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Trotz Bundesnetzagentur: Telekom verändert StreamOn vorerst nicht

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deutsche telekomVor einigen Wochen hatte die Bundesnetzagentur ihre Untersuchungen abgeschlossen und StreamOn der Telekom in einigen Punkten kritisiert. Es wurde beispielsweise gefordert, das Angebot auch im Ausland anzubieten und zudem sollten Audio- und Video-Nutzung nicht unterschiedlich behandelt werden. Um beim StreamOn-Angebot nachzubessern, hatte die Bundesnetzagentur der Deutschen Telekom eine Frist bis zum 10. November gewährt. Diese Frist ist inzwischen verstrichen, doch Änderungen am Angebot sind nicht sichtbar.

Wie nun die Kollegen von Teltarif von der Telekom erfahren haben, wird sich vorerst an StreamOn auch nichts ändern. Zwar hatte die Bundesnetzagentur zur Nachbesserung aufgefordert, doch aktuell seien beide Parteien noch in Gesprächen. Die Telekom habe laut eigenen Angaben den eigenen Standpunkt lediglich nochmals erläutert und ist der Ansicht, dass die EU-Roamingrichtlinien möglicherweise auch etwas eng ausgelegt sind.

Bis nun die Bundesnetzagentur auf die erneuten Erläuterungen der Telekom reagiert, kann wieder einige Zeit verstreichen. Somit wird sich StreamOn wohl vorerst für Kunden nicht verändern. Damit steht das Angebot, womit bei einigen Partnern kein Datenvolumen verbraucht wird, auch weiterhin nur in Deutschland zu Verfügung. Im Ausland wird das Datenvolumen auch weiterhin belastet, obwohl die Bundesnetzagentur hier um Nachbesserung gebeten hatte. Ob sich daran in naher Zukunft noch etwas ändern wird, bleibt abzuwarten und derzeit komplett offen.

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Kommentare (28)

#19
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Zitat Sir Demencia;25948402
Was hat das denn bitte schön mit Netzneutralität zu tun? Was hat das mit der Gleichbehandlung aller Datenpakte zu tun?

Richtig, die Anmerkung der Bundesnetzagentur hat nichts mit Netzneutralität direkt zutun, sondern nur mit dem, in diesem Jahr in Kraft getreteten Gesetz zum Thema Roaming, welches nun unabhägig vom Land/Standort sein soll (mit der Einschränkung dass man sich mindestens einmal im Monat im Heimnetz anmelden muss).

Ebensowenig hat aber dieses ganze Thema mit Netzneutralität zutun.
Das Netz ist weiterhin vollkommen neutral, denn die Pakete werden auch weiterhin gleich schnell durch geschickt und kommen mit gleicher Wahrscheinlichkeit an, wie zuvor.
Einzig die Abrechnung hat sich geändert! Dabei bevorzugt die Telekom nichtmal irgendwie mittels finanziellen Hintergrundgeschäften (EDIT: geschweige denn mit politischen Motiven :wall: ), sondern bezieht inzwischen sogar etliche regionale Contentanbieter an: Telekom | Mobilfunk, LTE, Festnetz und DSL Angebote

Entsprechend wird von bestimmten, manchmal selbst ideologisch motivierten Personen, immer viel lauter geschrien - wie man auch hier sieht - als es sinnhhaftig wäre.


Zitat Sir Demencia;25948402
Denn technisch ist hier kein Unterschied mehr zu den Festnetzanschlüssen in finanzieller Sicht mehr erkennbar.

Will damit jetzt zwar nicht sagen dass die Anbieter uns nicht bessere Konditionen bieten könnten (eigentlich beweist Stream On ja genau das, muss ich zugeben :D ), aber hast du Belege für diese Aussage?
Würde mich nämlich etwas wundern, denn der große Unterschied ist halt dass Funk, ein Shared Medium ist und die Frequenzen begrenzt. Festnetz ist viel einfacher, und noch dazu mit hoher Geschwindigkeit, in der Nutzerzahl skalierbar.
Wahrscheinlich kommt es darauf an, ob man die Kosten zum Verlegen der Internetleitung ins Haus mit einkalkuliert, dann ist Funk wohl ähnlich preiswert... Nur haben wir eben die Leitungen bereits (also die "Letzte Meile") fast überall, so dass man noch sehr viel mit dem Backbone, das sowieso auch fürs Funknetz notwendig ist, und den Verteilerkästen rausholen kann; also mittels "Vektoring" wie das ja genannt wird.


Btw. Vodafone zieht grade ja nach (bzw. haben vor wenigen Monaten) und denke mal O2 wird auch nicht den Anschluss verlieren wollen.
Somit sind die Krafteverhältnisse der 3 Unternehmen bald wieder genau so wie in der Vergangenheit und wir als Kunden profitieren von einer verbesserten Flatrate!
Damit haben wir sogar dem Ausland teilweise was voraus.
#20
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Flottillenadmiral
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Zitat Sir Demencia;25948402
Die sollen mal endlich auch im mobilen Bereich ein bezahlbare Flat auf den eurpäischen Markt bringen.

