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Qualcomm soll in den USA Einfuhrverbot für die Apple iPhone fordern

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Wir hatten bereits über die aktuellen Streitigkeiten zwischen Apple und Qualcomm berichtet: Apple hat die Zahlung von Lizenzgebühren an Qualcomm eingestellt. Davon sind letztere natürlich gar nicht begeistert. Es geht hier um Patente, welche wichtige Techniken rund um die Verbindung mit drahtlosen bzw. Mobilfunk-Netzwerken behandeln. Apple behauptet Qualcomm verlange unverhältnismäßig hohe Lizenzgebühren, während Qualcomm Apple einen gezielten Angriff auf Qualcomm unterstellt. Wer letzten Endes im Recht ist, sollen in den USA nun die Gerichte entscheiden. Bis es soweit ist, kann es natürlich eine Weile dauern. Und genau das wolle Qualcomm laut neuen Berichten nicht einfach auf sich sitzen lassen. Stattdessen fordere Qualcomm von der International Trade Commission (ITC) nun ein Einfuhrverbot für die Apple iPhone in die USA.

Qualcomm selbst hat diesen Schachzug bisher weder bestätigt noch dementiert, weit hergeholt klingt jener Schritt aber nicht. Sollte Qualcomm tatsächlich so handeln, könnten eventuell die in Asien gefertigten iPhone nicht mehr in die Vereinigten Staaten gelangen. Der Analyst Kevin Cassidy von Stifel Nicolaus hält Qualcomms Antrag auf einen Einfuhrstopp sogar für notwendig: „Sie müssen handeln. Für Qualcomm liegt das größte Risiko darin, dass andere Unternehmen nun genau wie Apple agieren und ebenfalls die Zahlungen einstellen. Das ist die Gefahr darin, sollte Qualcomm Apple einfach gewähren lassen.“

Ein Einfuhrverbot in die USA käme für Apple natürlich einer Katastrophe gleich, denn dort erwirtschaftet Apple 40 % seiner gesamten Verkaufszahlen. Auch für Qualcomm ist der Zwist mit Apple allerdings eine ernste Sache: Das Unternehmen musste bereits seine Einnahmeerwartungen nach unten anpassen, weil Apple die Zahlungen eingestellt hat – 500 Mio. US-Dollar sollen in den Kassen nun allein im aktuellen Quartal fehlen. Qualcomm dürfte sich nun wohl an die ITC wenden, da jene typischerweise deutlich schneller handeln kann als die regulären Gerichte.

Der Analyst Matt Larson von Bloomberg Intelligence hält nun sogar für möglich, dass Qualcomm auch in Großbritannien, China und Deutschland gegen Apple vorgeht und dort Einfuhrverbote anstrebt. Es ist zwar zweifelhaft, dass es so leicht dazu kommen würde, doch es ist eindeutig klar, dass Qualcomm unbedingt Druck auf Apple aufbauen möchte. Letztere sind wiederum aber nicht bekannt dafür einfach nachzugeben, wenn sie sich im Recht wähnen.

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Kommentare (8)

#1
Registriert seit: 05.03.2007

Kapitän zur See
Beiträge: 3745
Ich sehe schon die schwarze Koffer-Kolonnen wieder rollen.
#2
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Im sonnigen Süden
Admiral
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Unternehmenskriege mal wieder...
Und die Anwälte sind wie immer die Gewinner q_q
#3
Registriert seit: 05.03.2007

Kapitän zur See
Beiträge: 3745
Der Staat.
Rechne nur mal die Steuern fuer Einnahmen etc.... .
#4
Registriert seit: 12.06.2015

Leutnant zur See
Beiträge: 1195
Ist ja auch ein Witz.. eines der reichsten Unternehmen zahlt einfach keine Lizenzgebühren mehr so lächerlich^^
#5
Registriert seit: 30.04.2008
Civitas Tautensium, Agri Decumates
Oberbootsmann
Beiträge: 998
Zitat majus;25522782
Ist ja auch ein Witz.. eines der reichsten Unternehmen zahlt einfach keine Lizenzgebühren mehr so lächerlich^^


Ah, ein Rechtsexperte, der die Lage durchschaut!
#6
Registriert seit: 06.10.2006

Obergefreiter
Beiträge: 114
Zitat smalM;25522828
Ah, ein Rechtsexperte, der die Lage durchschaut!

Jein. Für Außenstehende ist es doch aber fragwürdig, wenn ein Unternehmen in der jüngeren Vergangenheit eben jene Lizenzgebühren zahlte, sprich die Grundlage des Anspruchs akzeptierte.

Leider hat man keine Informationen, ob und wie die Höhe evtl letztens verändert wurde. Leisten könnte man es sich tatsächlich

Gesendet von meinem HTC 10 mit Tapatalk
#7
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Registriert seit: 02.12.2005

Vizeadmiral
Beiträge: 8138
Wir kennen die Lizenzgebühren nicht und wissen auch nicht, ob sie nicht gestiegen sind.

Ob sich ein Geschäftspartner das leisten kann, spielt keine Rolle. Tatsache ist aber, dass man sich als Partner von Apple in erhebliche wirtschaftliche Gefahren begibt, wenn man es sich mit ihnen verscherzt. Ist eben ein zweischneidiges Schwert.
#8
Registriert seit: 28.06.2016

Obergefreiter
Beiträge: 68
Zitat Palmdale;25523474
Jein. Für Außenstehende ist es doch aber fragwürdig, wenn ein Unternehmen in der jüngeren Vergangenheit eben jene Lizenzgebühren zahlte, sprich die Grundlage des Anspruchs akzeptierte.


Wenn die sich nach jahrelangen Verhandlungen nicht einigen konnten, müssen irgendwann mal die Gerichte entscheiden. Wobei die Zahlungen ganz einzustellen schon ein gewisses Geschmäkle hat.
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