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Dell World 2015: Microsoft ist ein Freundfeind, die Cloud die Zukunft

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Dell 2013Nach der inoffiziellen Eröffnung gestern hat Dell die diesjährige Ausgabe der Hausmesse Dell World mit einer umfassenden Keynote eröffnet. Während der knapp einstündigen Veranstaltung streifte das Unternehmen beinahe alle eigenen Tätigkeitsfelder, der Schwerpunkt lag aber klar beim Thema Cloud.

Verwunderlich ist dies nicht, vor allem angesichts der Übernahme von EMC mitsamt VMware. Mehr und mehr Unternehmen würden Daten und Prozesse auslagern, um einerseits die Kosten zu senken, andererseits aber auch um flexibler reagieren zu können. Wichtige Bausteine sollen dabei unter anderem die bereits gestern angekündigten Neuheiten im DSS-Bereich sein.

Dass die Server-Kapazitäten zukünftig deutlich steigen müssen, steht dabei laut Dell fest. Wie auch Intel geht man davon aus, dass das Internet of Things (IoT) eine weitaus größere Rolle einnehmen wird. Sensoren würden immer vielseitiger und günstiger, die Vernetzung untereinander umfangreicher. Bis zum Jahr 2020 soll die Zahl der vernetzten Menschen auf sieben Milliarden ansteigen, die der vernetzten Geräte auf 100 Milliarden. Die daraus resultierende Datenmenge soll entsprechend auf 44 Zettabytes ansteigen – pro Jahr.

Wenig überraschend: Auch für Dell spielt das Internet of Things eine große Rolle
Wenig überraschend: Auch für Dell spielt das Internet of Things eine große Rolle

Michael Dell kam zu Beginn seiner Rede aber auch auf den Abschied von der Börse vor zweieinhalb zu sprechen. Dieser Schritt hätte sich als der richtige erwiesen, was nicht zuletzt die Wachstumszahlen belegen würden. Anders als von Kritikern befürchtet, hätte die Umstrukturierung keine Auswirkungen auf die Mittel für Forschung und Entwicklung oder das Wachstum durch Zukäufe gehabt. In Anlehnung an eine bekannte Werbung sorgte er für Unterhaltung: „Die Übernahme von EMC? 67 Milliarden US-Dollar. Der Kapitän auf seinem eigenen Schiff sein? Unbezahlbar!

Ob Microsoft nicht auch an derart großen Übernahmen arbeite, war eine der Fragen, die im späteren Verlauf von der Moderatorin an Satya Nadella gerichtet wurde. Eine konkrete Ankündigung hatte dieser nicht in petto. Allerdings beteuerte er, dass man größere Summen durchaus zahlen würde, wenn der Übernahmekandidat zu den Zielen Microsofts passe. Dass für Nokia erst im vergangen Jahr mehr als fünf Milliarden Euro gezahlt wurden, erwähnte Nadella nicht – möglicherweise aufgrund der Unzufriedenheit mit dem von seinem Vorgänger gestarteten Kauf.

 Microsoft-Chef Satya Nadella pries die gute Zussammenarbeit - trotz der Konkurrenzsituation
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Interessanter war jedoch das, was beide Manager zum Verhältnis der Unternehmen untereinander zu sagen hatten. Die Frage, ob man nun Freund, Feind oder Freundfeind sei, wollte keiner klar und unmissverständlich beantworten. Während Nadella sich mit „Generell sind wir Freunde“ politisch neutral aus der Affäre zog, äußerte sich Dell offensiver. Man begrüße, dass Microsoft mit den Surface-Modellen die Plattform Windows stärken wolle. Allerdings würde es sich ja nur um äußerst geringe Stückzahlen bei sehr hochpreisigen Geräten handeln – sehr viel deutlicher hätte er seine Zweifel am Erfolg des Partners nicht äußern können. Womöglich des lieben Friedens zuliebe schob er jedoch eine Höflichkeit hinterher: Die Surface-Familie sei ein Eisbrecher, dem man mit den eigenen Geräten folgen würde; das neue XPS 12 entspricht dieser Darstellung perfekt.

Was am Ende der Keynote ein wenig fehlte, war der klassische PC-Bereich. Zwar wiederholte Dell, dass das Geschäft extrem wichtig sei, Ankündigungen blieben jedoch aus. Dass das Inifinity Display Einzug in die Latitude-Reihe halten soll, verriet man uns ebenso im Vorfeld wie auch das absehbare Ende von BYOD (Bring Your Own Device). Gleiches gilt für die wachsende Bedeutung von Micro-Desktop-Systemen und All-in-One-Lösungen. Diese, so Raza Haider (Executive Director Commercial PC Product Group), würden verstärkt nachgefragt – von Unternehmern wie Verbrauchern. Konkrete Produktanküdigungen sollen Anfang 2016 folgen.

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Kommentare (2)

#1
Registriert seit: 21.02.2009

Oberbootsmann
Beiträge: 927
"Die Surface-Familie sei ein Eisbrecher, dem man mit den eigenen Geräten folgen würde; das neue XPS 12 entspricht dieser Darstellung perfekt."

Ausschließlich mit Core M und Displays in 16/9 entsprechen die Dinger genau welcher Darstellung? Ich glaube auch kaum, daß die unter 800€ in der Minimalausstattung starten werden und selbst dann ist es noch immer nicht das Gleiche, wie ein Surface. Von gar nicht verfügbarer höherer Leistung mal ganz abgesehen.

EDIT: Ich sehe gerade, von wem dieser Artikel ist und wie immer ist der Herr Bellmer ganz ganz schlecht informiert und kann Äpfel nicht von Birnen unterscheiden. Was noch fehlt ist ein Vergleich zu irgend einem Appleteil, das ohnehin alles andere in den Schatten stellt...
#2
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Registriert seit: 06.07.2006
Bayern
Vizeadmiral
Beiträge: 6511
"Eisbrecher" ist da der richtige Begriff. Microsoft hat über die letzten 4 Jahre einen neuen Formfaktor etabliert, den Hybrid. Im ersten Moment war die versammelte Journalie begeistert, um dann festzustellen dass das eigene iPad sowas nicht bietet. Mittlerweile setzt sich langsam die Erkenntnis durch, dass der Tablet-Hype zuende ist, aufgefressen von Smartphones und Hybriden.
Microsoft hat hier Millionen bis Milliarden verpulvert bis die Zeit für die Geräte reif war, und somit den Weg für Dell und Lenovo geebnet.
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