> > > > Spotify erhöht Umsätze, verdoppelt aber die Verluste

Spotify erhöht Umsätze, verdoppelt aber die Verluste

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spotify Denkt man an erfolgreiche und beliebte Anbieter von Musikstreaming, kommt wohl den meisten als erstes der Name Spotify in den Sinn. Doch Erfolg in ökonomischer Hinsicht ist Spotify weiterhin nicht beschert: Zwar zählt der schwedische Anbieter mittlerweile rund 50 Millionen zahlende Abonnenten, trotzdem fährt das Unternehmen immer höhere Verluste ein. So konnte Spotify seinen Umsatz im vergangenen Jahr zwar auf rund 2,9 Milliarden Euro steigern, parallel verdoppelten sich aber die operativen Verluste. Demnach habe Spotify laut Schätzungen zwischen 300 bis 400 Millionen Euro Verlust eingefahren. 2015 waren es noch ca. 184 Millionen Euro Verlust bei einem Umsatz von ca. 1,9 Milliarden Euro.

Spotify plant Ende 2017 oder Anfang 2018 an die Börse zu gehen. Sollte das Unternehmen bis dahin allerdings keine schwarzen Zahlen schreiben, dürften die Schweden es an der Börse schwer haben. Vermutlich dürfte Spotify nun abwägen sein, werbefinanziertes Angebot eventuell weiter einzuschränken, um mehr Kunden zu den kostenpflichtigen Abonnements zu locken. Schritte in diese Richtung wurden in den letzten Monaten bereits unternommen. Etwa stehen viele, neue Alben Spotify-Kunden auf der kostenfreien Stufe nun zwei Wochen später zum Streaming zur Verfügung als Abonnenten, die zahlen.

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Kommentare (22)

#13
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Zitat Tohdgenahgt;25563182
Der logische Schritt wäre für spotify, die freien Nutzer weiter einzuschränken.


Wenn das zu mehr Abbonenten führte, wäre das auch für die Künstler gut, denn von einem freier (also werbefinanzierten) Nutzer bekommen die nur ein Hundertstel von dem, was sie von einem Abonnenten bekommen.
#14
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Zitat Shevchen;25563201
Nun ja, die Zeiten haben sich halt geändert. Wo man früher noch ein Medium brauchte (aka Schallplatte, CD usw) fällt das jetzt komplett weg.

Von den 15 € die du für ne CD bezahlt hast, gingen 2 € für die Materialkosten drauf und der Rest war Abgabe an Rechteverwerter, von denen der Künstler - wenn er Glück hatte, nen Euro gesehen hat.

Hier zu sagen, dass ne Band von 10 € nicht leben kann ist etwas utopisch, wenn es früher von einem Euro ging.

Wobei sich das mit Spotify ja nicht geändert hat. Die haben meistens doch noch immer keinen direkten Kontakt mit den Künstlern, sondern es geht wie bisher weiterhin über "Rechteverwerter", oder irre ich mich?

Wer das Glück hatte, sich selbtsständig vermarkten zu können, konnte auch früher mit viel weniger auskommen, nur war und ist es wohl nicht so einfach in diese Position zu kommen.

Zitat Shevchen;25563201
Ich persönlich würde auch nicht mehr als 5€ im Monat für Mukke zahlen - vor allem im Vergleich mit der Zwangsabgabe für die GEZ, wo ich für rund 10 € die ganzen ÖR bekomme (und die mit knapp 50% Überschuss arbeiten).

Naja, wir haben aber ja auch die Zahlen von Spotify auf dem Tisch - 2.9 Mrd Umsatz. Die Ausgaben für die Musiker und alles drum und dran sind jedoch höher - > Verlust :/
Möglicherweise ist Spotify inefizienter als die ÖR und das Geld versickert irgendwo, halte ich aber irgendwie für recht unwahrscheinlich.

Spotify hat zwei Möglichkeiten - entweder die Bezahloption muss signifikant teurer werden, oder sie müssen das Gratisangebot einschränken (damit irgendwann halt alle zahlen, wie beim GEZ).
Was und ob das gelingt, ist die Frage.
#15
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Zitat DragonTear;25563267
Wobei sich das mit Spotify ja nicht geändert hat. Die haben meistens doch noch immer keinen direkten Kontakt mit den Künstlern, sondern es geht wie bisher weiterhin über "Rechteverwerter", oder irre ich mich?
Nope, genau deshalb pfeifen die Künstler ja aus dem letzten Loch. Ist korrekt.

