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Retro-Charme und Rückenprobleme

Nintendo Virtual Boy ausprobiert

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Ursprünglich 1995 von Nintendo veröffentlicht, kennen heute nur noch wenige den Virtual Boy. Das Gerät ist einer der größten Fehlschläge in Nintendos Firmengeschichte. Nicht einmal 770.000 Exemplare wurden weltweit verkauft. Aufgrund der schlechten Kritiken und ausbleibenden Verkäufe entschied sich Nintendo nach rund einem Jahr, die Konsole wieder vom Markt zu nehmen. In Europa ist sie nie offiziell erschienen. Wer sich heute einen Original Virtual Boy zulegen möchte, der muss tief in die Tasche greifen. Je nach Zustand und Vorstellungen des Verkäufers werden Preise zwischen 400 und 1.000 Euro aufgerufen. 

Im September 2025 gab Nintendo bekannt, dass man eine Neuauflage des gescheiterten Klassikers plant. Am 17. Februar 2026 erschien nun der Virtual Boy für die Switch und Switch 2. Das Original war quasi eine stationäre VR-Brille, die über eine ausschließlich rote Anzeige verfügte. Während es sich damals um eine eigenständige Konsole handelte, steckt die eigentliche Technik nun in der Handheld-Konsole, wahlweise Switch 1 oder 2, die zwingend zum Spielen benötigt wird. 

Hinzu kommt eines von zwei verfügbaren Gehäusen. Für 19,99 Euro gibt es eine Version aus Pappe, in die man die Switch schieben kann. Wer 79,99 Euro zahlt, erhält einen Nachbau des Original Virtual Boy aus Plastik. Optisch sehr nah an der Vorlage hat dieser allerdings weder einen Bildschirm, noch funktionierende Knöpfe. Es handelt sich um einen Plastik-Rahmen mit roten Linsen, in welchen die Switch eingespannt wird. Wir haben uns die Neuinterpretation näher angesehen und ein paar Runden gespielt.

Aufbau & Lieferumfang

Wir haben den Virtual Boy im schicken 40-Jahre-Mario-Karton geschickt bekommen. Die eigentliche Verpackung ist im typischen Nintendo-Rot gehalten. Von außen ist auf den ersten Blick das Gerät zu erkennen. Öffnet man den Karton, findet man unter der Brille noch den Standfuß. Außer einer Anleitung liegt auch noch ein Einsatz für die Nintendo Switch 1 bei. Die Halterung für die Switch 2 ist bei der Auslieferung verbaut. Wer den Vorgänger nutzen will, muss eine Halterung an der Unterseite austauschen. Hier müssen vier Schrauben gelöst werden und die Sache ist mit wenigen Handgriffen erledigt.

Die Brille rastet auf dem Standfuß sicher ein und eine Stellschraube erlaubt es, den Virtual Boy nach vorn oder hinten zu kippen. Mehr lässt sich an dem eigentlichen Gerät nicht einstellen. Stattdessen wird nun die Switch eingesetzt. Vorher müssen allerdings die Spiele installiert werden.

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