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Vera Rubin Space Module für orbitale Rechenzentren

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Vera Rubin Space Module für orbitale Rechenzentren
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An einem aufsehenerregenden Thema scheint auch NVIDIA nicht vorbeizukommen: orbitalen Rechenzentren. In Anbetracht der enormen Leistungsanforderungen der im Bau befindlichen und längerfristig geplanten KI-Rechenzentren dauerte es nicht lange, bis die ersten Startups und auch etablierte Unternehmen den Bau von Rechenzentren im Weltraum vorschlugen.

Einen Vorteil hätten solche Rechenzentren in einem Orbit um unseren Planeten sicherlich: Über Solarpaneele könnten sie sich vollständig autark versorgen und je nach Höhe des Orbits hielten sich auch die Latenzen und Bandbreitenbeschränkungen in Grenzen.

Vor allem Elon Musk, Gründer und CEO von SpaceX propagierte die Umsetzung von Rechenzentren in einem Orbit um unseren Planeten sehr offensiv. Aber es gibt noch viele technische Herausforderungen, denn teilweise wurden gigantische Strukturen vorgeschlagen, die zunächst einmal in eine Erdumlaufbahn gebracht werden müssten. Hinzu kommt, dass zwar die Versorgung mit Energie auf den ersten Blick einfach klingt, aber auch diese riesige Oberflächen für die Solarpaneele voraussetzt. Und auch die Kühlung ist im Weltraum nicht ganz so einfach, wenngleich kein unmögliches Problem.

Beim Betrieb von Computern und Chips im Weltraum treten aber auch noch andere technische Herausforderungen auf. Eine der größten ist die intensive ionisierende Strahlung aus kosmischen Teilchen und Sonnenstürmen, die sogenannte Single Event Upsets verursachen kann – dabei werden Bits in Speicherzellen umgekippt und Rechenfehler ausgelöst.

Gleichzeitig müssen elektronische Bauteile extreme Temperaturschwankungen zwischen Sonnen- und Schattenseite eines Satelliten aushalten. Weitere Probleme sind Materialalterung durch Strahlung, erhöhte Anforderungen an Zuverlässigkeit und Fehlertoleranz (da Wartung praktisch unmöglich ist) sowie die Notwendigkeit speziell gehärteter Halbleitertechnologie (radiation hardened electronics), die meist weniger leistungsfähig und deutlich teurer ist als kommerzielle Standardchips.

An dieser Stelle kommt nun NVIDIA ins Spiel. Mit dem Vera Rubin Space Module will man spezielle Compute-Hardware vorstellen, welche für orbitale Rechenzentren vorgesehen ist.

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