Zitat
Wer das Glück hatte, sich selbtsständig vermarkten zu können, konnte auch früher mit viel weniger auskommen, nur war und ist es wohl nicht so einfach in diese Position zu kommen.

Ebenfalls korrekt. Es ist deutlich schwieriger (relativ betrachtet, absolut natürlich nicht) sich über Facebook, Youtube und in den wenigsten Fällen über Musikplatformen direkt zu vermarkten, als wenn ein Publisher sich drum kümmert. Der macht heutzutage aber auch nicht mehr als das Produkt in den Katalog zu werfen und dann über nen Algo Werbebanner im Netz zu verteilen. Das könnte eine Band auch selbst machen. Ist halt natürlich mit etwas mehr Aufwand verbunden, sich 24h vor die Kiste zu hocken und bei den diversen sozialen Platformen die Werbung direkt zu schalten. Und wer es gratis will, benutzt halt die sozialen Medien direkt mit Hilfe der Mundpropaganda. Toll ist das nicht, unterm Strich aber genauso effektiv.



Zitat
Naja, wir haben aber ja auch die Zahlen von Spotify auf dem Tisch - 2.9 Mrd Umsatz. Die Ausgaben für die Musiker und alles drum und dran sind jedoch höher - > Verlust :/
Möglicherweise ist Spotify inefizienter als die ÖR und das Geld versickert irgendwo, halte ich aber irgendwie für recht unwahrscheinlich.


Ich ebenfalls. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine reine Internetplatform mit schlanker Vermarktung ineffizienter sein soll, als der Moloch aus den ÖR. Ich vermute, dass hier der größte Kostenfaktor die Verwerter sind, die von Spotify so viel abzapfen, dass die damit ihre eigene Platform schaden. Wundern würde es mich nicht, denn das haben die in der Vergangenheit schon mehrfach gemacht - siehe GEMA. Zum Glück haben die ihr Monopol unterm Arsch weggezogen bekommen. Die GEMA-Vermutung ist zu mindest bei CDs weg - existiert aber noch bei öffentlichen Auftritten. (Dem Standbein, bei dem die Künstler überhaupt noch was verdienen - was schon böse klingt. Hier ist ne Band kaum was anderes als ein Wanderzirkus, der für nen Apfel und nem Ei durch Land tuckert um das Geld für das nächste Studioalbum aufzutreiben)

Zitat
Spotify hat zwei Möglichkeiten - entweder die Bezahloption muss signifikant teurer werden, oder sie müssen das Gratisangebot einschränken (damit irgendwann halt alle zahlen, wie beim GEZ).
Was und ob das gelingt, ist die Frage.

Oder man kickt die Verwerter aus der Platform, vermarktet die Künstler direkt und spart sich 80% des Overheads. Das gesparte Geld wird zu gleichen Teilen auf Spotify/Künstler aufgeteilt und auf einmal könnten beide von leben.

edit: 80% ist natürlich nur geschätzt, bei den Zahlen da oben bin ich damit aber wohl nicht weit ab vom Schlag. Ändert natürlich nix dran, dass es nur eine Schätzung ist. Ich arbeite nicht bei Spotify und kann mich deshalb auch nur an Vermutungen entlang hangeln, die halbwegs logisch erscheinen - aus Mangle an Begründungen die *noch* logischer klingen. Denn seien wir mal ehrlich: Welcher Faktor neben Verwerteroverhead soll denn sonst noch die Kosten in die Höhe treiben? Serverkosten? Spotify-Mitarbeiter? Kann ich mir beides nicht vorstellen.
#16
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Zitat DragonTear;25563267
Möglicherweise ist Spotify inefizienter als die ÖR


Ineffizienter als der ÖR
#17
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Registriert seit: 06.02.2014
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Zitat Shevchen;25563312

Oder man kickt die Verwerter aus der Platform, vermarktet die Künstler direkt und spart sich 80% des Overheads. Das gesparte Geld wird zu gleichen Teilen auf Spotify/Künstler aufgeteilt und auf einmal könnten beide von leben.

