Seite 2: Seagate ST6000NM0024: Technische Eckdaten

Mit der laut eigenen Angaben achten Generation der Modellreihe "Enterprise Capacity 3.5 HDD" sind die dortigen Boliden derzeit in 20 verschiedenen Ausprägungen (SATA/SAS-Interface, 2-6 TB, 512E/4k-Sektoren, Selbstverschlüsselung, FIPS 140-2 Zertifizierung) erhältlich. Dabei sind nur die neusten 6-TB-Ausprägungen mit optionaler FIPS-Zertifizierung zu finden. Als Schnittstelle stehen wahlweise SAS (bis zu 12 Gbit/s) oder SATA (bis zu 6 Gbit/s) zur Auswahl. Alle Exemplare, unabhängig von ihrer Schnittstelle und sonstigen Eckdaten, verfügen über einen durchaus stattlichen Cache von 128 MB und eine Spindelgeschwindigkeit von 7200 Umdrehungen pro Minute. Um die insgesamt sechs Magnetscheiben im Inneren des Gehäuses zu verstauen, war ein Redesign des Chassis nötig: Um den nötigen Platz zu schaffen, hat Seagate zwei Schraublöcher an der Unterseite aus ihrer ursprünglich mittleren Position etwas weiter nach unten versetzt. Durch diese Veränderung ist nur noch die Spezifikation SFF-8301 erfüllt, während SFF-8323 nicht mehr gewährleistet ist. Konsequenzen hat dies jedoch nur, wenn eine zwingende Montage über die Schraublöcher an der Unterseite gemäß SFF-8323 vorgesehen wäre. Bei seitlicher Montage ist dies unerheblich.

Positiv hervorzuheben ist ebenfalls, dass die Enterprise Capacity HDDs zusätzlich mit einem Feuchtigkeitssensor ausgestattet sind. Um gerade den Betrieb in Rechenzentren zu erleichtern, verbaut Seagate auch Sensoren zur Kompensation von Rotationsschwingungen, die gerade in massiv vibrierenden HDD-Schränken enorme Auswirkungen auf die Performance haben können. Aufgrund der unüblichen sechs Platter der ST6000NM0024 erscheint uns dies auch dringend notwendig. Das aus der Constellation-Serie bekannte Features "Super Parity" ist ebenfalls enthalten, genauso wie die 24x7-Freigabe im Sinne eines ausbleibenden Garantieverlusts natürlich auch gegeben ist. Um in Leerlaufzeiten den Energieverbrauch etwas zu reduzieren, bieten die Exemplare der Enterprise Capacity Seagates hauseigene "PowerChoice"-Implementierung der T10/T13 Strommanagement-Standards. Die Rate der nicht korrigierbaren Lesefehler pro gelesenem Bit liegt bei den üblichen 1 pro 1015 im Enterprise-Segment. Der von Seagate gewährte Garantiezeitraum beträgt 5 Jahre ab Kaufdatum, ebenfalls Enterprise-Standard.

Werfen wir nun einen Blick auf die Ergebnisse von Seagates ST6000NM0024 im Benchmark Parcours.