Seite 4: Display, Software, Kühlung und Laufzeit

Display

Beim Display setzt Gigabyte auf ein richtiges Gaming-Modell. Der 15-Zöller löst nicht nur mit Full-HD und damit mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten auf, was die Hardware schont, sondern ist außerdem mit einer Bildwiederholrate von 240 Hz ausgesprochen schnell. Im Gegensatz zum Topmodell aus dem Juli ist das IPS-Panel jedoch nicht ganz so hell und gut ausgeleuchtet. In unseren Tests konnten wir einen Spitzenwert von 293 cd/m² messen, womit das Display gerade noch so für den Außeneinsatz und sehr helle Umgebungen geeignet ist. Hierfür sehen wir immer 300 cd/m² als Richtwert an. Zwischen dem hellsten und dunkelsten Wert liegen 37 cd/m², womit eine Homogenität von knapp unter 88 % erreicht wird. 

Das Kontrastverhältnis ist mit 1.063:1 gut, die Farbwiedergabe mit durchschnittlich etwa 7.740 K jedoch deutlich zu kühl abgestimmt. Zum Vergleich: Der Optimalwert läge bei rund 6.500 K. Damit ist der typische Blaustich, welchen wir von vielen Gaming-Boliden dieser Art her kennen, auch hier mit dabei. 

Gigabyte setzt auf ein mattes Display mit besonders schmalen Bildschirmrändern. Adaptive-Sync und damit die Synchronisation von Bildausgabe der Grafikkarte an die die des Monitors wird allerdings nur über einen externen Bildschirm unterstützt. 

Die Software-Ausstattung

Keine Unterschiede zum Flaggschiffgerät, dem Gigabyte AORUS 15P YD aus unserem letzten Test, gibt es bei der Software. Auch bei der kostengünstigeren KD-Version setzt man auf eine saubere Installation ohne unnötige Demoversionen oder gar Bloatware. Als zentrale Anlaufstelle für alle wichtigen Einstellungen dient abermals das AORUS Control Center. Hier kann zum einen die Auslastung von Prozessor, Grafikkarte und Speicher ausgelesen werden, zum anderen aber auch die Übertragungsrate im Netzwerk oder die Geschwindigkeit der verbauten Lüfter. 

Ebenso kann Einfluss auf das Power-Limit und damit auf die Leistung von Prozessor und Grafikkarte genommen werden, was standardmäßig die KI übernimmt und je nach Anwendung automatisch umstellt. Aber auch die Farbtemperaturen des Displays können nachjustiert oder einzelne Komponenten wie WiFi, Webcam und Bluetooth ein- und ausgeschaltet werden. Natürlich erfolgt die Konfiguration der RGB-Hintergrundbeleuchtung der Tastatur über das Control Center und dort über den Fusion-Reiter. Weiterhin können Display-Helligkeit und Lautstärke reguliert werden. 

Einzig eine 30-Tages-Version von Microsoft Office 365 ist noch vorinstalliert. Beim Betriebssystem hat man sich natürlich für Windows 10 Home entschieden. Ein Upgrade auf Windows 11 wird es Anfang Oktober sicherlich geben. 

Temperaturen

Auch beim kleinsten Vertreter des neuen Gigabyte AORUS 15P gibt es keinerlei Probleme bei der Kühlung. Der Intel Core i7-11800H erreicht unter Last zwar bis zu 80 °C, kann mit einem Takt von mindestens 2,5 GHz seine volle Leistung jedoch jeder Zeit abrufen. Gleiches gilt für die NVIDIA GeForce RTX 3060 Laptop, die mit 76 °C Frequenzen von bis zu 1.627 MHz erreicht und damit sogar im Vergleich zu anderen Geräten eine äußerst hohe Geschwindigkeit erreicht. 

Die teils hohen Temperaturen im Inneren machen sich jedoch stellenweise an der Oberfläche bemerkbar. Hier erreicht unser Testmuster des Gigabyte AORUS 15P KD bis zu 53,6 °C in der Spitze und damit durchaus sehr hohe Werte. Ein Schoß-Betrieb ist nicht zu empfehlen. Dieser Wert liegt wie so häufig im zweiten Quadranten an der Unterseite und damit genau dort, wo die Kühlung von Prozessor und Grafikkarte zusammenkommt. Allgemein wird der 15-Zöller an der Unterseite etwas wärmer als im Bereich von Tastatur und Touchpad. Im Schnitt sind es 35,2 °C und 29,3 °C unter Last. Im Bereich der Tastatur werden Höchstwerte von bis zu 37,5 °C erreicht. Im normalen Office-Betrieb, wenn CPU und GPU weniger gefordert sind, sinken die Temperaturen deutlich. Dann sind in der Spitze nur noch 29 °C drin, die Durchschnittswerte fallen auf 27,1 und 26,4 °C. 

Damit wird das kleine Schwestermodell an der Oberfläche wärmer als das Topmodell aus unserem Juli-Test. Erkauft wird das durch ein deutlich niedrigeres Betriebsgeräusch. Wir haben in der Spitze Werte von bis zu 50,6 dB(A) gemessen, im Spielebetrieb sind es meist nur 49,3 dB(A). Zum Vergleich: Mit GeForce RTX 3080 Laptop waren es bis zu 57,6 dB(A). Im 2D-Betrieb bleibt das System mit 34,7 dB(A) flüsterleise, alternativ lässt sich sogar ein passiver Modus aktivieren. Dann arbeitet das Gigabyte AORUS 15P KD komplett lautlos. 

Für ein Gaming-Laptop dieser Leistungsklasse sind das keine schlechten Werte.

Akku

Für unterwegs steckt auch im Gigabyte AORUS 15P KD ein leistungsstarker 99-Wh-Akku. Er schaff es, das Gerät bis zu 474 Minuten lang mit Strom zu versorgen, was nicht ganz acht Stunden entspricht. Gegenüber dem Spitzenmodell mit schnellerer Hardware ist das ein leichter Anstieg um etwa eine halbe Stunde. Wenn der Intel Core i7-11800H und die NVIDIA GeForce RTX 3060 Laptop jedoch unter Last gesetzt werden, sinkt die Laufzeit deutlich. Dann wird der Bildschirm schon nach 138 Minuten schwarz. Wieder voll einsatzbereit ist der Stromspeicher, welcher über ein externes 230-W-Netzteil und proprietären Anschluss geladen wird, nach etwas mehr als anderthalb Stunden. 

Dann zieht das System je nach Leistungsszenario 17,9 bis 230,4 W aus der Steckdose, wobei im Spielebetrieb nur etwa 187,9 W erreicht werden. Das ist für ein Gerät dieser Preis- und Leistungsklasse ebenfalls keine Überraschung.