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Kompakter Alleskönner mit viel Ausdauer: Das Gigabyte Aero 14 im Test

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Seite 1: Kompakter Alleskönner mit viel Ausdauer: Das Gigabyte Aero 14 im Test

gigabyte aero14 teaserAuf der Computex 2016 zeigte Gigabyte ein äußerst kompaktes 14-Zoll-Notebook, welches trotz seiner leistungsfähigen Grafikkarte nicht nur Spieler ansprechen, sondern sich auch als leistungsstarkes Arbeitstier eignen sollte. Der Grund: Neben potenten Komponenten wie dem Intel Core i7-6700HQ, der NVIDIA GeForce GTX 1060 oder einer pfeilschnellen NVMe-SSD gibt es auch einen großen 95-Wh-Akku, der die Hardware durchaus für ein paar Stunden mit Strom versorgen dürfte. Obendrein steckt ein hochauflösendes QHD-Display in einem kompakten, aber farbenfrohen Designer-Gehäuse. Wir haben das fast 2.000 Euro teure Gigabyte Aero 14 als eine der ersten Redaktionen ausführlich auf den Prüfstand stellen dürfen.

Für uns war das Gigabyte Aero 14 eines der Highlights, die die diesjährige Computex in Taiwan hervorbrachte. Trotz der sehr kompakten Abmessungen und einem Gewicht von nur rund 1,9 kg konnten die puren Leistungsdaten damals überzeugen. Inzwischen hat man allerdings noch einmal Hand angelegt und kleinere Details für den Deutschland-Start verändert. Sollte die erste Version noch wahlweise mit einem Full-HD- oder QHD-Display ausgeliefert werden, gibt es das Aero 14 hierzulande ausschließlich mit QHD-Display und damit mit einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Bildpunkten. Dafür hat Gigabyte die Maxwell-Grafik durch eine leistungsstärkere und effizientere Pascal-Lösung ersetzt. Im Inneren gibt es eine flotte NVIDIA GeForce GTX 1060 mit 6 GB GDDR5-Videospeicher, die für aktuelle Spieletitel ausreichend schnell ist. Auf Seiten des Prozessors verbaut man einen Intel Core i7-6700HQ auf Skylake-Basis, dem man 16 GB DDR4-Arbeitsspeicher zur Seite stellt. Dazu gibt es eine flotte M.2-SSD mit PCI-Express-Anbindung und einer Kapazität von 512 GB. Wer mehr Speicher haben möchte, muss diesen extern anschließen. Eine zusätzliche 2,5-Zoll-Festplatte gibt es im Aero 14 aus Platzgründen nicht. 

Highlight ist nicht nur das schlanke Designer-Gehäuse, welches mit Orange, Grün und Schwarz in drei verschiedenen Farbausführungen angeboten wird, sondern auch der Akku. Hier verbaut Gigabyte einen vergleichsweise großen Stromspender mit 95 Wh und verspricht Laufzeiten von bis zu zehn Stunden. Trotzdem ist das Gerät nur knapp zwei Zentimeter dick und rund 1,9 kg leicht. Das alles hat allerdings seinen Preis: Satte 1.999 Euro möchte Gigabyte für sein Aero 14 mit Pascal-Grafik haben. Wie sich das Gerät schlägt, erfährt man derzeit noch exklusiv in unserem heutigen Test.

Farbenfrohes Gehäuse

Klobig, schwer und optisch auffällig – das sind viele aktuelle Gaming-Notebooks nicht mehr. Im Gegenteil: Viele Hersteller setzen inzwischen auf ein deutlich dezenteres Design und gestalten ihre Geräte dank der stetig verbesserten Effizienz bei der Hardware auch immer schlanker und leichter. Als jüngstes Beispiel wäre hier unter anderem das MSI GS63VR 6RF Stealh Pro zu nennen. Das Gigabyte Aero 14 geht einen ähnlichen Weg. Mit Abmessungen von 335 x 250 x 19,9 mm und einem Gewicht von nur 1,89 kg ist es sehr portabel, die Farbvariationen mit Grün, Orange und Schwarz eher ungewöhnlich. Ein reines Gaming-Notebook möchte das Gigabyte Aero 14 trotz seiner Gamer-Grafikkarte aber nicht sein. Vielmehr soll es sich an anspruchsvolle Nutzer richten, die neben ihrer alltäglichen Office-Arbeit auch mal ein Foto bearbeiten oder ein Video schneiden möchten und das gerne auch auswärts in einem Café. Hierfür hält das Gerät ebenfalls einige Feinheiten bereit. 

