Seite 5: Erste Leistungsdaten

Bereits zu zahlreichen Gelegenheiten – zuletzt auf der Computex –  gab AMD einen Ausblick auf die Leistung der Ryzen-Prozessoren der dritten Generation. Natürlich wurde davon auf dem Tech Day keine Ausnahme gemacht. Die nun folgenden Zahlen sollten aber alle mit Vorsicht genossen werden, denn es handelt sich um Benchmarks von AMD selbst.

Unter anderem genannt werden erste Leistungsdaten zum Ryzen 9 3900X, aber auch zu den Acht- und Sechskern-Modellen.

Den Anfang macht der Ryzen 9 3900X mit zwölf Kernen, den AMD mit einem Intel Core i9-9900K mit acht Kernen vergleicht. Hier geht es offenbar zunächst darum, aufzuzeigen, dass ein Nutzer eines Ryzen 9 3900X keinerlei Nachteile in Spielen hat. Dann, wenn auch Produktivanwendungen ins Spiel kommen, sollen sich die zwölf Kerne auszahlen.

Die gleiche Spiele- und höhere Workstation-Leistung soll aber nicht auf Kosten der Leistungsaufnahme geschehen. Der Ryzen 9 3900X hat eine TDP von 105 W und auf das Gesamtsystem gesehen soll er damit sparsamer als der Intel Core i9-9900K sein. Die Leistung-pro-Watt soll also um 58 % höher sein.

Der Ryzen 7 3800X wird gegen einen Intel Core i7-9700K gestellt. Hier soll die Spieleleistung ebenfalls zumindest gleichauf sein, manches mal eben etwas schlechter und manches mal etwas besser. Aber auch hier sieht sich AMD aufgrund des SMT (der Core i7-9700K verzichtet auf Hyper-Threading) in Produktivanwendungen deutlich vor Intel.

Wenngleich der Vorsprung nicht mehr ganz so groß ist: Der Ryzen 7 3800X soll ein um 30 % besseres Leistung-pro-Watt-Verhältnis bieten.

Die Serie soll sich außerdem bei den Ryzen-5-Prozessoren fortsetzen. Hier vergleicht AMD den Ryzen 5 3600X mit sechs Kernen mit einem Intel Core i5-9600K. Die Graphen ähneln sich – ist AMD bei Spielen inzwischen gleichauf, wird unter Verwendung von mehr Kernen bzw. SMT ein Vorsprung auf Intel aufgebaut.

Allerdings setzt sich auch das Bild des nicht mehr ganz so starken Leistung-pro-Watt-Verhältnisses fort. Wir sprechen auf Basis der Zahlen von AMD aber noch immer von einem Plus in Höhe von 22 %.