Eben. Alleine, dass die Telekom nichts davon hat, als höheren Traffic müsste einen doch stutzig machen. Kurz darauf, soll das ganze dann auch bei Vodafone kommen...
Irgendjemand, der etwas davon hat, dass die Leute nur noch diese Kanäle zum Konsum von Medien und zu Informationszwecken nutzen, muss doch dahinter stecken.

Es ist schon ganz komisch, dass dieses Zeug alles eingeführt wird, während Russland zum Beispiel mit RT auf dem deutschen Medienmarkt Stimmung macht. Aus meiner Sicht handelt hier jemand aus Angst vor der Meinungsvielfalt und riskiert dabei, dass totalitäre, faschistische, destruktive Kräfte von innen das, was Deutschland ausmacht, in Zukunft viel einfacher angreifen können. Selbst, wenn die Bundesregierung keinen direkten Einfluss auf Unternehmen hätte, kann man nicht bestreiten, dass diese von der Politik stark abhängig sind, und aus wirtschaftlichen Gründen umsetzen müssen, was verlangt wird.
Das, was nach dem zweiten Weltkrieg fest in die Verfassung zum Schutz eingegossen wurde, zu zerstören, und so zu tun, als würde sowieso immer nur ein Engel zum Bundeskanzler/Präsidenten gewählt werden, der nur gutes im Sinn hat, ist so grandios naiv, dass es nicht auszuhalten ist.

Edit: Stellt Euch doch einfach mal vor, die Post würde die Süddeutsche Zeitung in Zukunft komplett kostenfrei ausliefern, aber FAZ, Welt etc. müssten weiterhin Porto zahlen - das ist völlig analog zur Zerstörung der Netzneutralität und es ist illegal, weil die Meinung die die Süddeutsche bildet, dann durch künstliche Manipulationen viel preiswerter wäre, als die der anderen Zeitungen.
#21
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Im sonnigen Süden
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Zitat oooverclocker;25948653
Edit: Stellt Euch doch einfach mal vor, die Post würde die Süddeutsche Zeitung in Zukunft komplett kostenfrei ausliefern, aber FAZ, Welt etc. müssten weiterhin Porto zahlen - das ist völlig analog zur Zerstörung der Netzneutralität und es ist illegal, weil die Meinung die die Süddeutsche bildet, dann durch künstliche Manipulationen viel preiswerter wäre, als die der anderen Zeitungen.

Soetwas ist aber NICHT der Fall, denn praktisch jeder der will, kommt bei Stream On rein!

Des weiteren gäbe es immer noch die Gesetze zur Wettbewerbsgleichheit, würde ein alternativloses Unternehmen wie die Post, etwas deartiges versuchen.
Da es aber fast überall, Alternativen zur Telekom gibt (Vodafon und O2), würden diese Gesetze nicht mal dann relevant werden.
Womöglich wären dann zwar tatsächlich Gesetze im Zusammenhang mit der Netzneutralität relevant, aber die Telekom würde sich doch ins eigene Bein schießen, denn Fans der benachteiligten Dienste, würden zu Vodafon und O2 gehen.
Darum haben sie auch kein Interesse an irgendwelcher Bevorzugung. Sie wollen nur mehr Kunden.
#22
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Flottillenadmiral
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Zitat DragonTear;25948704
die Telekom würde sich doch ins eigene Bein schießen, denn Fans der benachteiligten Dienste, würden zu Vodafon und O2 gehen.

Nicht, wenn Vodafone und O2 diese Dienste auch ausschließen. (Und das könnte man unter politischem Druck oder durch Zugeständnisse sicherlich problemlos erpressen - nicht vergessen, dass es nur drei Unternehmen gibt.)
Zitat DragonTear;25948704
Darum haben sie auch kein Interesse an irgendwelcher Bevorzugung. Sie wollen nur mehr Kunden.

Komisch, da Vodafone das gleiche System jetzt bringen muss, bringt es der Telekom keinen Cent - war auch schon vorher absehbar. Der Dumme ist der Kunde, denn der Traffic, der jetzt für StreamOn-Dienste abgeht, hätte er im Zuge des Konkurrenzkampfs auch als einige GB pro Monat zusätzlich zum gleichen Preis bekommen, wenn man nicht bestimmte Dienste komplett frei anbieten würde, während nach der Volumengrenze bei allen anderen Schluss ist.
#23
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Zitat oooverclocker;25948794
Nicht, wenn Vodafone und O2 diese Dienste auch ausschließen. (Und das könnte man unter politischem Druck oder durch Zugeständnisse sicherlich problemlos erpressen - nicht vergessen, dass es nur drei Unternehmen gibt.)

