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Wegen hohen Preisdrucks

In China wird auch DDR3 wieder interessant

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In China wird auch DDR3 wieder interessant
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Der Preisdruck auf die aktuellen DDR5-Plattformen zeigte bereits erste Auswirkungen. Nicht nur überdenken Spieler ihre Kaufentscheidungen, verschieben diese oder greifen zu geringeren Kapazitäten, auch zeigt sich ein Trend hin zu den älteren Plattformen. Adressiert wird dies durch die Hersteller bereits. So beobachtet AMD die Situation und will eventuell seine AM4-Plattform erneut stärken. Auch bei Intel zeigte sich auf der CES dieser Trend, denn in einem Video mit ASRock sprach man beispielsweise über Mainboards mit der Möglichkeit sowohl DDR4 wie auch DDR5 einzusetzen.

Entsprechend beliebt scheinen aktuell die Mainboards mit LGA1700 zu sein, die mit dem Start der Alder-Lake-Plattform aufkamen. Mit den Core-Prozessoren der 12. Generation bot der integrierte Speichercontroller noch die Möglichkeit sowohl DDR4 als auch DDR5 anzusprechen. Ab Raptor Lake und der 13. Core-Generation wurde nur noch die Unterstützung von DDR5 geboten.

Laut Berichten aus dem chinesischen Forum Boards Channels (via Videocardz) geht der Trend aber darüber hinaus und sogar die Verkäufe von DDR3-Komponenten ziehen wieder an. Prozentual ist DDR3 nur noch geringfügig vertreten, die Zahlen sprechen aber von dreifach höheren Verkaufszahlen im Vergleich zu denen, bevor die Preise für DDR5 derart angezogen haben.

Allerdings verhält sich der chinesische Markt auch anders, als der europäische oder US-amerikanische. Der Preisdruck ist hier noch einmal ein anderer. Dies wird schon durch die Produktauswahl der Hersteller reflektiert.

Die Vorstellung, dass Käufer für eine neue Plattform auf DDR4 zurückgreifen, fällt vielen sicherlich schon schwierig. Gar auf DDR3 zurückzugehen, ist für viele sicherlich unvorstellbar. Zu viel hat sich beim Speicher im vergangenen Jahrzehnt getan. Die erste Ryzen-Generation kam mit DDR4-2666 auf etwa 43 GB/s. DDR3-1866 kam auf knapp 30 GB/s, für DDR5-5200 sprechen wir schon von 60 GB/s.

Das, was AMD mit der Ankündigung eventuell neue AM4-Prozessoren auf den Markt zu bringen adressiert, ist der Bedarf vieler PC-Nutzer, die sich auf der AM4-Plattform befinden und darauf noch einen Ryzen-Prozessoren der ersten bis dritten Generation einsetzen. Für diese stellt ein Ryzen 7 5800X(T) oder gar Ryzen 7 5800X3D ein signifikantes Update dar. Für dieses Upgrade ist nur ein neuer Prozessor notwendig, Speicher und viele weitere Komponenten können weiterverwendet werden.

Das es in einigen Märkten tatsächlich einen Trend zu noch älteren Plattformen mit Unterstützung von DDR3 gibt, zeigt wie absurd die aktuelle Situation rund um die steigenden Preise für Komponenten ist.

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