgen soll, dass die SSDs immer ausreichend gekühlt werden und damit auch unter Last ihre Leistung lange halten können. Auf den Bildern ist ebenfalls zu erkennen, dass ASUS eine Abdeckung vorsieht, damit der Lüfter seine Funktion auch ausführen kann. An der Slotblende lässt sich der Lüfter auf Wunsch auch abschalten.

ASUS zeigt mit der Hyper M.2 x16 auch eine von Intel entwickelte Technologie namens VROC. Dies steht für Virtual RAID on CPU und soll die schnelle Anbindung des Speichers verdeutlichen. VROC wird allerdings nur von Prozessoren aus dem Hause Intel unterstützt – genauer gesagt die neuen Skylake-X-Modelle. Auch hier sieht man wieder deutlich die Anleihen aus dem Serverbereich, in denen die Prozessoren eigentlich zum Einsatz kommen.

VROC funktioniert aber nicht in jedem Fall. Für ein RAID0 ist keinerlei weitere Hardware notwendig. Zusammen mit vier Intel-SSDs kann ein RAID0 erstellt werden. Soll allerdings ein RAID1 verwendet werden, muss ein spezieller Hardware-Key auf das Mainboard gesteckt werden. Dieser soll noch einmal etwa 85 US-Dollar kosten. Soll auch ein RAID5 verwendet werden können, ist ein anderer Hardware-Key notwendig, der sogar etwa 250 US-Dollar kosten soll.

Die Informationslage rund um VROC ist aber noch etwas schwammig, da auch ASUS nicht so genau sagen kann, warum der Hardware-Key notwendig ist und welche Extrakosten auf den Nutzer zukommen. Hier wäre Intel also sicherlich der richtige Ansprechpartner.

Die gezeigten Leistungswerte sind aber durchaus beeindruckend. Fast 12 GB/s für das Lesen von Daten sowie 4,5 GB/s für das Schreiben sind beachtlich. In der vergangenen Woche stellte Highpoint eine ähnliche PCI-Express-SSD mit RAID-Unterstützung vor, die es auf 13,5 GByte/s bringen soll. Derzeit ist noch nicht bekannt, wann und zu welchem Preis die ASUS Hyper M.2 x16 erhältlich sein wird.

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