Farbenfroh ist allerdings nur der Bildschirm-Deckel, welcher leicht glänzend ist. Das restliche Gehäuse aus Kunststoff ist hingegen komplett in Schwarz gehalten. Auf dem Display-Deckel ziert nur noch ein leicht gold schimmerndes Hersteller-Logo. Ein Vorzeigegerät ist das Gigabyte Aero 14 damit allemal, dank eines kapazitätsstarken 95-Wh-Akkus dürften sich trotz der leistungsfähigen Hardware auch die Laufzeiten sehen lassen können. 

Für unseren Test erhielten wir von Gigabyte die orange-farbene Version. Im Vergleich zu den anderen Farbvarianten sind allerdings nur die Bildschirmdeckel unterschiedlich. Hier gibt es jeweils einen schwarzen Rahmen; für etwas Abwechslung sorgt das Dreieck hin zu den Scharnieren des 14-Zöllers, das im Carbon-Look gehalten ist. Mittig ziert außerdem das Gigabyte-Logo.

Mängel bei der Verarbeitung konnten wir bei unserem Testmuster keine feststellen. Im Gegenteil: Alle Spaltmaße waren hervorragend herausgearbeitet, das Kunststoff-Gehäuse gab auch bei stärkerem Druck an keiner Stelle nach. Einzig die Scharniere am Bildschirm könnten verwindungssteifer sein – der Bildschirm wackelt relativ stark, was beispielsweise auf längeren Bahnfahrten störend sein könnte.

Das Topcase des Gigabyte Aero 14 ist komplett in Schwarz gehalten. Zwar wurden die WASD-Tasten für Spieler nicht farblich hervorgehoben, dafür gibt es an der linken Seite der Tastatur fünf Makro-Tasten, die sich über ein hauseigenes Software-Tool programmieren lassen. Sogar zwischen verschiedenen Profilen kann hin- und hergeschaltet werden. Je nach Farbe der oberen G-Taste können andere Makros für unterschiedliche Spiele abgelegt werden. Mit Ausnahme dieser Umschalttaste ist die Tastatur einfarbig hintergrundbeleuchtet und leuchtet im Betrieb in weißer Farbe auf. 

Beim Layout hat sich Gigabyte im Gegensatz zu so manch anderem Hersteller für ein Standard-Layout entschieden, was den Umstieg deutlich erleichtert. Über die Fn-Tasten werden weitere Funktionstasten, die aus Platzgründen nicht untergebracht werden könnten, möglich. Hierzu zählen die "Druck"-, "Entf"- und "Pause"-Taste. Lautstärke und Display-Helligkeit lassen sich per FN-Taste ebenso regulieren, wie das WLAN- und Bluetooth-Modul ein- und ausschalten. 

Gute Tastatur, hervorragendes Tochpad

Die Tasten selbst fallen mit 16 x 16 mm erfreulich groß aus, der Tastenabstand ist mit 4 mm ideal. Das Feedback der Chiclet-Tasten ist gut, Hub und Druckpunkt könnten allerdings größer bzw. schwerlastiger sein. Trotzdem machen längere Spiele- und Schreib-Sessions sehr viel Spaß und sind ohne Ermüdung der Hände möglich. Einen Nummernblock gibt es aufgrund der schlanken 14-Zoll-Ausrichtung allerdings nicht. 

Das Touchpad ist wie auch schon bei den Aorus-Geräten nicht von schlechten Eltern. Dieses ist mit Abmessungen von 106 x 71 mm erfreulich groß. Die Gleiteigenschaften sind perfekt, Eingaben und selbst Multitouch-Gesten, wie zum Beispiel die Zweifinger-Geste zum Scrollen im Browser, werden schnell und präzise umgesetzt. Eigene Tasten für den linken und rechten Mausklick gibt es jedoch nicht. Etwas ärgerlich: Wer sich mit seinen Fingern zu weit im rechten, unteren Bereich aufhält, öffnet schnell ungewollt ein Kontext-Menü und muss so seine Arbeiten kurzzeitig unterbrechen. 

Anschlussseitig hat das Gigaybe Aero 14 trotz seiner kompakten Abmessungen einiges zu bieten: Auf der linken Geräte-Seite steht für die Video-Ausgabe ein handelsüblicher HDMI-Port bereit. Dazu gibt es eine USB-3.1-Schnittstelle nach Typ-A und eine 3,5-mm-Klinkenbuchse für den Anschluss eines Headsets, welche wahlweise als Ein- oder Ausgang benutzt werden kann. Ganz vorne in Richtung des Touchpads steht außerdem einen SD-Kartenleser zur Verfügung. Ein Kensington-Lock zum Diebstahlschutz hat Gigabyte ebenfalls auf der linken Geräteseite untergebracht. 