Das würde allerdings nur Sinn machen wenn sie davon ausgehen könnten dass dann viele der grossen Studios einlenken würden. Fürchte aber dazu hat Spotify nicht die Marktmacht und denke nicht dass sie nur noch Indie-Musiker beschäftigen wollen.
Das ist sicher ein denkbares Geschäftsmodell und vieleicht erscheint sowas mal auf dem Markt, falls es das noch nicht gibt (hab ka. von der Branche), nur sind damit Milliardenunsätze wohl sehr schwer zu erreichen womit das ein Rückschritt für Spotify wäre.
In Zeiten des billigen Geldes (was mindestens noch 1-2 Jahre anhalten wird) sind Umsätze erstmal wichtiger als Gewinn.
#18
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Hmm... ja. Die meisten Künstler sind so abhängig von ihren Verwertern, dass die da ohne weiteres auch nicht mehr von weg kommen.

Tja, ist halt historisch gewachsen und der Moloch bricht unter seinem eigenem Gewicht zusammen. Und ganz ehrlich: Hab ich auch kein Problem mit. Für die Verwerter hab ich nicht wirklich ne Trauerträne übrig.
#19
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Zitat oooverclocker;25563112
Da gibt es sicherlich verschiedene Ansichten. Bei dem Preis würde ich dann schon langsam überlegen, komplett auf Musik von anderen zu verzichten und nur noch selbst welche zu machen.


Omg, ich glaube ich sammle langsam mal deine Aussagen in den Threads...
#20
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Registriert seit: 29.08.2012

Flottillenadmiral
Beiträge: 5007
Kannst Du ruhig machen. Ich habe jetzt seit ca. 2-3 Monaten nur ab und zu meine CDs gehört um damit zu üben. Aktuell kommt sowieso kaum noch Rockmusik heraus, die Zeiten sind vorbei - somit ist mein Musikrepertoire sowieso vor allem aus den 80ern. Bei dem Zeug, was mittlerweile kommt, denke ich vor allem an Schlaftabletten, statt Action und Höhenflug. Es würde mir halt keinen echten Mehrwert bringen, irgendein Abo über 10€ abzuschließen, ist einfach so. Das heißt nicht, dass jemand anderes, für dessen Einkommen das eventuell noch verhältnismäßig wenig Geld ist, oder der die aktuelle Musik total chillig und easy für sein gestresstes Hirn findet, dafür mehr ausgeben würde, weil er vielleicht auch viel mehr Auswahl hat.
#21
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Leutnant zur See
Beiträge: 1037
Zitat oooverclocker;25563664
Kannst Du ruhig machen. Ich habe jetzt seit ca. 2-3 Monaten nur ab und zu meine CDs gehört um damit zu üben. Aktuell kommt sowieso kaum noch Rockmusik heraus, die Zeiten sind vorbei - somit ist mein Musikrepertoire sowieso vor allem aus den 80ern. Bei dem Zeug, was mittlerweile kommt, denke ich vor allem an Schlaftabletten, statt Action und Höhenflug. Es würde mir halt keinen echten Mehrwert bringen, irgendein Abo über 10€ abzuschließen, ist einfach so. Das heißt nicht, dass jemand anderes, für dessen Einkommen das eventuell noch verhältnismäßig wenig Geld ist, oder der die aktuelle Musik total chillig und easy für sein gestresstes Hirn findet, dafür mehr ausgeben würde, weil er vielleicht auch viel mehr Auswahl hat.



Früher war wie immer alles besser. ;)

Im moment kommt viel Rock-Musik raus, sie ist nur nicht in den Charts.
Und wo findet man sie? Genau bei Streaminganbietern wie Spotify.
Wenn es für dich passt schön, aber mindestens 99% der Menschen ticken nicht so.
#22
Registriert seit: 10.04.2008

Obergefreiter
Beiträge: 85
Zitat oooverclocker
...Bei dem Preis würde ich dann schon langsam überlegen, komplett auf Musik von anderen zu verzichten und nur noch selbst welche zu machen.

Aber auch Dein Casio musste erstmal kaufen...
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