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Intel äußert sich kritisch zum Disput zwischen Apple und Qualcomm

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intel Apple und Qualcomm führen seit Wochen in der heißen Phase einen Rechtsstreit: Im Kern geht es um Zahlungen von Lizenzgebühren. Apple weigert sich derzeit zu zahlen, weil der Hersteller die Forderungen von Qualcomm für unangemessen hält. Qualcomm fordert nun mittlerweile solange ein Verkaufsverbot für die Apple iPhone, bis die Angelegenheit geklärt sei – auch in Deutschland kracht es deswegen bereits. Nun hat sich eine formal eigentlich unbeteiligte Firma eingeschaltet: Intel.

Der Chiphersteller stellt sich auf die Seite von Apple und unterstellt Qualcomm mit seiner Strategie lediglich die Konkurrenz eindämmen zu wollen. So hat Intel gegenüber der International Trade Commission (ITC) erklärt, dass Qualcomm besonders Intel ausschalten wolle, da Qualcomm und Intel die beiden einzigen, relevanten Konkurrenzen im Markt für Mobilfunk-Modems seien.

Qualcomm hat das Verfahren gar nicht eingeleitet, um die vermeintlichen Patentrechtsverletzungen zu beenden. Vielmehr ist das Ziel Qualcomms seinen einzigen, rechtmäßigen Konkurrenten auszuschalten “, so Intel. Dass Intel auf Qualcomm nicht allzu gut zu sprechen ist, ist dabei generell nichts Neues. Auch zwischen diesen beiden Herstellern gibt es einige, rechtliche Auseinandersetzungen. Dabei pflichtet Intel Apple bei, dass Qualcomm überzogene Lizenzgebühren verlange, um auf diese Weise ein Monopol sicherzustellen. Auch wirft Intel Qualcomm vor zahlreiche Standard-Patente nicht zu fairen Bedingungen (FRAND) zu lizenzieren, so wie es eigentlich vorgesehen sei.

Qualcomm selbst schweigt aktuell noch zu den Vorwürfen seitens Intel. Die ITC wird sich ab August eingehender mit der Thematik beschäftigen. Eine finale Entscheidung ist aber nicht vor 2018 zu erwarten.