> > > > Trotz Streit um Streaming-Vergütung: Taylor Swift schließt Exklusiv-Deal mit Apple Music

Trotz Streit um Streaming-Vergütung: Taylor Swift schließt Exklusiv-Deal mit Apple Music

Veröffentlicht am: von

apple music note Für den einen ist es ein Geburtstagsgeschenk, für den anderen wohl ein Weihnachtsgeschenk: Anlässlich ihres 26. Geburtstags kündige Taylor Swift heute auf ihrer Webseite an, einen Exklusiv-Deal mit Apples Musikstreaming-Dienst Apple Music geschlossen zu haben. Demnach soll am 20. Dezember exklusiv auf Apple Music der Tourfilm zur „1989 World Tour“ erscheinen.

Dieser zeigt nicht nur das Abschlusskonzert in Sydney vor über 76.000 Fans, welches erst Ende November aufgezeichnet wurde, sondern soll auch Material aus dem Backstage-Bereich sowie von zahlreichen Proben zeigen. Außerdem seien einige Überraschungsgäste im Film zu sehen. Insgesamt soll Taylor Swift für ihre letzte Tournee Tickets im Wert von über 200 Millionen US-Dollar verkauft haben.

Laut Swift soll der Streifen ab nächsten Sonntag ausschließlich über den Apple-Dienst erhältlich sein. Die Künstlerin zählt mit dem iPhone, iPad, iPod touch, dem Mac und dem Apple TV fleißig alle kompatiblen Apple-Produkte auf, vergisst allerdings, dass sich Apple Music seit Kurzem auch unter Android nutzen lässt. Immerhin wird der PC als kompatible Plattform genannt. Doch damit nicht genug: Swift empfiehlt für ihren Tourfilm das dreimonatige Probeabo des Musikstreaming-Dienstes abzuschließen, welches sie vor einigen Wochen noch heftig kritisiert hatte.

Im Juni hatte sich Taylor Swift zu einer Art Wortführerin für Künstler ernannt und kritisiert, dass diese bei Musikstreaming-Plattformen wie Spotify oder eben auch Apple Music zu wenig verdienen würden. Ihre Musik lässt sich deswegen nicht auf allen Plattformen trotz Abonnements streamen. Im Streit um Apple Music prangerte Taylor Swift vor allem einen Passus in den Verträgen zwischen Apple und den Plattenfirmen an, welcher besagte, dass die Rechteinhaber 71,5 % der Einnahmen aus Apple Music erhalten würden, nicht aber während der kostenlosen Testphase von Apple Music. Eben diese wird von der 26-Jährigen nun aktiv empfohlen. Apple lenkte allerdings noch im Sommer ein und versprach, die Tantiemen auch während der Testphase auszubezahlen. Damals bedankte sich Taylor Swift persönlich über Twitter für das Einlenken.

Im Hintergrund dürften in den letzten Wochen jedoch viel weitreichendere Gespräche geführt worden sein. Nach Informationen von Peter Kafka, Chefredakteur von re/code.net, solle Apple Taylor Swift dafür teuer bezahlt haben. Davon würde nicht nur die Künstlerin profitieren, sondern auch Apple. Zum einen sichert man sich Material eines der größten Popstars, welches man pünktlich zum Weihnachtsgeschäft für seine Werbezwecke nutzen kann, zum anderen lockt man unter Umständen durch die Exklusiv-Inhalte direkt neue Nutzer zu sich.

Die Fragmentierung der Musikstreaming-Dienste hat damit endgültig begonnen. Auch Spotify will demnächst Premium-Nutzer mit Exklusiv-Inhalten anlocken.

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (7)

#1
customavatars/avatar42250_1.gif
Registriert seit: 28.06.2006
Mannheim
•••••••
Beiträge: 10789
Danke für die Info. :fresse:
#2
customavatars/avatar56563_1.gif
Registriert seit: 24.01.2007
Schlaaand
Hauptgefreiter
Beiträge: 251
Wen's interessiert...
#3
customavatars/avatar189120_1.gif
Registriert seit: 25.02.2013