Gegenüberliegend gibt es zwei weitere USB-3.1-Ports und eine moderne Typ-C-Schnittstelle. Sie arbeitet zwar nach USB 3.1 Gen 2 und überträgt damit Daten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 10 Gbit/s, Thunderbolt-3-Support gibt es jedoch nicht. Immerhin: Eine weitere miniDisplayPort-Schnittstelle steht für die Videoausgabe zur Verfügung. Auf Gigabit-LAN muss man aufgrund der schlanken Bauhöhe allerdings verzichten, kann per Adapter aber realisieren. Ansonsten gibt es nur noch den Anschluss für das externe 150-W-Netzteil.

Keine Besonderheiten gibt es auf der Unterseite des Gigabyte Aero 14. Hier stellt der 14-Zöller neben ein paar Standfüßen lediglich einige Lüftungsschlitze für die Kühlung bereit. Eine Wartungsklappe, über die man schnell SSD und Arbeitsspeicher hätte austauschen können, gibt es nicht. Der fast 95 Wh starke Akku ist fest verbaut und lässt sich ebenfalls nicht austauschen.

Unauffällige Kühlung

Der Intel Core i7-6700HQ und die NVIDIA GeForce GTX 1060 sind alles andere als langsame und einfach zu kühlende Komponenten und durchaus in der gehobenen Mittelklasse oder gar im High-End-Segment einzusortieren. Auch wenn Intel und NVIDIA die Effizienz ihrer Komponenten in den letzten Jahren stets verbessern konnten, stellen sie noch immer eine Herausforderung für das Kühlsystem dar. 

Neben den Lüftungsschlitzen auf der Unterseite bezieht das Gigabyte Aero 14 seine Frischluft und Abwärme auch über große Öffnungen zwischen Display und Topcase.

 

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Kommentare (13)

#4
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Registriert seit: 02.06.2015

Obergefreiter
Beiträge: 127
Keine Warteklappe? Nicht mal Akku lässt sich auswechseln, Geschweige denn RAM/SSD erweitern und das bei dem Preis? Aua, das nenne ich dekadent.
#5
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Registriert seit: 02.09.2010

Kapitän zur See
Beiträge: 3176
Schade, ein FHD Display wäre wesentlich klüger gewesen, dann entweder günstiger machen oder 120Hz/gsync spendieren...
#6
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Registriert seit: 19.01.2010
NRW
Kapitänleutnant
Beiträge: 1855
Endlich mal wieder was von Gigabyte was nicht "Gaming" im Namen hat. Find ich gut.
#7
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Registriert seit: 23.08.2008
Bitz
Anime und Hardware Otaku
Beiträge: 11146
Könnt ihr mal die 13 Schrauben lösen und das Innere zeigen?

- FHD mit 100Hz+ wäre viel besser gewesen
- Kühlung arbeitet grenzwertig und ist laut
- 5mm mehr Gehäusediche, dafür bessere Kühlung hätten nicht geschadet
- Eine "Wartungsklappe" wäre top
- Alleskönner: ja, aber mit Schwächen. Der Preis ist nicht hoch, der ist lächerlich

Deshalb mag ich DELL. Da kann ich sogar bei einem 10" TAB fast alles erreichen / tauschen (inkl. Akku) :p
#8
Registriert seit: 08.07.2013

Hauptgefreiter
Beiträge: 145
Eine konkurrierende, auf portable Computer spezialisierte Seite lässt sich dankenswerterweise schon seit einiger Zeit über die Wartbarkeit von Notebooks aus. Es wäre schön, wenn es hier auch so wäre. Niemals würde ich mir zum Beispiel ein Notebook kaufen, bei dem man sich nicht zwecks Reinigung auf einfache Weise Zugang zum Kühlsystem verschaffen oder auch den Akku tauschen kann. Also nur Mut: Bei diesem Gerät lässt sich doch mit Sicherheit die Bodenplatte entfernen. :)

Den Trend zum Einwegnotebook sollte man nicht unterstützen. :vrizz:

Viele Grüße,
Ezeqiel
#9
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Registriert seit: 21.01.2006

Kapitänleutnant
Beiträge: 2043
Eine 1060, naja, ginge ja gerade noch - wenn man sie nicht mit QHD masslos überfordern würde, was bei 14" noch blödsinniger ist, als bei größeren Monitoren, und den Preis unnötig in die Höhe treibt.
Also gut optimiert auf den deutschen Markt: Nutzlose Technik, unnötig teuer.
#10
customavatars/avatar194145_1.gif
Registriert seit: 03.07.2013
Luzern
Leutnant zur See
Beiträge: 1104
Zitat Ezeqiel;25154686

Den Trend zum Einwegnotebook sollte man nicht unterstützen. :vrizz:

Viele Grüße,
Ezeqiel


Dieses!