Wenn du Angst davor hast, könntest du das aber echt auf viele andere bereiche ausweiten.. Da ist ja nicht das Internet das einzig relevant auf der Welt.
Ganz davon abgesehen dass wir ja nicht von prinzipieller Nicht-Erreichbarkeit von den Seiten reden (womit man irgendwelche Meinungen unterdrücken könnte), sondern nur obs ins Volumen geht.
Da jetzt einen politischen Aspekt rein zu interpretieren, finde ich echt fehl am Platz und schlichtweg paranoia.

Am aller stärksten bzw. überhaupt existenten Arguments finde ich noch die Benachteiligung von Start-Ups im Streaming-Bereich, weil die eventuell Probleme hätten, rein zu kommen.
Ist der Dienst aber revolutionär genug (wie es Netflix einst war), dann wird er sich trotzdem durchsetzen, bzw. die Grenze erreichen wo er in Stream On und Co. aufgenommen werden würde.
Im Endefekt gleicht mand as Internet auch nur an die normale Wirtschaft rein. Als kleiner Hobbybastler, wirst du es auch schwer haben, bzw. Hürden überwinden müssen, um deine Produkte z.B. in eine Supermarktkette zu bringen.

Zitat oooverclocker;25948794
Komisch, da Vodafone das gleiche System jetzt bringen muss, bringt es der Telekom keinen Cent - war auch schon vorher absehbar. Der Dumme ist der Kunde, denn der Traffic, der jetzt für StreamOn-Dienste abgeht, hätte er im Zuge des Konkurrenzkampfs auch als einige GB pro Monat zusätzlich zum gleichen Preis bekommen, wenn man nicht bestimmte Dienste komplett frei anbieten würde, während nach der Volumengrenze bei allen anderen Schluss ist.

Man kann aber auch alles schlecht reden.
So viel hat sich ja mit den Volumen nicht grade getan in den letzten Jahren. Da ist diese variante jedenfalls willkommen.
zudem ist das ja doch ganz sinnvoll gemacht, denn grade Streaming ist das was den meisten Traffik erzeugt!
Foren, Messenger und herkömmliche News kann man ohne jegliche probleme mit einem Volumen von einem Gigabyte abdecken.
Höchstens manche Traffikhungrige Games könnten das Volumen sprengen, a ber das betrifft halt zu wenige Leute
#24
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Flottillenadmiral
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Zitat DragonTear;25948923
denn grade Streaming ist das was den meisten Traffik erzeugt!
Foren, Messenger und herkömmliche News kann man ohne jegliche probleme mit einem Volumen von einem Gigabyte abdecken.

Na also - dann würde die Telekom es doch gar nicht wirklich mehr kosten, wenn sie einfach eine Flatrate für alles anbieten würde - genau das war doch mein Argument. Aus wirtschaftlicher Sicht macht diese Benachteiligung/Bevorzugung überhaupt keinen Sinn - das tut sie nur dann, wenn man eben doch steuern möchte, welche Dienste im Detail die Leute zu Gesicht bekommen dürfen.
#25
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Ist ein Argument, aber ich würde eher dazu tendieren zu vermuten dass das schon wirtschaftliches Kalkül ist - irgendwann wird man echte Flatrates bringen und kann damit erneut auf sich aufmerksam amchen und Kunden für sich gewinnen ;)
Zudem gäbe es bei ungefilterten Flatrates wahrscheinlich eine signifikante Anzahl an Idioten die das Shared-medium mit massenweise Datei-Downloads für sich beanspruchen.

Eine politische Steuerung ist bislang jedenfalls nicht im entferntesten erkennbar an der Auswahl der Dienste und das schöne an der Wirtschaft ist ja grade dass sie im großen und ganzen politisch neutral ist.
Das hat auch Facebook im US Wahlkampf mehr oder weniger absichtlich bewiesen (weswegen allerdings von manchen, jetzt Vorwürfe und Klagen laut werden).
#26
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ulaY!
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Zitat DragonTear;25949227
.. das schöne an der Wirtschaft ist ja grade dass sie im großen und ganzen politisch neutral ist.


Realsatire? MMD. XD
#27
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Zitat elcrack0r;26027030
Realsatire? MMD. XD

Hast du Gegenargumente?

Welches Unternehmen hat Genozide in die Wege geleitet?
Welches Unternehmen hat Kriege begonnen?

Ja, von politischen Begebenheiten profitiert und zu eigenem Gunsten mitgestaltet haben Unternehmen.
Aber eine politische Agenda haben sie nicht, da es nur um den Profit geht und nicht um Ideologien.
Das ist ein sehr signifikanter Unterschied, wenn du mich fragst.
#28
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hadde Frankfurt
ulaY!
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Genozide? Kriege? Reiss dich mal zusammen. Ich hab gequotet was du geschrieben hast. Da heisst es von dir, dass die Wirtschaft politisch neutral ist und das entspricht einfach nicht der Realität. Nicht mehr und nicht weniger. Das kannst du übrigens an den Spenden an die verschiedenen Parteien und der Lobbyarbeit der Konzerne ablesen. Da muss ich nix beweisen. Das kann man nachlesen.
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