Erste Benchmarks: Microsofts neuer High-Performance NVMe Driver im Überblick

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Mit Windows 11 25H2 und Server 2025 schickt Microsoft den ehrwürdigen NVMe-Treiber in den Ruhestand. Eine komplette Neuentwicklung auf IoRing-Basis verspricht IOPS-Rekorde und massive Effizienzgewinne. Doch unser Test zeigt: Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Während die Random-Read-Performance explodiert, kämpfen klassische Benchmarks wie AS SSD mit massiven Einbußen. Wir haben vier SSDs durch den Test-Parcours geschickt und klären, warum der neue Treiber aktuell Fluch und Segen zugleich ist.
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Wo ist der Vergleich zu Linux? Das wäre mal interessant.
 
Danke für diesen Test, den ich jetzt erst mal nur überflogen habe...!
Aber selbst da bestätigt sich das, was ich bisher nur gefühlt habe.

Ich habe 5 verschiedene Windows-PCs mit Windows 11 und aktuellen NVME-Laufwerken in Benutzung, bei allen habe ich versucht, den neuen Treiber zu aktivieren, bei 3 PCs hat das problemlos funktioniert, bei 2 PCs aus unerfindlichen Gründen nicht. Das wäre m. E. auch einen Artikel wert, denn mir ist nicht ganz klar, warum das mal klappt, mal nicht.

Jedenfalls merke ich im Normalbetrieb keinen großen Unterschied, wobei ich das auch nicht wirklich gemessen habe. Spürbar aber ist es beim Systemstart, bei dem parallel eine Menge Software sowohl im Hintergrund als auch im Vordergrund gestartet wird.
 
Jedenfalls merke ich im Normalbetrieb keinen großen Unterschied, wobei ich das auch nicht wirklich gemessen habe. Spürbar aber ist es beim Systemstart, bei dem parallel eine Menge Software sowohl im Hintergrund als auch im Vordergrund gestartet wird.
Mehr zum Vorteil, oder eher Nachteil?? Wenn man sich die Zugriffszeiten genauer anschaut bei den ganzen Benchmarks, dann sind dort doch ganz schöne einbussen... Inwiefern sich das jetzt auswirkt auf das System, wäre schon interessant...

Danke für den Test, sehr aufschlussreich und ja, Linux wäre auch interessant...
 
Dies ist auch nachvollziehbar im Blick auf DirectStorage und weitere moderne Anwendungsfälle.
..wenn denn Storage mit diesen Treiber dann noch bypassIO kompatibel wären. Aktuell sind sie das jedenfalls nicht, von daher hat sich DS gegessen.

..werden wir uns noch einmal die finalen Ergebnisse ansehen – gerne in Verbindung mit DirectStorage.
..siehe zuvor.


@Firebl : Hattet ihr bei den Test mit diesen Treiber auch das Phänomen mit den nicht zuordnungsfähigen 1MB+ (je nach Kapazität der SSD auch höher) unformatierbaren Zuordnungsbereichen (in der Datenträgerverwaltung, PartedMagic usw. sichtbar)? Werden die gelöscht, war es zumindest bei mir so, dass die komplette SSD plötzlich leer und ohne Partition war. Dazu kommt, man kann diesen Bereich nirgendwo anhängen. Ich habe die Problematik mal hier und hier (DS) bebildert beschrieben. Auch kommen einige Backuptools wie z.b. Acronis True Image mit diesen Treiber absolut nicht klar.

Was die Treiberperformance betrifft. Ja, die ist teils besser aber -je nach Caching (hard/soft) oder ohne Caching- auch schlechter. Positiv sind halt nur die geringeren CPU Lasten im non_caching Modus, hier waren die bei mir mit 2048 Anfragen per Thread im Verhältnis 70/30 (read/write) mit den nvme.sys Treiber rund 35% geringer als mit den bisherigen disk.sys Treiber. Aber halt nur non_caching, mit caching kaum merkliche Unterschiede. Kannst du hier und hier mal nachlesen.

ps: Ich denke mal, so schnell wird MS den nicht für die "üblichen" Windows Editionen freigeben. Dafür hat der noch zu viele Macken und bleibt erst einmal den Servereditionen (vieleicht auch mal vorab später Enterprise Edition) vorbehalten. Für die der ja auch freigegeben ist. ;)
 
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Die Optimierung auf zufällige Zugriffe etc. ist typisch für Server.
Schon früher war die Firmware von Server-HDDs auf zufällige Zugriffe optimiert.
Für den Desktop ist so eine Optimierung dagegen nicht optimal.
Daher sollte man den neuen Treiber nicht bei Windows 11 aktivieren, sondern nur bei Server 2025 mit entsprechendem Workload (Datenbanken, Mailserver, etc.).
 
Da habe ich mir aber anderes erhofft.

Für die Alltagsperformance sind im Wesentlichen nur zwei Faktoren relevant: Random 4K und Latency.

