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Intel zeigt eigene VR-Lösung auf dem MWC 2016

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intel3Intel hat eine Abwandlung des Google-Project-Tango-Smartphones in petto, welche auf RealSense-Kameras für mobile Endgeräte setzt. Ziel ist es, Bewegungen des Nutzers besser zu tracken. Zudem soll es mit den besonderen Sensoren und Kameras des Geräts auch möglich sein, die Umgebung zu erfassen, um 3D-Karten zu erstellen. Bisherige Demos und Dev-Kits stießen jedoch 2015 auf eine eher gespaltene Annahme. Nun hat Intel auf dem Mobile World Congress 2016 erneut ausgeholt und neben Project Tango mit RealSense-Kameras auch sein eigenes Virtual-Reality-Headset präsentiert.

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Zu viel erwarten sollten Interessierte jedoch nicht: Es handelt sich mitnichten um eine Konkurrenz für Oculus Rift oder HTC Vice, sondern eher um eine Art Zwischenstufe, die sich an der Grenze von Google Cardboard und Samsung Gear VR ansiedelt. Entsprechend will Intel mit dem eher einfachen Gadget vor allem einen Mehrwert für Project Tango und interessierte Entwickler generieren. So lasse sich auf dem MWC 2016 vernehmen, dass Intel derzeit sogar abwäge den Dev-Kits zu Project Tango seine VR-Brille als kostenlose Dreingabe beizufügen. Auf diese Weise sollen durch die Kombination des Smartphones und der VR-Brille etwa spezielle Multiplayer-Erfahrungen möglich werden. Denkbar wären auch Videokonferenzen, in denen die Avatare der teilnehmenden Personen mithilfe der zusätzlichen Sensoren besser zueinander im virtuellen Raum platziert werden und miteinander interagieren können.

Zu bedenken ist, dass Intel seine VR-Lösung nicht für den Massenmarkt oder Privatkunden plant, sondern lediglich Entwicklern damit neue Optionen aufzeigen möchte. Allerdings ist die Idee, Virtual Reality mit Project Tango und RealSense zu verknüpfen, natürlich vielversprechend. Man darf also gespannt sein, was sich sowohl Intel als auch interessierte Entwickler noch im Bezug auf die Techniken einfallen lassen.