Kann wirklich nicht angehen dass manche Laptops schier nicht aufzubekommen sind.

Gute "Schraubererfahrung" habe ich mit Acer und Fujitsu Laptops gemacht, grauenvoll sind hingegen HP Laptops.

Mit Schrauben meine ich vor allem Lüftung reinigen, WLP ohne grosse Mühen ersetzen zu können, Akku muss entfernbar sein, solcherlei....
#11
customavatars/avatar4438_1.gif
Registriert seit: 05.02.2003
Braunschweig, Tangermünde
BadBoy
Beiträge: 15959
Zitat Ezeqiel;25154686
Eine konkurrierende, auf portable Computer spezialisierte Seite lässt sich dankenswerterweise schon seit einiger Zeit über die Wartbarkeit von Notebooks aus. Es wäre schön, wenn es hier auch so wäre. Niemals würde ich mir zum Beispiel ein Notebook kaufen, bei dem man sich nicht zwecks Reinigung auf einfache Weise Zugang zum Kühlsystem verschaffen oder auch den Akku tauschen kann. Also nur Mut: Bei diesem Gerät lässt sich doch mit Sicherheit die Bodenplatte entfernen. :)

Den Trend zum Einwegnotebook sollte man nicht unterstützen. :vrizz:

Viele Grüße,
Ezeqiel


+1

Ich sehe das genauso. Mittlerweile finden kaum noch neue Notebooks ihren Weg in den Markt, wo sich der Akku von außen entnehmen lässt und das selbst bei DTR-Systemen, wo er im Netzbetrieb am besten entfernt werden sollte ! Von der teils ebenso schlechten Wartbarkeit der Laptops ganz zu schweigen, ich würde mir ein solches Gerät, gerade zu dem Preis, jedenfalls nicht kaufen.

Nicht vergessen darf man dabei auch, dass die CPU auf dem Mainboard verlötet ist, genau wie die Grafikkarte und was geht beim Notebook gleich nochmal am häufigsten kaputt? Meiner Erfahrung nach ist es die Hauptplatine...

Uns wird doch nur von den Herstellern suggeriert, dass wir möglichst flache Geräte haben wollen, bzw. die Mehrheit der Käufer das so möchte. Ich sehe das ein bisschen anders, denn den größten nutzen daraus ziehen die Hersteller, die so schneller wieder neue Produkte verkaufen können, weil sich die Reparatur ihrer Wegwerfgeräte schon nach zwei Jahren nicht mehr lohnt :mad: .
#12
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Registriert seit: 01.05.2008
Willich
Bootsmann
Beiträge: 723
Zitat Blade007;25162291
+1

Ich sehe das genauso. Mittlerweile finden kaum noch neue Notebooks ihren Weg in den Markt, wo sich der Akku von außen entnehmen lässt und das selbst bei DTR-Systemen, wo er im Netzbetrieb am besten entfernt werden sollte !.


Selbst wenn ein Akku nicht von außen zu entfernen wäre, dann wäre ein Schalter, der einfach nur den Akku trennt eine attraktive Lösung. So einen super tollen Schalter könnte man sogar mit einem effektvollen Namen vermarkten und als Novum präsentieren : Battery Instant Trigger oder sowas :-P
#13
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Registriert seit: 05.02.2003
Braunschweig, Tangermünde
BadBoy
Beiträge: 15959
Gut, ein solcher Schalter würde Ladezyklen sparen helfen, noch besser wäre es aber tatsächlich, den Akku zu entnehmen, um ihn bspw. in einer Schublade oder ganz einfach in der Notebooktasche bei Umgebungstemperatur zu laden. Denn in den kleinen Gehäusen bekommt er ja sonst auch im ausgeschalteten Zustand gerne öfter mal Temperaturen über 50°C ab, was eventuell die Zellalterung beschleunigt.
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