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Quartalszahlen: NVIDIA übertrifft die Erwartungen deutlich

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nvidiaNVIDIA hat am Mittwochabend nach US-Börsenschluss seine neusten Geschäftszahlen offengelegt und mit einem neuen Rekordquartal die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen. Demnach setzte die Chipschmiede im zweiten Fiskalquartal 2021 3,866 Milliarden US-Dollar um, womit die Erlöse im Vergleich zum ersten Quartal um 26 % gesteigert werden konnten. Im Jahresvergleich nahmen die Umsätze sogar um stolze 50 % zu. Analysten waren von nur etwa 3,6 Milliarden US-Dollar ausgegangen.

Unterm Strich blieb dem Konzern ein Nettogewinn in Höhe von rund 651 Millionen US-Dollar übrig, was im Jahresvergleich zwar einem Anstieg um 14 % entspricht, gegenüber dem ersten Fiskal-Jahresviertel jedoch einem deutlichen Rückgang von 33 % bedeutet. Schuld sind die stark gestiegenen Kosten, vor allem durch die abgeschlossene Übernahme des israelischen Netzwerkspezialisten Mellanox, den NVIDIA für rund 6,9 Milliarden US-Dollar übernommen hatte.

Starke Zuwächse im DataCenter- und Gaming-Bereich

Mellanox ist aber auch dafür verantwortlich, dass NVIDIA im Datacenter-Bereich kräftig zulegen konnte. Die Sparte steuerte rund 1,75 Milliarden US-Dollar zum Konzernumsatz bei – ein Plus von 54 % zum Vorquartal, bzw. ein Wachstum von 167 % im Jahresvergleich. Alleine 14 % entfielen auf den Verkauf der Netzwerkprodukte von Mellanox. 

Von Corona profitierte außerdem der Gaming-Bereich. Die Nachfrage nach GeForce-Produkten kletterte in den letzten drei Monaten um 24 % auf insgesamt 1,65 Milliarden US-Dollar. Mehr als 100 neue Laptops mit GeForce-Grafikkarte in unterschiedlichen Preis- und Leistungsklassen kamen hinzu, mit Justice, Cyberpunk 2077Death Stranding und Minecraft baute man auch seine RTX- und DLSS-Funktionen weiter aus, GeForce Now bekam neue kompatible Spiele und mit der Unterstützung von Cromebooks erreicht der Dienst stetig mehr Nutzer. 

Der Automative-Bereich war hingegen stark rückläufig und brachte es während der letzten drei Monate auf rund 111 Millionen US-Dollar. Bis 2024 will NVIDIA zusammen mit Mercedes-Benz in Sachen automatisiertes Fahren eng zusammenarbeiten. Ebenfalls nach unten ging es in der Professional-Visualization-Sparte rund um die professionellen Quadro-Grafikkarten. Die Umsätze gingen hier um 34 % auf rund 203 Millionen US-Dollar zurück.

Für das aktuell laufende dritte Fiskalquartal 2021 rechnet NVIDIA mit weiter steigenden Umsätzen auf rund 4,4 Milliarden US-Dollar – es könnte erneut ein neues Rekordquartal werden. Im nachbörslichen Handel reagierten Anleger verhalten, das Papier verlor knapp ein Prozent an Wert. 2020 ist die Aktie jedoch sehr gut gelaufen und brachte zeitweise über 65 % Plus ein. 

Im Sommer könnte NVIDIA mit ARM die nächste milliardenschwere Übernahme vollziehen – entsprechende Gespräche seien bereits weit fortgeschritten. Im September soll die nächste Grafikkarten-Generation eingeläutet werden.