Seite 3: Gehäuse, Tastatur und Touchpad

Bei der neuesten Modellgeneration hat Gigabyte lediglich die Hardware ausgetauscht und das Gehäuse nicht weiter angepasst. Kein Wunder, schließlich kam dieses erst Anfang des Jahres auf den Markt und ist damit nur wenige Monate alt. Demnach weist auch die neueste Generation so einige optische Parallelen zur beliebten AERO-Familie des Herstellers auf und erbt sogar dessen hervorragende Verarbeitungsqualität und Stabilität. Die befinden sich nämlich auch beim AORUS 15P auf einem hervorragenden Niveau. Selbst an den Verstrebungen der Kühlung oder im Bereich des Tastatur-Betts gibt das Aluminium-Chassis an keiner Stelle nach. Scharfe Ecken oder Kanten gibt es trotz der Materialwahl keine.

Insgesamt bringt es das Gigabyte AORUS 15P KD auf Abmessungen von 357 x 244 x 27 mm und stemmt rund 2,2 kg auf die Waage. Damit ist es nicht ganz so kompakt und leicht wie die teuren Thin-&-Light-Gamer, lässt sich aber natürlich noch immer schnell in den Rucksack stecken und mit zur nächsten LAN-Party nehmen. Im Gegenzug setzt Gigabyte auf schnelle Komponenten mit hohen TGP-Werten. Abstriche müssen hier keine gemacht werden. 

Das Gehäuse ist CNC-gefräst und optisch äußerst schlicht gehalten. So kommt das gesamte Notebook in einem matten Schwarz daher. Einzig auf dem Bildschirmdeckel gibt es mit dem typischen AORUS-Logo ein bisschen farbliche Abwechslung, denn dieses wird im Betrieb sogar beleuchtet. Auffälliger ist natürlich die RGB-Beleuchtung der Tastatur, die sich für jede Taste einzeln konfigurieren lässt. Seine Gaming-Ambitionen kann das Gigabyte AORUS 15P jedoch nicht vollständig verstecken. An den Seiten, vor allem jedoch an der Rück- und Unterseite gibt es einige dicke Luftein- und -auslässe für die Kühlung der Hardware. Hier setzt man auf seine WindForce-Infinity-Kühlung mit zwei separaten Kühlkammern und jeweils zwei 7 cm großen Lüftern. Insgesamt gibt es fünf dicke Kupfer-Heatpipes für Prozessor und Grafikkarte.

Gut durchdacht sind einige Features des Gigabyte AORUS 15P. So befindet sich beispielsweise die HD-Webcam hinter einem Kippschalter und kann bei Nichtgebrauch verdeckt werden, um sicherzugehen, dass diese nicht von irgendeiner Software ungewollt genutzt wird. Wird die FN-Taste an der Tastatur betätigt, leuchten nur noch die Tasten auf, die mit zusätzlichen Funktionen versehen sind. So findet man die entsprechende Taste für die Regulierung der Lautstärke, der Helligkeit von Tastatur und Bildschirm oder für die Steuerung der Bildausgabe besonders schnell. 

Anschlüsse

Auf Seiten der Anschlüsse und Schnittstellen ist das Gigabyte AORUS 15P sehr gut ausgestattet. Dank der Tiger-Lake-Plattform gibt es Thunderbolt 4 und somit eine schnelle und vor allem sehr breit nutzbare Schnittstelle. Im Netzwerk wird über einen schnellen 2,5-GBit/s-Port kommuniziert, drahtlos hingegen per WiFi 6 und Bluetooth 5.2. An der linken Geräteseite gibt es zwei Videoausgänge in Form von HDMI und miniDisplayPort, die Netzwerkschnittstelle und einen USB-3.1-Port nach Typ-A sowie eine 3,5-mm-Klinkenbuchse für den Anschluss von Kopfhörern. Hier wären sicherlich zwei separate Buchsen praktikabler für Headsets gewesen. 

Auf der rechten Geräteseite gibt es zwei weitere USB-3.2-Schnittstellen nach Typ-A sowie den bereits erwähnten Typ-C-Port. Weiterhin vorhanden sind der Anschluss für das externe 230-W-Netzteil und ein integrierter SD-Kartenleser, welchen inzwischen leider immer häufiger von den Herstellern ausgespart wird. Alle Anschlüsse sind jeweils mittig, bzw. im vorderen Teil der Baseunit angebracht, wohingegen der hintere Part für die Frischluftzufuhr der Kühlung genutzt wird.

Tastatur und Touchpad

Serientypisch setzt Gigabyte im Bereich der Tastatur auf einfache Chiclet-Tasten. Die sind jedoch dank ihres kurzen Hubs und des äußerst knackigen Feedbacks sehr gut für den Arbeitsalltag geeignet und machen selbst längere Schreibphasen auf dem Gigabyte AORUS 15P KD problemlos und vor allem angenehm möglich. Sie sind in der Regel 15 x 15 mm groß und im Abstand von 3 mm angebracht, was ein schnelles und treffsicheres Tippen ermöglicht. 

Da auch ein separater Nummernblock auf der rechten Seite mit dabei ist, fallen die Ränder zur Baseunit nicht wirklich groß aus – nahezu die gesamte Gerätebreite wird von der Tastatur ausgefüllt. Die Tastenkappen sind sehr gut ablesbar, wenngleich die Beschriftung teilweise etwas überladen wirkt. Für dunklere Umgebung hilft die RGB-Einzeltastenbeleuchtung, die recht gleichmäßig ausgeleuchtet und leuchtstark ist. Konfiguriert wird sie über das Control Center. 

Das 160 x 70 mm große Touchpad ist leicht angeraut und bietet hervorragende Gleiteigenschaften bei einer obendrein sehr guten Präzision, die zu den Ecken und Kanten hin nicht weiter abnimmt. Selbst Multitouch-Gesten werden schnell und akkurat umgesetzt. Tasten für den linken und rechten Mausklick gibt es dank Clickpad jedoch nicht. Sie werden direkt im Mausersatz an entsprechender Stelle durchgeführt. Insgesamt verfügt das Gigabyte AORUS 15P KD über ein sehr gutes Touchpad. Ambitionierte Spieler werden aber weiterhin einen echten Gaming-Nager per USB anschließen.