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3-nm-Fertigungsprozess: TSMC plant neue Produktion in Taiwan

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Das taiwanische Unternehmen TSMC hat jetzt bestätigt, in Taiwan eine neue Fertigungshalle zu errichten. Bereits in der vergangenen Woche konnte sich TSMC ein entsprechendes Grundstück sichern. Die neuen Hallen sollen vornehmlich für das 3-nm-Verfahren genutzt werden. Die neue Fabrik wird TSMC rund 19,5 Milliarden US-Dollar kosten, laut eigenen Angaben soll im Jahr 2022 mit der Fertigung begonnen werden können. Aktuell stellt das Unternehmen Chips in 7 nm her, man gab allerdings bereits bekannt, im nächsten Jahr Prozessoren und SoCs im 5-nm-Verfahren herstellen zu wollen. 

Des Weiteren beabsichtigt das taiwanische Unternehmen die 7-nm-Produktion weiter zu verbessern. Apples A13 Bionic nutzt die Fertigungstechnik N7+. Der im iPhone 11 verbaute Chip wird im EUV-Verfahren produziert. Durch den verbesserten Produktionsprozess sollen die Chips in der Lage sein, insgesamt 15 % mehr Leistung zu erzielen. Durch das 3-nm-Verfahren soll es dann möglich sein, bis zu vier Milliarden Transistoren zusätzlich auf dem Apple-Chip zu platzieren. Jedoch sollen die Anschaffungskosten der hergestellten Chips im 3-nm-Verfahren höher als dies bei 5 nm der Fall ist. Der Preis für einen 3-nm-Chip wird wohl bei rund 30,45 US-Dollar liegen, wohingegen der Preis für einen 5-nm-Chip bei 23,47 US-Dollar liegen soll. 

Beim taiwanischen Unternehmen TSMC handelt es sich um einen Auftragsfertiger, der unter anderem für Unternehmen wie AMD, Apple und viele mehr produziert. In der Vergangenheit sorgte das taiwanische Unternehmen aufgrund eines Patentstreits mit dem  US-amerikanischen Halbleiterhersteller Globalfoundries für Aufsehen. Allerdings gelang es den beiden Unternehmen, die Streitigkeiten in jüngster Vergangenheit aus der Welt zu schaffen. Beide Produzenten einigten sich auf einen Vergleich, der für die nächsten zehn Jahre gültig sein soll.