Flottillenadmiral
Beiträge: 5299
Ich find das sehr schade, durch diesen Exklusiv Mist macht man viel kaputt. Ich hatte eigentlich gehofft das die Musikindustrie es endlich verstanden hat.
Nur die wenigsten werden bei mehreren Streaming Diensten ein Abo abschließen, aber dafür hat man nun das selbe Problem wie bei Netflix und Co.
#4
customavatars/avatar54538_1.gif
Registriert seit: 28.12.2006
Dornbirn
Flottillenadmiral
Beiträge: 4369
naja es ist nur das video der tour
das interessiert eh keinen...
solange sie nicht alle alben die sie hat exklusiv einer plattform anbietet ist das halb so wild
#5
customavatars/avatar218727_1.gif
Registriert seit: 22.03.2015
NRW
Bootsmann
Beiträge: 563
taylor Swift hat mich nie interessiert. Sowieso interessiert mich solche musik nicht.
ich höhre hauptsächlich Musik, von künstlern, die ihre Musik kostenlos zu verfügung stellen. Sei es wie Synchronice, MiTiS oder hit The bass über Facebook oder anderweitige sachen. da interessiert mich streaming nicht. Dann sollte ich ja eigentlich auch keine gema scheiße bezahlen. Aber so ist die welt nunmal.
zum Glück gibts ja noch Xkito, die die Künstler mit deren EINVERSTÄNDNIS auf youtube präsentiert (Electro, House, Dubstep,trap,Remixes,etc). Da melden sich auch häufig die Künstler drunter und sprechen die community direkt an. Und sie gibt dort auch die links für die kostenlosen downlaods der lieder an, solannge es der künstler denn möchte. Finde ich fair.
#6
Registriert seit: 15.09.2009

Kapitänleutnant
Beiträge: 1690
So blöd wird die nicht sein, Titel so exclusiv anzubieten, dass ihr damit jede Menge Kunden durch die Lappen gehen. Der gehts ja auch nur ums Geld.
#7
Registriert seit: 06.05.2014

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 480
Ach verdammt. Das ist wieder der Anfang vom Ende. Die Großen nutzen ihre Marktmacht um mittels Exklusivangeboten die Kleinen aus dem Markt zu drängen.
Finde es schade, dass Taylor Swift sich hat kaufen lassen.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

TomsHardware.de muss seine Pforten schließen (Update)

Logo von IMAGES/STORIES/2017/THG

Eine der bekanntesten deutschen IT-Seiten TomsHardware.de wird abgeschaltet. Damit geht eine Ära zu Ende, denn die 1996 noch unter einem anderen Namen gestartete Webseite gehört sicherlich zu den Größen in diesem Bereich. Der genaue Termin für die Abschaltung der Server steht noch nicht... [mehr]

Interstellar: Hunderte CPUs berechnen schwarzes Loch

Logo von IMAGES/STORIES/2017/SCHWARZES-LOCH

Der Film Interstellar aus dem Jahre 2014 zeichnete sich vor allem durch eine möglichst realistische Darstellung und Simulation eines schwarzen Loches aus. Christopher und Jonathan Nolan schrieben das Drehbuch und zeichneten sich auch für die filmische Umsetzung verantwortlich. Der... [mehr]

Ende des Mining-Booms: Absätze bei den Grafikkarten brechen um bis zu 80 % ein...

Logo von IMAGES/STORIES/2017/BITCOIN

Investoren und Analysten mahnen seit Monaten vor einem Einbruch am Grafikkarten-Markt, doch bisher hat sich dies in den Absatz- und Umsatzzahlen der Hersteller noch nicht wirklich gezeigt. Nun mehren sich aber die Zeichen aus Asien, dass es ab März/April einen erheblich Einbruch bei den... [mehr]

NVIDIA intern: Begehrtestes Produkt ist ein Lineal

Logo von IMAGES/STORIES/2017/NVIDIA

Zwischen den Jahren einmal etwas Kurioses: Größere Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern oftmals in internen Shops bestimmte Produkte an. T-Shirt und Kaffeetasse sind hier nur die einfachsten Beispiele. NVIDIA verkauft alle eigenen Produkte natürlich auch an die eigenen Mitarbeiter. Dazu... [mehr]

Ermittler nehmen großes, illegales Usenet-Portal vom Netz

Logo von RECHTSSTREIT

Wie die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) in Zusammenarbeit mit mehreren Ermittlungsstellen per Pressemitteilung bekannt gab, hat es am Mittwoch und Donnerstag eine bundesweite Groß-Razzia gegen das Portal „usnetrevoloution.info“ gegeben – wegen des Verdachts... [mehr]

NVIDIA stellt das GeForce Partner Programm ein

Logo von IMAGES/STORIES/2017/NVIDIA

Das NVIDIA GeForce Partner Programm oder kurz GPP sollte Anreize für Boardpartner und letztendlich auch den Käufer einer Grafikkarte schaffen. Doch ein möglicher unerlaubter Wettbewerbsvorteil warf ein eher schlechtes Licht auf das Programm. Nun hat NVIDIA das Programm offiziell eingestellt. Als... [mehr]