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Qualcomm kauft ARM-Server-Startup Nuvia

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Das ARM-Server-Startup Nuvia wurde von Qualcomm gekauft. Der Kauf umfasst ein Volumen von 1,4 Milliarden US-Dollar. Nuvia sorgte zuletzt aufse­hen­er­re­genden Leistungs-Zielen für Schlagzeilen, denn die eigens entwickelten Phoenix-Kerne sollten doppelt so schnell und deutlich sparsamer als das sein, was AMD, Intel und Co. derzeit anzubieten haben. Anhand weiterer Benchmarks sollte diese Leistungsziele für das Datacenter untermauert werden. Nichts Geringeres als eine Erschütterung des Datacenter-Marktes waren die Versprechen, die man als Nuvia einlösen wollte.

Nuvia wurde von 2019 unter anderem von einigen Ex-Apple Mitarbeitern gegründet. Gerard Williams III, Manu Gulati und John Bruno waren allesamt in der Chipentwicklung bei Apple tätig und waren dort an der Entwicklung der SoCs für die iPhones und iPads beteiligt. Der Kauf von Nuvia durch Qualcomm wurde durch Forbes publik gemacht. Dort gibt es auch ein erstes Statement von Cristiano Amon, CEO von Qualcomm:

"(...) together with our industry-leading graphics and AI - will take computing performance to a new level and drive new capabilities for products that serve multiple industries."

Noch ist nicht ganz klar, welche Ziele Qualcomm mit dem Kauf von Nuvia verfolgt. Während sich einige ARM-Serveranbieter zurückgezogen haben, sind andere geblieben und wollen einen Wechsel von x86- auf eine ARM-Architektur im Serversegment weiter vorantreiben. Ampere Computing ist einer dieser Anbieter.

Auf der anderen Seite scheint ein Zweikampf zwischen x86 und ARM unaufhaltsam. Amazon verwendet in den AWS bereits eigene ARM-Prozessoren und Microsoft soll derzeit eigene entwicklen. Aber nicht nur im Datacenter zeichnet sich dieser Zweikampf ab, auch im Client-Bereich. Apple wird in den nächsten Jahren seine kompletten Macs auf ARM-Prozessoren umstellen, der M1 war nur der Anfang. Microsoft nutzt derzeit noch angepasste ARM-Prozessoren von Qualcomm für einige Surface-Geräte, aber auch für die Client-Hardware deutet sich ein Wechsel an.

Ob und in welcher Form wir die bisherigen Entwicklungen bei Nuvia bei Qualcomm in konkreten Produkten sehen werden, ist derzeit unklar. In diesem Jahr wäre damit zu rechnen gewesen, dass Nuvia einen ersten Chip vorstellt. Ob Qualcomm, dass seine ARM-Server-Ambitionen einst einstellte, eine Kehrtwende vollzieht und doch wieder in das Geschäft einsteigen wird, bleibt abzuwarten. 

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