> > > > Android-Ban: Huawei meldet sich zu Wort

Android-Ban: Huawei meldet sich zu Wort

Veröffentlicht am: von

huawei

Nach dem Paukenschlag am gestrigen Sonntag hat sich der chinesische Telekommunikationsausrüster Huawei jetzt erstmals zu Wort gemeldet. Allerdings lässt das Unternehmen mit seinem Statement mehr Fragen offen als es beantwortet. In einer an die Webseite The Verge gerichteten Stellungnahme unterstreicht Huawei seine Beiträge zum weltweiten Wachstum von Android. Zuletzt wuchsen die Android-Handy-Verkäufe des Unternehmens zweistellig. Die Absätze bei der Konkurrenz schrumpften oder stagnierten hingegen. Weiterhin versicherte der Telekommunikationsausrüster mit Sitz in Shenzhen den derzeitigen Besitzern von Huawei- und Honor-Handys (Tochtermarke), dass sie weiterhin Sicherheitsupdates für ihre Geräte erhalten werden.

Offizielles Statement Huawei International: 

“Huawei has made substantial contributions to the development and growth of Android around the world. As one of Android’s key global partners, we have worked closely with their open-source platform to develop an ecosystem that has benefitted both users and the industry.

Huawei will continue to provide security updates and after-sales services to all existing Huawei and Honor smartphone and tablet products, covering those that have been sold and that are still in stock globally.

We will continue to build a safe and sustainable software ecosystem, in order to provide the best experience for all users globally.”

Offizielles Statement Huawei Deutschland:

Huawei hat weltweit bedeutende Beiträge zur Entwicklung und zum Wachstum von Android geleistet. Wir haben als einer der globalen Key-Partner von Android eng mit ihrer Open Source Plattform gearbeitet, um ein Ecosystem zu entwickeln, von dem sowohl die Nutzer als auch die Industrie profitieren.
Huawei wird weiterhin Sicherheitsupdates und Services für alle bestehenden Huawei und Honor Smartphones sowie Tablets zur Verfügung stellen. Das betrifft verkaufte und lagerhaltige Geräte weltweit.
Wir werden weiter daran arbeiten ein sicheres und zukunftsfähiges Software-Ecosystem zu entwickeln, um die bestmögliche Nutzererfahrung weltweit zu bieten.

Der Suchmaschinenriese Google hat bereits bekanntgegeben, dass Besitzer von Huawei-Handys ihren Zugang zum Play Store behalten werden und weiterhin in der Lage sind, Apps zu aktualisieren. Jedoch werden weitere Android-OS-Updates für Huawei-Geräte ausbleiben. Solange der Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und China nicht beendet ist, wird Präsident Donald Trump nicht von seinem Kurs abweichen und Huawei wird weiter auf der Blacklist stehen bleiben.

Wie Huawei allerdings in der Vergangenheit bereits bekanntgegeben hat, arbeitet der chinesische Konzern an einem alternativen Betriebssystem. Dies wurde als Vorbereitung auf eine weitere Eskalationsstufe des Handelsstreits durchgeführt. Die nächste Eskalationsstufe scheint somit erreicht zu sein und Huawei ist gezwungen, in Zukunft auf das eigene OS zurückzugreifen. Ob der Telekommunikationsausrüster mit seinem eigenen Betriebssystem die Anforderungen seiner Kunden erfüllen kann, bleibt aktuell abzuwarten. Jedoch betonte Huawei in seiner Stellungnahme, weiterhin ein sicheres und nachhaltiges Software-Ökosystem aufbauen zu wollen.

Preise und Verfügbarkeit
Huawei MateBook W19A i5-8265U 8GB/256GB SSD 13" 2K W10
Nicht verfügbar Nicht verfügbar 919,00 Euro
Zum Shop >>

Social Links

Diesen Artikel bewerten:

Ø Bewertungen: 5

Tags

Kommentare (52)

Diskutiert das Thema in unserem Forum:
Android-Ban: Huawei meldet sich zu Wort

Das könnte Sie auch interessieren:

  • Interstellar: Hunderte CPUs berechnen schwarzes Loch

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/SCHWARZES-LOCH

    Der Film Interstellar aus dem Jahre 2014 zeichnete sich vor allem durch eine möglichst realistische Darstellung und Simulation eines schwarzen Loches aus. Christopher und Jonathan Nolan schrieben das Drehbuch und zeichneten sich auch für die filmische Umsetzung verantwortlich. Der... [mehr]

  • Vodafone schaltet erste Gigabit-Anschlüsse über Kabel für 20 Euro

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/VODAFONE_LOGO

    Vodafone versorgt ab sofort die ersten Kunden mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1 Gbit/s. Das Unternehmen hat hierfür stellenweise sein Kabelnetz auf DOCSIS 3.1 umgerüstet und kann aktuell 400.000 Haushalte mit der schnellen Geschwindigkeit versorgen. Zu den ersten Städten mit der schnellen... [mehr]

  • Erste Verkaufspreise für AMDs nextGen-CPUs und -Mainboards aufgetaucht

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD-RYZEN

    Der dänische Online-Versandhändler Komplett.dk nennt knapp drei Wochen vor dem offiziellen Ryzen-3000-Release erste Preise zu AMDs nextGen-Prozessoren und zu X570-Mainboards. In der Vergangenheit wurde sehr viel über die preisliche Ausrichtung für die am 7. Juli 2019 erwarteten Zen-2-CPUs und... [mehr]

  • Amazon geht mit manipulierten Paketen gegen Diebe vor

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMAZON

    Amazon hat anscheinend mit immer größeren Problemen beim Diebstahl von Paketen zu kämpfen. Teilweise sollen die Lieferanten die Pakete verschwinden lassen und Amazon bleibt letztendlich auf dem Schaden sitzen. Wie ein Insider berichtet, soll das Unternehmen allerdings in der jüngeren... [mehr]

  • NVIDIA veröffentlicht geheimnisvollen Teaser zur Computex

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/NVIDIA

    NVIDIA hat per Social Media auf Twitter und Facebook sowie auf YouTube einen 16-sekündigen Videoclip veröffentlicht, der mit "something super is coming ..." beschrieben ist. Weitere Details verrät das Unternehmen dazu bisher nicht. Das Video zeigt einen in Metall gefrästen... [mehr]

  • ASUS Software Updates mit Malware verseucht (2. Update)

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/ASUS_LOGO

    Bereits mehrfach hat sich gezeigt, dass Software einiger Systemhersteller nicht wirklich mit Fokus auf eine möglichst hohe Software-Sicherheit entwickelt wird. So gab es bereits mehrfach große Sicherheitslücken in Software von ASUS und Gigabyte. Offenbar gab es bei ASUS aber auch noch andere... [mehr]