Seite 10: Fazit

Betrachtet man die Testergebnisse vor allem in den synthetischen Benchmarks, könnte man schnell zum Schluss kommen, dass die Kingston KC2000 eine recht durchschnittliche SSD ist, deren Stärken einzig bei den sequenziellen Schreibzyklen liegen. Dies wirkt auf den ersten Blick auch sehr schlüssig, sticht doch zunächst vor allem der riesige SLC-Cache hervor. Bei Anwendungen, die also genau hier profitieren, ist die Kingston eine sehr gute Wahl.

Allerdings gibt es weitere Aspekte, die zu beachten sind. Zwar bekommt man auch bei einer Samsung EVO Plus aktuell keine längeren TBW-Angaben von Seiten der Hersteller, dennoch haben wir zuletzt mit den Phison-SSDs deutlich größere Werte im Testparcours gesehen. Auch der Vorgänger konnte mit besseren Werten aufwarten. Für Normalanwender sollte es aber keine Probleme geben.

Großer Bonus beim Stichwort Sicherheit ist allerdings die Kompatibilität zu TCG Opal 2.0, die wir sonst im M.2-Bereich eher selten sehen. Auf den Bereich der praxisnahen Tests kommt es am Ende an, wenn wir die Leistungsfähigkeit beurteilen. Die Ergebnisse aus dem Iometer oder AS SSD können wir verkraften, wenn man sieht, welche Ergebnisse die Kingston-SSD im praxisnahen Belastungstest und den einzelnen Anwendungen im PCMark 08 anschließend präsentiert. Dank extrem niedriger Latenzen muss sich der Datenspeicher eigentlich nur der Samsung EVO Plus und den teureren PRO-Modellen geschlagen geben. Die verwandte Intel 760p hat hier deutlich das Nachsehen und auch die beliebten Phison-SSDs von Corsair, Seagate und PNY liegen hier zurück.

Für den Interessenten ergibt sich für die Kingston KC2000 ein interessantes Bild. Wählt er sein nächstes NVMe-Laufwerk nach einer bestimmten Anwendung, hat er eine weitere Option, die gerade bei sequenziellen Schreibzyklen eine gute Wahl sein kann. Wählt er allerdings eher nach unserem allgemeinen, praxisnahen Belastungstest, gibt es nun eine weitere Abstufung zwischen den günstigen und zurecht sehr beliebten Phison-Modellen und der nach wie vor tonangebenden Samsung EVO (Plus). Für den einen mag es dabei nach "nicht Fisch, nicht Fleisch" aussehen, für den nächsten hingegen als ein gesunder Kompromiss. Zumal gerade die Security-Features auf der ganzen Linie überzeugen können.

Preisübersicht (Stand: 07.08.2019)
Produkt (Link zum Test) Euro pro TB ▲ Preisvergleich
Kingston KC2000 1 TB
161,66 Geizhals
Intel SSD 660p 1TB
98,90 Geizhals
PNY XLR8 CS3030 M.2 NVMe SSD 1TB 135,26 Geizhals
Corsair Force Series MP510 960GB, M.2 151,97 Geizhals
Intel SSD 760p 1TB, M.2 184,45 Geizhals
Western Digital WD Black SN750 NVMe SSD 1TB 194,85 Geizhals
Samsung SSD 970 EVO Plus 1TB 200,04 Geizhals

Preislich liegt die Kingston KC2000 in der Reihe der Modelle mit 1 TB Kapazität dementsprechend genau richtig, da wir einerseits ein Leistungsplus zu den Phison-Modellen von PNY und Corsair ermitteln konnten, zeitgleich die Samsung EVO Plus noch einen kleinen Vorsprung davontragen konnte.

Positive Aspekte der Kingston KC2000:

  • Schnelle sequenzielle Schreibraten
  • Sehr niedrige Latenzen
  • TCG Opal 2.0
  • Sehr gute Ergebnisse im PCMark08

Negative Aspekte der Kingston KC2000:

  • je nach Anwendung schwache Transferraten
  • Geringere TBW-Angaben als der Vorgänger

Preise und Verfügbarkeit
Kingston SSD KC2000 M.2 NVMe 1TB
Nicht verfügbar Nicht verfügbar Ab 162,53 EUR
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