Seite 7: Speichertakt: Command Rate und Anzahl der Module

Zwei weitere Einflussfaktoren gibt es für die Speicherperformance: Zum einen die Command Rate, zum anderen die Anzahl der Module. Beide hingen in der Vergangenheit oftmals eng zusammen, denn bei einigen Voränger-Prozessoren war es nicht möglich, eine schnellere Command Rate von 1t mit doppelseitigen Modulen im Vollausbau zu betreiben. Hier können wir Entwarnung geben: Egal mit welchem doppelseitigem Kit, in dem ASUS Z170 Deluxe lief jede Kombination mit 1t Command Rate ohne Probleme. Ein Vollausbau und die Nutzung der 1t Command Rate ist also - wohl meistens - ohne Probleme möglich.

Wenn man aus irgendwelchen Gründen doch auf 2t herunterstellen muss, wie hoch wäre dann der Performanceverlust? Auch diese Frage haben wir mit unseren fünf Benchmarks versucht zu klären und einmal mit 1t Command Rate, einmal mit 2t Command Rate bei jeweils 2.400 MHz und 15-15-15-36 die Performance gemessen:

Sisoft Sandra 2015x

Memory Bandwith

29.16 XX


29.12 XX


in MB/s
Mehr ist besser

TrueCrypt 7.1a

Serpent Twofish AES

in MB pro Sekunde
Mehr ist besser

wPrime 2.10

1024M

334.07 XX


338.21 XX


in Sekunden
Weniger ist besser

Cinebench R15

Overall

Cinebench-Punkte
Mehr ist besser

Metro: Last Night

640x480

Frames pro Sekunde
Mehr ist besser

Metro: Last Night

1.920 x 1.440

37.0 XX


37.0 XX


Frames pro Sekunde
Mehr ist besser

Schaut man auf die Werte, sieht man nur die üblichen Variationen, die wir auch schon bei den Timings gesehen haben. Man verliert also nicht wirklich viel Performance, sollte man auf 2t herunterschalten müssen. Nichtsdestotrotz scheint die 1t Command Rate immer noch einen kleinen Performanceschub zu geben - wenn möglich, sollte sie also aktiviert werden. 

Als zweite Frage ist zu klären, ob vier Module mehr Performance liefern als zwei Module. Leider können wir diese Frage nur zur Hälfte klären, denn uns liegen bislang keine 8-GB-Speichermodule vor, die single-sided organisiert sind, weiterhin keine 4-GB-Module, die doppelseitig organisiert sind. Alle vorliegenden Skylake-DDR4-Kits - und das sind immerhin acht Kits - passten also leider nicht für einen derartigen Vergleich. Performanceunterschiede konnten wir in der Vergangenheit gerade bei Single-Sided-Dimms sehen: Setzte man nur zwei Dimms ein, war die Performance etwas niedriger als bei doppelseitigen Modulen, da Intels Speichercontroller intern weniger Bänke gleichzeitig ansprechen konnte. Bei vier Dimms gab es hingegen keine Performanceunterschiede, da sich die Speichermodule bezüglich der Adressierung durch die CPU dann wie ein doppelseitig bestücktes Dual-Dimm-Kit verhalten.

In unserem Fall konnten wir auch überhaupt keine Unterschiede zwischen zwei und vier doppelseitigen Modulen messen, und auch nicht zwischen 2x8 GB und 4x4 GB. Wer auf 16 GB Speicherausbau setzt, sollte also auf ein 2x8-GB-Kit setzen - denn dann ist die Wahrscheinlichkeit relativ groß, doppelseitig organisierte Module zu erhalten und man erhält die optimale Performance. Zudem bleibt etwas Platz zum Aufrüsten im Rechner.