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TSMC belichtet mehr Wafer für Miner als für NVIDIA

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tsmcTSMC hat die Ergebnisse des vierten Quartals 2017 veröffentlicht. Darin konnten Umsatz und Gewinn im Vergleich zum Quartal zuvor und auch dem Vorjahresquartal teilweise deutlich gesteigert werden. Neben den rein finanziellen Zahlen sind vor allem zwei Trends deutlich zu erkennen:

1. Kann TSMC aufgrund des Auftrages von Apple für den A11 deutliche Zugewinne bei den 10LP-Prozessen verbuchen.

2. Der Anteil der wichtigsten Fertigungstechnologien für den Umsatz des Unternehmens ist gleichmäßig auf 28 nm, 16/20 nm und inzwischen 10 nm verteilt. Die Prozesstechnologien größer als 28 nm spielen aber noch immer eine wichtige Rolle beim Gesamtumsatz.

Finanziell ist TSMC demnach gut aufgestellt und weist neben Apple auch NVIDIA als wichtigsten Kunden an seiner Seite auf. Für NVIDIA steht neben TSMC eigentlich keinerlei Alternative zur Verfügung, während AMD zwar derzeit größtenteils bei GlobalFoundries fertigen lässt, aber auch Samsung und TSMC in Frage kommen könnten.

Miner bestellen mehr Wafer als NVIDIA

Schaut man etwas genauer in die Zahlen, werden erstaunliche Details deutlich. So lieferte TSMC im vergangenen Quartal etwa 20.000 belichtete Wafer an einen Kunden aus, der wiederum die ASICs für Bitmain herstellt. Bitmain ist Anbieter spezieller Mining-Hardware und bietet seit einigen Jahren immer wieder neue AISC-Prozessoren und dazugehörige Systeme für das Mining von Bitcoins an. Mit dem BM1387 hat Bitmain im November den ersten ASIC aus der 16-nm-Fertigung von TSMC vorgestellt. Dieser erreicht mit 0,098 J/GH eine äußerst hohe Effizienz. Im größten System, dem Antminer S9, sind 189 solcher Chips verbaut.

Die erwähnten 20.000 Wafer aus der 16-nm-Fertigung sind geringfügig mehr, als TSMC für die Fertigung von GPUs für NVIDIA aufgewendet hat. Dies zeigt klar die derzeitige Gewichtung im Markt.

James Wang hat sich die Mühe gemacht die Erwähnungen bestimmter Schlüsselwörter in der Telefonkonferenz zur Bekanntgabe der Quartalszahlen zu analysieren. "Crypto" wurde doppelt so oft erwähnt wie "AI" oder "Mobile" – sicherlich keine belastbare Analyse, aber auch hier wird die aktuelle Entwicklung noch einmal deutlich.

Dies alles schlägt in die Kerbe rund um die überhöhten Preise bei den Grafikkarten und den bisher wenig erfolgreichen Versuchen durch die Hersteller dies einzudämmen.

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