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Börsenwert: Auch Amazon knackt die Billionen-Marke

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amazonAnfang August schrieb Apple Börsengeschichte und erlangte trotz der weltweiten Handelskonflikte und des allgemein überhitzt scheinenden Marktes als erstes Unternehmen der Privatwirtschaft die Billionen-Marke an der Börse. Fast auf den Tag genau vier Wochen später knackt auch Amazon diese Hürde und gesellt sich damit zu den Börsenschwergewichten weltweit.

Nach Apple hat nun auch Amazon einen Börsenwert von über einer Billion US-Dollar erreicht – allerdings nur zeitweise, denn inzwischen dotiert die Aktie wieder wenige Prozentpunkte unter der wichtigen Hürde. Gegen 17:35 Uhr deutscher Zeit war das Papier am gestrigen Abend etwa 2.050 US-Dollar wert, was bei rund 484 Millionen ausgegebenen Aktien einer Marktkapitalisierung von rund einer Billion US-Dollar entspricht. 

Inzwischen liegt der Kurs jedoch nur noch bei rund 2.040 US-Dollar und damit knapp unterhalb der Billionen-Marke. Alleine in der letzten Woche legte die Amazon-Aktie einen regelrechten Höhenflug auf dem New Yorker Börsenparkett hin: Trotz des US-Feiertags am Montag kletterte der Kurs in der letzten Woche um fast 10 % nach oben, innerhalb der letzten zwölf Monate stieg er sogar um satte 105 %. Im Januar bezahlte man für einen Anteilsschein nicht einmal 1.200 US-Dollar.

Ursprünglich war Amazon im Juli 1994 als kleine Online-Buchhandlung gestartet und entwickelte sich in den letzten 24 Jahren zum größten Onlinehändler, der längst nicht mehr nur Bücher verkauft. Über die Jahre ist das Sortiment auf Produkte aus allen erdenklichen Lebensbereichen angewachsen, aber auch das Cloud-Geschäft und der Smart-Home-Bereich entwickelten sich zu wichtigen Umsatz- und Gewinnbringern der jüngsten Zeit. 

Alleine im letzten Quartal konnte Amazon im Jahresvergleich seinen Umsatz um über 39 % auf rund 52,9 Milliarden US-Dollar steigern, unterm Strich verdiente der Konzern aus Seattle etwa 2,5 Milliarden US-Dollar, was wie beim Aktienkurs einem wahren Höhenflug entspricht, denn zwölf Monate zuvor verdiente man gerade einmal rund 197 Millionen US-Dollar. 

Das Erreichen der Billionen-Marke ist keine Überraschung, wohl aber die Geschwindigkeit mit der das Unternehmen die Hürde genommen hat. Analysten zufolge könnte Amazon Apple langfristig nachhaltig überholen. 

Die nächsten Unternehmen, die einen solchen Börsenwert erreichen könnten, sind im übrigen Alphabet und Microsoft, deren Marktkapitalisierung sich derzeit auf etwa 835 bzw. 865 Milliarden US-Dollar beläuft. Zum Vergleich: Um auf eine Marktkapitalisierung von einer Billion US-Dollar zu kommen, bedarf es der aktuell zwölf wertvollsten DAX-Unternehmen. Das DAX-Schwergewicht SAP bringt es derzeit auf einen Börsenwert in Höhe von rund 145 Milliarden US-Dollar, gefolgt von Siemens, der Allianz, Bayer, BASF und Volkswagen sowie der Deutschen Telekom mit einer Marktkapitalisierung von etwa 75 bis 110 Milliarden US-Dollar.

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Kommentare (5)

#1
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Registriert seit: 26.08.2018

Obergefreiter
Beiträge: 85
Es ist schon irre, wie viel Spekulanten den Kurs hoch treiben. Sowohl Apple, als auch Amazon sind nie und nimmer 1 Billionenwert. Der nächste Börsencrash kommt bestimmt.
#2
Registriert seit: 30.04.2008
Civitas Tautensium, Agri Decumates
Leutnant zur See
Beiträge: 1175
Zitat HWL News Bot;26502914
unterm Strich verdiente der Konzern aus Seattle etwa 2,5 Milliarden US-Dollar, was wie beim Aktienkurs einem wahren Höhenflug entspricht, denn zwölf Monate zuvor verdiente man gerade einmal rund 197 Millionen US-Dollar.


Ach Kinners, es sollte doch bekannt sein, daß bei Amazon seit Jahren der Nettogewinn willentlich (oder besser künstlich) möglichst klein gehalten wurde.
Kleines Beispiel: Forschung und Entwicklung in der 2017er Bilanz: 22,6 Mrd.$. Was erforscht und entwickelt ein Handelsunternehmen für so viel Geld? Dabei wächst F&E ziemlich linear mit dem Umsatz, man hat so innerhalb Jahresfrist 6,5 Mrd.$ mehr ausgegeben.
Zum Vergleich: F&E des Industriekonzerns Samsung Electronics hat umgerechnet 14,6 Mrd.$ betragen.

Nur kommt inzwischen so viel Geld rein, daß man beim besten Willen einfach nicht mehr alles verstecken kann. Na wie gut, daß Trump ihnen jetzt einen Haufen Steuern erspart...

EDIT:
Hört endlich mit diesem Unsinn auf das Wort b e t r u g durch Sternchen zu ersetzen. Was ein hirnverbrannter Mist.
#3
Registriert seit: 30.12.2016

Matrose
Beiträge: 9
@Andreas Stegmüller

Verkauf Dein Haus.
Und setz alles auf die wertvollsten Unternehmen der Welt. (Amazon & Apple)
#4
customavatars/avatar132350_1.gif
Registriert seit: 30.03.2010
Hamburg
Flottillenadmiral
Beiträge: 5076
Zitat L1 Terminal Fault;26503102
Es ist schon irre, wie viel Spekulanten den Kurs hoch treiben. Sowohl Apple, als auch Amazon sind nie und nimmer 1 Billionenwert. Der nächste Börsencrash kommt bestimmt.

Erzählen die Leute schon seit dem ersten iPhone. Apple hat seitdem sehr viel Wissen angelagert, das für einen Wert steht. Kopieren kann die so einfach keiner mehr, wie es damals Apple vorgeworfen wurde. Du brauchst immer Werte, die eine Grundlage deines Konzerns bilden. F&E kostet sau viel und ist dementsprechend ein Risiko, es zahlt sich jedoch bei klugem Handeln aus.
#5
customavatars/avatar202850_1.gif
Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 12601
"Wert" ist hier schwer zu definieren. Man kann diese 1Billion nicht mit Bargeld vergleichen.
Würden jetzt auf einmal alle Besitzer dieser Aktien, ihr Geld haben wollen und also alle Aktien verkaufen, dann würde der Preis auf einen Bruchteil sinken.
Das wäre allerdings wahrscheinlich auch der Fall z.B. beim Goldpreis wenn 1Billion in Gold plötzlich auf den Markt käme.
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