Seite 2: Cinebench

Bei den Benchmarks haben wir uns überwiegend auf die beschränkt, die auch im Rahmen der gewöhnlichen Notebook-Tests zum Einsatz kommen - entsprechend gibt es weniger Werte als bei den Betrachtungen der Desktop-CPUs. Der Grund: Anders als bei Desktop-Tests sind die äußeren Einflüsse weitestgehend nicht beeinflussbar. So kann das Kühlsystem ebenso wenig verändert werden wie das Mainboard und der Arbeitsspeicher. Punkte, die großen Einfluss auf die Ergebnisse haben können. Entsprechend sind alle Werte auch nicht in Stein gemeißelt. Denn auch in der Vergangenheit gab es häufiger große Unterschiede - trotz vermeintlich gleicher oder zumindest sehr ähnlicher Komponenten.

CPU-Single-Thread-Leistung

Auch wenn Intel sich bei Kaby Lake Refresh auf die Multi-Core-Leistung der CPU konzentriert hat, überraschen die Single-Thread-Ergebnisse - sowohl positiv als auch negativ.

Dass der Core i7-8550U klar besser als der Core i5-8250U abschneidet, war bereits im Vorfeld zu erwarten. In Cinebench 11 liegt das Plus bei 32 %, in Cinebench 15 immerhin noch bei 19 %. Der i7 profitiert hier ganz klar vom höheren Maximaltakt, der letztlich auch dafür sorgt, dass er in Cinebench 11 der schnellste der berücksichtigten Prozessoren ist. In Cinebench 15 fällt er hingegen zurück und muss selbst seinen Vor-Vorgänger passieren lassen - ein Verhalten, das in den kommenden Wochen mit anderen Geräten überprüft werden muss.

Cinebench 11

CPU Single-Thread

Punkte
Mehr ist besser

Eine Erklärung könnte jedoch das Taktverhalten sein. Von Sekundenbruchteilen abgesehen, erreicht der i7-8550U seinen Single-Thread-Maximaltakt von 4,0 GHz nicht, mehr als 3,7 GHz - das All-Core-Limit - waren nicht drin. Diesen Takt konnte der Prozessor allerdings rund zwei Minuten halten, bevor er auf 3,4 GHz gebremst wurde. Diese Geschwindigkeit konnte dann dauerhaft gehalten werden, von kleineren Schwankungen einmal abgesehen.

Cinebench 15

CPU Single-Thread

Punkte
Mehr ist besser

Zurückzuführen ist das Ausbremsen zumindest teilweise auf die Temperaturentwicklung. In der Spitze wurden unter maximaler Single-Thread-Last 93 °C erreicht, der Schnitt aller CPU-Kerne lag dann bei 73 °C.

Der i5-8250U wurde hingegen weniger warm, hier lag die Spitze im Single-Thread-Test bei 81 °C, der Schnitt aller CPU-Kerne lag bei 63 °C. Allerdings offenbart der i5 ein etwas anderes Taktverhalten. Das Maximum von 3,4 GHz konnte etwas länger als eine halbe Minute gehalten werden, dann ging es für etwa die gleiche Zeitspanne auf 3,0 GHz hinunter. Anschließend lagen dauerhaft erneut 3,4 GHz an.

CPU-Multi-Thread-Leistung

Wie erwartet schneiden die beiden neuen Prozessoren im Multi-Thread-Test ab. Die Verdoppelung der Kerne und Threads entpuppt sich als deutlich leistungsfördernd. Die von Intel versprochene Steigerung ist in einem derartigen Szenario klar erkennbar.

Cinebench 11

CPU Multi-Thread

Punkte
Mehr ist besser

Der i5-8250U erreicht in Cinebench 11 mit 5,86 Punkten eine um 63 % höhere Wertung als sein Vorgänger, gegenüber Skylake, Broadwell und Haswell liegt das Plus bei 83, 107 und 109 %. Sehr ähnlich fallen die Steigerungen in Cinebench 15 aus.

Beim i7-8550U sieht es ähnlich aus, auch wenn das Plus jeweils etwas geringer ausfällt. Überraschender ist jedoch, dass es gegenüber dem i5-8250U nur geringe, teilweise auch gar keine Vorteile gibt. Letzterer landet in Cinebench 11 klar vor dem teureren Chip, in Cinebench 15 liegen gerade einmal 10 % zwischen beiden.

Cinebench 15

CPU Multi-Thread

Punkte
Mehr ist besser

Warum das so ist, zeigt einmal mehr das Taktverhalten. Während der i5 unter voller Last nach etwa 15 Sekunden vom Maximum (3,4 GHz) auf zunächst 2,3 und nach zwei Minuten auf 2,0 GHz bremst, hält der i7 seinen höchstmöglichen Takt (3,7 GHz) zwar 18 Sekunden, geht dann aber auf 2,2, nach rund einer Minute sogar auf nur noch 2,0 GHz zurück. Und während der i5 ab Minute drei wieder auf 2,3 GHz beschleunigt, erreicht der i7 kurz vor Minute vier lediglich noch 2,2 GHz.