Für Heimanwender also nichts als eine massive Verschlechterung?
 
Warum keine Samsung 990 Pro im Test?
Bei Samsung oder manchen anderen muss alles zeitnah wieder zurück zum Hersteller, da sind solche Specials nicht möglich. Hinzu kommt, dass ich zur PCIe-Gen4-Zeit noch keine SSDs gemacht habe - die FireCuda 530 ist privat (aber unbenutzt).
 
Habe mal den Selbsttest gemacht also die Q1T1 Schreibwerte kann ich nicht im Ansatz verstehen kann es sein das hier vlt ein Treiber oder Firmware Problem gibt im Luxx Test?

Habe selber den Win NVME Treiber + 2TB PCB01 SK Hynix

CrystalDiskMark_20260304011623.png
CrystalDiskMark_20260304011721.png


Lexmar NM1090 Pro

CrystalDiskMark_20260304012639.png
CrystalDiskMark_20260304012647.png
 
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Habe mal den Selbsttest gemacht
Es wäre hilfreich wenn Du dazu schreiben würdest, welcher Benchmark mit welchem Treiber gemacht wurde. Dies kann man einfach in die unterste Zeile schreiben, dazu ist die da, dass man dort einen Text schreiben kann und dieser dann im Screenshot zu sehen ist.
 
Seit Windows 11 Update auf Build 26220.7934.ge_release_svc_betaflt_prod1.260223-2038 scheint der Override nicht mehr zu greifen.
Die NVMEs stehen im Gerätemanager wieder mit altem Treiber unter dem Punkt Laufwerke. Die Registry jedoch zeigt nach wie vor die entsprechend notwendigen Einträge unter Overrides.

Mit vorheriger Windows 11 Version funktionierte der Override.

Kann das jemand bestätigen?
 
Lexmar NM1090 Pro
Die Ergebnisse mit der Lexmar NM1090 Pro kann ich absolut bestätigen. Auf AMD X3D Systemen mit PCIe Gen5 SSDs ist der neuere Treiber fast uneingeschränkt in allen Disziplinen überlegen. Praktisch keinerlei Leistungseinbrüche, und zum Teil mehr als verdoppelter Durchsatz bei gleichzeitig massiv gesunkener CPU-Last. Mit Gen5 SSDs war bereits die CPU der Flaschenhals.

Am Ende hängen gerade die sequentiellen Zugriffe auch unmittelbar davon ab wie schnell (Latenz!) die CPU dem NVMe-Gerät lesenden und schreibenden Zugriff auf den RAM geben kann - und in der Disziplin ist die im Test verwendete Intel-Server-CPU weit abgeschlagen. Das kann zwar eine SSD mit Onboard-RAM gut maskieren (die Lexmar NM1090 Pro hat keinen!), aber ein guter Cache auf der CPU bringt hier im Gesamtsystem mehr.

Und dann darf man auch nicht vergessen dass sich jetzt die Zugriffsmuster auf die NVMe-SSD verändert haben, insbesondere bekommt der Controller jetzt potentiell wesentlich mehr einzelne Updates für seine Queues (pro CPU-Kern wird eine verwendet, und jetzt wird auch kein aggressives Batching mehr gemacht!), und sollte dabei aber trotzdem unterbrechungsfrei mit der Abarbeitung eben dieser fortfahren. Ältere NVMe-Controller leisten das nicht unbedingt.

In der Gegenrichtung sollte die NVMe auch nicht pro Kommando einen eigenen Interrupt auf der CPU auslösen, sondern nur wenn der Zustand der IO-Completion-Queue explizit zwischen "leer" und "nicht-leer" wechselt, oder sogar per Heuristik noch weiter verzögert. Auch das funktioniert zum Teil nicht richtig, und manche ältere NVMe-Controller spamen die CPU proportional zur Anzahl der selbst empfangenen Kommandos zu.
 
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Ganz seltsames Gesamtbild. Otto Normalo sollte von dem Treiber wohl eher die Finger lassen.
 
@Firebl Habt ihr die Optane 900p oder 905p noch?
 
Viele Probleme treten auf, wenn die SSDs keine Power-loss-Protection unterstützen. Dann werden die Schreibzugriffe erst bestätigt, wenn diese tatsächlich vollständig geschrieben sind und das zieht die Performance massiv in den Keller.

Mit PLP erfolgt die Bestätigung sobald die SSD sicherstellen kann, dass die Daten auch bei einem Power-Loss geschrieben werden können (i.d.r sofort).

Enterprise SSDs haben das Feature. Consumer SSDs können das Feature haben oder eben nicht.
 
mich würde ja interessieren, wie sich der der Treiber mit Brot und Butter NVMES verhält. Habe selber 2x 1 TB WD SN770 und 1x kioxia exceria plus g3 2tb im System mit einem 13700k.
Evtl. teste ich das heute selbst mal.
 
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