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Lieferprobleme: HPE empfiehlt ältere CPUs oder zu warten

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hpeIm vergangenen Jahr kam es bei Intel zu einer Äußerung, die bisher in diesem Bereich einmalig war: Man hat sich für anhaltende Lieferschwierigkeiten entschuldigt und bereitete seine Partner darauf vor, dass sich die Situation so schnell nicht verbessern würde.

So überrascht es nun eigentlich nicht, dass so mancher OEM seine Kunden wiederum warnt, dass es zu Lieferengpässen kommen kann. Diese betreffen vor allem die aktuellen Xeon-Prozessoren auf Basis von Cascade Lake. Diese bieten gegenüber ihren Skylake-Vorgängern ein leichtes Taktplus, jedoch vor allem die Unterstützung für DL-Boost und Optane DC Persistent Memory.

Wer darauf nicht angewiesen ist, der solle auf den Skylake-Vorgänger zurückgreifen – so eine interne Anweisung bei HPE. Gegenüber The Register hat HPE sich in einem Statement wie folgt geäußert:

"Based on demand, we are expecting supply will remain constrained through 2020. Server platforms which use these processors are affected. In order to minimise customer impact as a result of these supply constraints with Cascade Lake processors, HPE urges customers to consider alternative processors, which are still available. We are in constant dialogue with our partners at Intel and have a strong relationship with them, and we know they are working on the issue."

Intel will die Fertigung der Produktion in 14 nm um 25 % erhöhen, um weitere Engpässe zu vermeiden. Zudem sollen einige wichtige Chips von 14 auf 22 nm wechseln. Allerdings fertigt Intel derzeit alle wichtigen Produkte in 14 nm, was letztendlich für den Engpass gesorgt hat. Ein Wechsel auf 10 nm hat bis dato in höheren Volumina nicht stattgefunden, auch wenn Intel immer gerne von einer höheren Stückzahlen in diesem Bereich spricht.

Für den Desktop sind entsprechende Produkte nicht in Sicht, bei den Notebook-Prozessoren sollen die größeren Stückzahlen an Ice-Lake-Prozessoren erst in der ersten Jahreshälfte 2020 verfügbar sein und die Ice-Lake-Xeons stehen ebenfalls erst in der zweiten Jahreshälfte 2020 auf dem Plan.

Die 14-nm-Kapazitäten werden trotz Erhöhung des Produktionsvolumens weiterhin voll ausgelastet sein, da Intel ja nicht weniger Chips fertigen möchte, sondern mindestens genauso viele und diese auch noch in der Chipfläche größer werden. Comet Lake-S soll bis zu zehn Kerne bekommen und bei den Xeon-Prozessoren wäre ebenfalls eine Steigerung in der Anzahl der Kerne denkbar.