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Mit Windows 11 25H2 und Server 2025 schickt Microsoft den ehrwürdigen NVMe-Treiber in den Ruhestand. Eine komplette Neuentwicklung auf IoRing-Basis verspricht IOPS-Rekorde und massive Effizienzgewinne. Doch unser Test zeigt: Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Während die Random-Read-Performance explodiert, kämpfen klassische Benchmarks wie AS SSD mit massiven Einbußen. Wir haben vier SSDs durch den Test-Parcours geschickt und klären, warum der neue Treiber aktuell Fluch und Segen zugleich ist.
In diesem Special zum Thema NVMe-SSDs schauen wir uns den neuen NVMe-Treiber an, welcher in Windows 11 25H2 sowie Server 2025 enthalten ist. Hierbei handelt es sich nicht nur einfach um eine verbesserte Revision, sondern der Treiber als solcher wurde neu entwickelt und an die heutigen Anforderungen angepasst.
Der Treiber ist von Microsoft noch nicht final aktiviert. Wir bieten hier also eine Vorschau auf die aktuell verfügbare Version. Bis zur offiziellen Nutzung können und sollten sich daher noch Änderungen ergeben.
Die bisherige Stornvme.sys war darauf ausgelegt, eine möglichst hohe Kompatibilität zu erreichen und bringt daher einen großen Überhang an Funktionen mit. Auch die grundlegende Arbeitsweise, auf Interrupts des Geräts zu warten und nicht proaktiv über den Prozessor Anfragen an das Speichergerät zu senden, wurde geändert. Dies führt zu deutlich reduzierten Latenzen. Diese Änderungen ermöglichen auch die Grundlage für neue Features wie Zoned Namespaces, wie sie in der NVMe-Spezifikation 2.0 vorkommen.
Vorab lässt sich mit unseren Tests schon aussagen, dass es massive Steigerungen im Bereich der zufälligen, lesenden Zugriffe gibt. Bei den sequenziellen Zugriffen zeigt der Treiber jedoch eine schlechtere Effizienz.
Daher ist die Empfehlung folgerichtig, den Treiber noch nicht in produktiven Umgebungen zu aktivieren und weitere Verbesserungen abzuwarten. Dies entspricht auch dem Handeln von Microsoft, den Treiber zwar zu integrieren, ihn jedoch nicht zu aktivieren.